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QR-Code als Eintrittskarte für Griechenland-Urlauber

Griechenland-Touristen müssen sich ab Mittwoch auf ein kompliziertes Einreiseverfahren einstellen: Wie die Regierung in Athen am Montag mitteilte, müssen alle Touristen 48 Stunden vor ihrer Einreise online ein Anmeldeformular mit einem Fragebogen ausfüllen und erhalten dann im Gegenzug einen persönlichen QR-Code, der bei der Ankunft darüber entscheidet, ob sie auf das Corona-Virus getestet werden.

© APA (AFP)
 

Erst nach der Ankunft erfahren sie, ob sie getestet und sich dann an ihrer Urlaubsadresse isolieren müssen, bis das Ergebnis feststeht. Das neue Verfahren der Zivilschutzbehörde dürfte dafür sorgen, dass "die Mehrheit der importierten Corona-Fälle entdeckt" werde, sagte der Regierungsberater Dimitrios Paraskevis dem Sender Skai TV. Das Verfahren gilt demnach bis Ende August.

Am 1. Juli öffnen auch wieder alle Flughäfen des Landes für internationale Flüge. Die Häfen von Patras und Igoumenitsa stehen wieder für Fähren aus Italien offen, während Kreuzfahrtschiffe wieder die anderen Häfen ansteuern dürfen. Seit dem 15. Juni waren zunächst nur die Flughäfen von Athen und Thessaloniki geöffnet, ankommende Touristen wurden eher willkürlich getestet.

Die griechische Regierung will die für die Wirtschaft wichtige Tourismusbranche wieder ankurbeln. Das neue Verfahren soll Touristen und Griechen die Sorge nehmen, dass die Rückkehr der Urlauber zu einem neuen Anstieg der Infektionen führen könnte. Griechenland hat mit 191 Corona-Toten relativ wenige Todesopfer der Pandemie zu beklagen.

Unterdessen rückt eine Entscheidung der EU über die Aufhebung der Corona-Einreisestopps für Drittstaaten näher. Der kroatische Ratsvorsitz habe eine Mehrheit für Lockerungen für 15 Staaten festgestellt, hieß es am Montag aus diplomatischen Kreisen. Ein schriftliches Verfahren zur formellen Beschlussfassung sei eingeleitet worden. Die Frist endet am Dienstag (30.6.) um 12.00 Uhr.

Die Liste der Länder, für die das im Zuge der Corona-Pandemie verhängte Einreiseverbot der EU fallen soll, sei unverändert gegenüber Freitag, hieß es. Die Liste umfasst Algerien, Australien, Kanada, Georgien, Japan, Montenegro, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Serbien, Südkorea, Thailand, Tunesien, Uruguay und China. Für China will die EU den Einreisestopp nur aufheben, wenn Peking im Gegenzug auch EU-Bürger wieder einreisen lässt.

Als oberstes Kriterium wird herangezogen, dass die Länder eine ähnliche Zahl an Neuinfektionen innerhalb der vergangenen zwei Wochen pro 100.000 Einwohner aufweisen wie die EU, nämlich 16 Fälle. Stark von der Coronakrise betroffene Länder wie die USA oder Russland können dagegen noch nicht auf eine Aufhebung des EU-Einreiseverbots hoffen.

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