Der Gazastreifen sei "der Ort mit dem größten Hunger auf der Welt", sagte Ocha-Chef Laerke in Genf vor Journalisten und wies auf die Schwierigkeiten hin, denen die UNO bei der Lieferung humanitärer Hilfe in die palästinensischen Gebiete gegenüberstehe. Seinen Angaben zufolge genehmigte Israel seit der Aufhebung der Blockade zwar 900 Lastwagen mit Hilfsgütern die Einfahrt in das Gebiet, allerdings hätten nur 600 Lkw bisher im Gazastreifen entladen werden können und die Verteilung gestalte sich aufgrund der anhaltenden Angriffe schwierig.
Jerusalem
UNO: Kompletter Gazastreifen von Hungersnot bedroht
Angesichts des Krieges sind laut UNO mittlerweile alle Bewohner im Gazastreifen von einer Hungersnot bedroht. Der Gazastreifen sei das einzige "fest umrissene Land oder Territorium auf der Welt, in dem die gesamte Bevölkerung von Hunger bedroht ist", sagte der Sprecher des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (Ocha), Jens Laerke, am Freitag. Verteidigungsminister Israel Katz kündigte indes die Errichtung eines israelischen Staates im besetzten Westjordanland an.