Der Trend habe sich sogar noch beschleunigt. "Das ist eine besonders schwere Form der Rassendiskriminierung und Segregation, die dem Apartheid-System ähnelt, das wir bereits kennen", sagte der Österreicher Türk am Mittwoch in Genf mit Blick auf einen neuen Bericht des UNO-Menschenrechtsbüros über das Leben der Palästinenser im Westjordanland und Ost-Jerusalem. Apartheid wird die Doktrin der Trennung einzelner ethnischer Bevölkerungsgruppen genannt, vor allem bis 1994 in Südafrika.
Genf
UNO-Menschenrechtsbüro sieht Apartheid im Westjordanland
Das UNO-Menschenrechtsbüro wirft Israel eine immer stärker werdende systematische Diskriminierung der Palästinenser im Westjordanland vor. Ob Zugang zu Wasser, Schulen, Spitälern, Besuche bei Freunden oder der Familie oder die Olivenernte, "jeder Aspekt des Lebens der Palästinenser im Westjordanland wird durch Israels diskriminierende Gesetze, Richtlinien und Praktiken kontrolliert und eingeschränkt", so der UNO-Menschenrechtsbeauftragte Volker Türk.
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