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USA setzen Verhandlungen mit Taliban in Doha fort

Die USA und die radikalislamischen Taliban haben ihre Verhandlungen in der katarischen Hauptstadt Doha am Donnerstag fortgesetzt. Wie aus US-Kreisen verlautete, startete die neunte Verhandlungsrunde zwischen den beiden Seiten am Nachmittag. Unter anderem sei General Scott Miller, Oberbefehlshaber der US- und NATO-Truppen in Afghanistan, am Tagungsort gewesen, berichtete ein AFP-Reporter.

© APA (AFP/Archiv)
 

Es wird erwartet, dass die Gespräche sich auf die Festlegung eines Zeitplans für den Abzug der mehr als 13.000 US-Truppen in Afghanistan konzentrieren werden. Washington strebt ein Friedensabkommen bis zum 1. September an. Ende September finden in Afghanistan Präsidentenwahlen statt. Trump hatte im Präsidentschaftswahlkampf 2016 erklärt, in seiner Amtszeit würden die US-Soldaten aus Afghanistan zurückgeholt.

Die USA, die vor fast 18 Jahren in Afghanistan einmarschiert waren, verhandeln seit einem Jahr mit den Taliban. Vor der Festlegung auf einen Abzug ihrer Soldaten verlangt die US-Regierung von den Taliban mehrere Zusagen, darunter Sicherheitsgarantien, die Abkehr vom Terrornetzwerk Al-Kaida und einen Waffenstillstand.

Erst am Mittwoch wurden nach NATO-Angaben zwei US-Soldaten getötet, am Montag erschütterten mehrere Explosionen die ostafghanische Stadt Jalalabad. Bei einem Anschlag auf eine Hochzeitsfeier in Kabul am Wochenende starben 80 Menschen.

Taliban-Chefunterhändler Abbas Staniksai sagte, die Gespräche seien im Allgemeinen "gut gelaufen". Der US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, hatte sich vor der neuen Verhandlungsrunde zuversichtlich gezeigt. Bei den Gesprächen sollten Einigungen bei den letzten verbliebenen Themen erzielt werden, schrieb Khalilzad im Kurzbotschaftendienst Twitter.

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