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Kalifornien und New York mit drastischen Corona-Maßnahmen

Angesichts der sich ausweitenden Corona-Krise haben die US-Bundesstaaten Kalifornien und New York drastische Maßnahmen ergriffen. In den beiden Staaten mit insgesamt rund 60 Millionen Einwohnern werden alle nicht notwendigen Geschäfte geschlossen und die Bewohner aufgerufen, ihre Häuser möglichst wenig zu verlassen.

© APA (AFP)
 

US-Präsident Donald Trump sagte inzwischen am Freitag, er erwäge derzeit keine landesweite Ausgangssperre. Von Samstag an schließen die USA ihre Grenzen zu Mexiko und Kanada für den Reiseverkehr. In den USA breitet sich das Coronavirus schnell aus. Dort wurden bereits mehr als 14.600 Infektionsfälle - rund die Hälfte davon im Bundesstaat New York - und mindestens 210 Todesfälle gemeldet.

Angesichts der rasant steigenden Infektionszahl verschärfte zunächst Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom und dann der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie erheblich. In den beiden stark betroffenen Bundesstaaten müssen alle Geschäfte schließen, die für den Alltag nicht von grundlegender Bedeutung sind, Angestellte müssen zu Hause bleiben. Ausgenommen sind unter anderem Lebensmittelgeschäfte und Apotheken. Auch Essensauslieferungen bleiben erlaubt.

Die Menschen werden aufgerufen, das Haus nur für Einkäufe und andere dringende Erledigungen zu verlassen. Erlaubt sind aber beispielsweise Spaziergänge - die Menschen sollen dabei aber Abstand zueinander wahren.

"Das sind die drastischsten Maßnahmen, die wir ergreifen können", sagte Gouverneur Cuomo. Alle befänden sich jetzt in einer Art "Quarantäne".

Präsident Trump machte am Freitag bei einer Presseunterrichtung im Weißen Haus klar, dass derzeit keine landesweite Ausgangssperre erwogen wird. "Ich denke nicht, dass wir das jemals für notwendig halten werden", sagte Trump. Es gebe zwar "Hotspots" wie Kalifornien und New York; viele andere US-Regionen hätten aber nicht "das gleiche Problem".

Im Kampf gegen eine Ausbreitung des Virus werden die Grenzen der USA zu den Nachbarländern Mexiko und Kanada von Samstag an für den Reiseverkehr schließen. Während eine entsprechende Vereinbarung mit Kanada bereits am Mittwoch verkündet worden war, gab US-Außenminister Mike Pompeo die Entscheidung zu Mexiko am Freitag bekannt.

Untersagt werden "nicht unbedingt nötige" Reisen, was aber eine Reihe von Ausnahmen zulässt. Der Transport von Gütern und Waren ist nicht betroffen.

Pompeo rief die chinesische Führung inzwischen in der Coronavirus-Krise zu mehr Transparenz auf. "Die chinesische Regierung wusste als erstes über dieses Risiko für die Welt", sagte Pompeo bei der Pressekonferenz an der Seite von Trump. Peking habe deswegen eine besondere Verantwortung, Daten zu dem Virus mit US-Wissenschaftern zu teilen.

Trump und andere Vertreter der Regierung haben China in der Pandemie mangelnde Transparenz vorgeworfen. Der US-Präsident spricht seit einiger Zeit regelmäßig vom "chinesischen Virus" - sehr zum Ärger Pekings.

Unterdessen arbeitete der US-Senat unter Hochdruck an einem wirtschaftlichen Nothilfepaket, das einen Umfang von rund einer Billion Dollar (925,84 Mrd. Euro) haben soll. Die oppositionellen Demokraten kritisieren, das von Trumps Republikanern vorgeschlagene Paket ziele zu sehr auf Unternehmen und nicht ausreichend auf die Bürger ab. Eine Abstimmung wird für Montag anvisiert. Anschließend geht das Hilfspaket in das Repräsentantenhaus. Für Bürger und Unternehmer kündigte die Regierung am Freitag an, dass es einen Steueraufschub um drei Monate geben solle.

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