Die Demonstranten müssten Peseschkian zufolge von "Aufrührern" unterschieden werden, die "Schusswaffen, Messer und Macheten tragen und Polizeistationen und Militäranlagen angreifen", sagte Vizepräsident Mohammed-Jafar Ghaempanah in einem von der Nachrichtenagentur Mehr veröffentlichten Video. Auch wenn die wichtigste Führungsfigur im Iran das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei ist und nicht Pezeshkian, dürfte der Aufruf des Präsidenten als Zeichen dafür gedeutet werden, dass die iranische Regierung besorgt ist, die Kontrolle über die Lage im Land zu verlieren.
Teheran/Jerusalem
Mehr als 2.000 Festnahmen bei Protesten im Iran
Bei anhaltenden Protesten im Iran sind nach Angaben von Aktivisten mehr als 2.000 Menschen festgenommen worden. Mindestens 34 Demonstrierende seien seit Ausbruch der Proteste bei Konfrontationen mit der Staatsmacht gestorben, berichtete das in den USA ansässige Menschenrechtsnetzwerk HRANA. Irans Präsident Masoud Pezeshkian rief Sicherheitskräfte indes zur Zurückhaltung im Umgang mit den landesweiten Demonstrationen auf - solange die nationale Sicherheit nicht gefährdet wird.
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