Papst beendete Slowakei-Reise mit Messe in Nationalheiligtum

Am letzten Tag seiner Slowakei-Reise hat Papst Franziskus mehr Dialogbereitschaft von den Menschen gefordert. "Es geht nicht darum, der Welt feindlich gesinnt zu sein, sondern darum, "Zeichen des Widerspruchs" in der Welt zu sein", sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche am Mittwoch in der westslowakischen Stadt Sastin-Straze. Dort befindet sich das nationale Heiligtum der Slowakei.

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© APA/AFP
 

Es brauche Christen, die den Dialog förderten, wo Positionen verhärtet seien und solche, die Aufnahmebereitschaft und Solidarität verbreiteten, wo oft persönlicher und kollektiver Egoismus vorherrschten, erklärte der Papst vor den Gläubigen, die zur Messe in den Wallfahrtsort gekommen waren. Für die Messe waren 45.000 Menschen angemeldet. Anlass für seinen Besuch war der für die slowakischen Katholiken wichtige Gedenktag der sieben Schmerzen Mariens am 15. September. Die Gottesmutter Maria ist die Schutzpatronin der Slowakei. Der Gedenktag ist in dem mitteleuropäischen Land ein gesetzlicher Feiertag.

Nach der Messe wurde Papst Franziskus laut Kathpress zu Mittag von der slowakischen Präsidentin Zuzana Caputova auf dem Flughafen in Bratislava verabschiedet. Danach trat er den Rückflug nach Rom an. Es war seine 34. Auslandsreise.

Begonnen hatte er die erste Auslandsreise seit seiner Darm-OP im Juli am Sonntag in Budapest. Dort feierte er mit rund 100.000 Menschen die Abschlussmesse des Internationalen Eucharistischen Kongresses. Zudem traf der Papst mit Ungarns Regierungsspitze um Ministerpräsident Viktor Orban zu einem Privatgespräch zusammen.

Ab Sonntagabend besuchte Franziskus die Slowakei mit Stationen in Bratislava, Presov, Kosice und Sastin. Neben mehreren größeren Gottesdiensten besuchte der Papst eine Roma-Siedlung, eine Sozialstation und traf sich mit Vertretern anderer christlicher Kirchen und jüdischer Gemeinden.

Die Rückkehr des Papstes in Rom wird für 15.30 Uhr erwartet. Es ist der letzte Flug eines Papstes mit der italienischen Fluggesellschaft Alitalia. Die marode Airline wird mit 15. Oktober weitgehend aufgelöst. Nachfolgerin wird die ebenfalls staatliche Fluggesellschaft ITA.

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