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Kampf gegen Missbrauch für Papst "dringende Herausforderung"

Papst Franziskus hat den Kampf gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern als eine "dringende Herausforderung" der katholischen Kirche bezeichnet. Mit Blick auf ein Spitzentreffen zu diesem Thema in wenigen Tagen sagte er am Sonntag in seinem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz: "Ich bitte euch eindringlich, für diese Veranstaltung zu beten."

© APA (AFP)
 

Der Pontifex hat die Spitzen der Bischofskonferenzen aus aller Welt vom 21. bis 24. Februar in den Vatikan einberufen, um über die zahlreichen Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche zu sprechen. Am Samstag war bekanntgeworden, dass der Papst wegen eines Missbrauchsskandals den emeritierten Erzbischof von Washington, Theodore McCarrick, aus dem Priesteramt entlassen hat.

Der 88-Jährige war in einer Untersuchung der Glaubenskongregation des sexuellen Fehlverhaltens im Umgang mit Minderjährigen und Erwachsenen schuldig befunden worden. Der Vatikan hatte McCarrick bereits im Juni 2018 die Erlaubnis entzogen, Gottesdienste zu feiern. Einen Monat später akzeptierte Franziskus dessen Rücktritt aus dem Kardinalskollegium. McCarrick war vorgeworfen worden, Minderjährige und Priesteranwärter missbraucht zu haben.

Der Papst ließ sich bei einem Treffen mit NGO-Vertretern und Pro-Migranten-Verbänden mit einer Plakette mit dem Slogan "Öffnet die Häfen" fotografieren. Der Slogan ist von Gegnern des harten Einwanderungskurses des italienischen Innenministers Matteo Salvini entworfen worden, der für NGO-Schiffe die Häfen Italiens geschlossen hat.

Bei den Treffen mit den Vertretern der NGOs in Sacrofano nahe Rom am Freitag ließ sich der Papst mit dem Pfarrer von Marghera bei Venedig, Nandino Capovilla, fotografieren, der ihm die Plakette überreichte. Das Foto wurde vom Pfarrer, der sich für die Migrantenaufnahme einsetzt, auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht.

"Der Papst zeigt Mut und unterstützt mit diesem Foto die Kampagne ´Öffnet die Häfen´, die Bürger vom Norden bis Süden Italiens vereint. Dieser Slogan ist für Christen eine evangelische Pflicht, will man von Angst frei sein", schreib Capovilla auf Facebook. Er zitierte die Worte des Papstes: "Angst ist der Ursprung jedes Sklaventums und jeder Diktatur. Auf der Angst des Volks grassiert die Gewalt der Diktatoren", so der Papst.

Das Motto des Treffens von rund 550 Mitarbeitern kirchlicher Hilfsorganisationen, anderer Freiwilliger und Migranten in Sacrofano lautete "Frei von Angst". Mit seinem Besuch habe der Papst seine "anhaltende Aufmerksamkeit für die Aufnahme von Migranten" unterstreichen wollen, hatte Vatikansprecher Alessandro Gisotti am Dienstag mitgeteilt.

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