"Ich hätte mir mehr erwartet, allerdings in Anbetracht der bisher so erfolgreichen Saison ist ein vierter Platz kein Weltuntergang", bilanzierte Herzog, der nach ihrem vierten Platz zur Halbzeit am Sonntag mit den Rängen fünf (500 m) und neun (1.000 m) der Sprung aufs Stockerl nicht mehr gelang. Denn während die 23-jährige Tirolerin am Schlusstag nicht an ihre Vortageszeiten herankam, zeigten die Kontrahentinnen kaum Schwächen.

"Acht Zehntel sind dann doch ein relativ großer Abstand zu den Medaillen", meinte Herzog. Sie sah ihre Leistung durchaus kritisch: "Um da wirklich oben zu stehen, braucht es einfach vier gute Rennen. An diesem Wochenende war leider nur der erste 500er gut", meinte Herzog, die erst vor zwei Wochen Gold und Silber bei den Einzelstrecken-Titelkämpfen in Inzell geholt hatte.

Das straffe Programm der vergangenen Wochen liegt der Sprint-Europameisterin nach eigenem Bekunden in den Knochen. "Die Saison ist jetzt schon verdammt lange seit November und das ist langsam spürbar", meinte Herzog, die in zwei Wochen aber noch ein finales Weltcupwochenende zu absolvieren hat. In Salt Lake City nämlich greift sie beim Weltcupfinale nach ihrem zweiten Gesamtweltcupsieg über 500 Meter.