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Standing Ovations für viersprachige "Vögel" im Akademietheater

Der Start in die neue Burgtheater-Ära ist geglückt. Nach der gestrigen Premiere der "Bakchen" im Haus am Ring gab es am Freitag gar Standing Ovations für die erste Produktion im kleineren Haus, dem Akademietheater. In der Österreichischen Erstaufführung der "Vögel" des im Libanon geborenen Frankokanadiers Wajdi Mouawad wurde man auch erstmals mit der neuen Vielsprachigkeit des Hauses konfrontiert.

 

In dem Stück, das die Verwerfungen des Nahostkonflikts anhand von drei Generationen einer jüdischen Familie thematisiert, sprechen die Figuren Englisch, Deutsch, Hebräisch und Arabisch. Die mitlaufenden Untertitel sind in das flexible, mit vier abstrakten, beweglichen Elementen und viel Multimedia-Einsatz arbeitende Bühnenbild von Florian Etti geschickt integriert.

Die Inszenierung des Israelis Itay Tiran, der künftig auch als Schauspieler Teil des Burgtheater-Ensembles ist, hält geschickt zwischen tragischen und komischen Szenen die Waage. Immer wieder gab es Lacher in der dreieinhalbstündigen Aufführung, an deren Ende es Jubel und Applaus für ein Team gab, in dem bis auf Sabine Haupt lauter Neuzugänge begrüßt wurden.

Der Premierenreigen wird am Samstag mit der Übernahme einer Kusej-Inszenierung aus dem Münchner Residenztheater fortgesetzt. In "Wer hat Angst vor Virgina Woolf?" spielen Bibiana Beglau, Norman Hacker, Johannes Zirner und Nora Buzalka.

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