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Mostviertler in U-Haft - Tatzeitraum über mehrere Jahrzehnte

Im Fall eines Mostviertlers, der seit der Vorwoche in U-Haft sitzt, erstreckt sich der Tatzeitraum über mehrere Jahrzehnte. Dem 64-Jährigen werden fortgesetzte Gewaltausübung, Menschenhandel und Sexualdelikte angelastet. "Die Vorwürfe sind sehr umfangreich", sagte Leopold Bien von der Staatsanwaltschaft St. Pölten am Donnerstag. Es gebe mehrere Opfer. Der Mann verantworte sich "gänzlich leugnend".

 

Unter den Opfern befinden sich nach Angaben der Anklagebehörde sowohl Frauen als auch Männer, die meisten stammen aus dem sozialen bzw. familiären Nahbereich des Beschuldigten aus dem Bezirk Amstetten. Sie seien aufgrund unterschiedlicher Vorfälle Opfer geworden, hieß es. "Die Tatvorwürfe reichen recht lang in die Vergangenheit zurück - bei den Sexualdelikten bis Mitte der 1970er-Jahre", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft auf APA-Anfrage. Eine Verjährung sei noch nicht eingetreten, weil der Verdacht besteht, dass jeweils innerhalb der Verjährungsfrist erneut einschlägige Taten gesetzt wurden.

Dem 64-Jährigen wird auch Menschenhandel durch Arbeitsausbeutung vorgeworfen. Opfer soll in diesem Fall ein Mann gewesen sein, den der Beschuldigte beherbergt hat.

In Bezug auf die Ermittlungen wegen Mordverdachts gegen den Mostviertler hielt sich Bien bedeckt. Im Raum steht, dass der Mann seine Partnerin in den 1980er-Jahren getötet haben könnte. Nach der Leiche der Frau wird gesucht. "Die Grabungen laufen", sagte der Sprecher. Der Mordverdacht sei "nicht dringend und nicht Grund für die U-Haft", hatte Bien bereits am Mittwoch festgehalten.

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