Einige Völkermarkter haben es schon bemerkt und die Umbauarbeiten mit Spannung verfolgt. Im Alten Rathaus am Hauptplatz tut sich etwas. Julian Waibel (25) aus Gablern/Lovanke und Florian Čajčmann (23) aus Gonowetz eröffnen am 29. Mai in den ehemaligen Räumlichkeiten des Juweliers Stanta ihr Lokal „heimweh.“. Die beiden Jung-Gastronomen kennen sich bereits von ihrer gemeinsamen Zeit als Kellner am Klopeiner See. Waibel machte sich schließlich vor fünf Jahren mit seinem Anhänger „Zum Julian“ selbstständig und verkaufte von dort aus Kaffee und andere Getränke etwa am Josefimarkt oder bei Hochzeiten und anderen Veranstaltungen und wurde damit rasch bekannt. Čajčmann unterstützte ihn dabei.

Die beiden jungen Gastronomen vor ihrem Lokal
Die beiden jungen Gastronomen vor ihrem Lokal © Simone Jäger

Stilvoll eingerichtet

Bereits längere Zeit waren die beiden Freunde und Geschäftspartner auf der Suche nach einem Lokal und wurden schließlich im Alten Rathaus von Walter Ganster fündig. Teile des Hauses sind auf das 13. Jahrhundert datiert und es gilt als das älteste Gebäude in der Stadt. Waibel und Čajčmann haben das alte Gemäuer stilvoll und doch modern eingerichtet. „Wir werden im ersten Monat an sieben Tagen in der Woche geöffnet haben und dann evaluieren, welchen Ruhetag wir machen“, erklärt Waibel.

Kaffee, Wein und mehr

Der Schwerpunkt des Lokals liegt auf Kaffee – hier wird eine eigene Röstung in Kooperation mit Kaffeemachern aus Villach angeboten - und Wein. Außerdem gibt es italienisches und bayerisches Bier, Prosecco und kleine Happen wie Blechkuchen. „Für warmes Essen haben wir nicht die räumlichen Möglichkeiten“, sagt Čajčmann.

Das Alte Rathaus mit den markanten Arkaden am Völkermarkter Hauptplatz
Das Alte Rathaus mit den markanten Arkaden am Völkermarkter Hauptplatz © Simone Jäger

Im Lokal haben etwa 25 Personen Platz, im Außenbereich weitere 30. Beim Einrichten des Cafés wurden nicht nur regionale Firmen, sondern auch die ganze Familie eingebunden. Waibel und Čajčmann wollen das „heimweh.“ zu zweit „schaukeln“ und freuen sich bereits darauf, ihre ersten Gäste begrüßen zu dürfen. Der mobile Anhänger „Zum Julian“ wird übrigens weiterhin angeboten: „Wir müssen allerdings schauen, wie es sich zeitlich ausgeht“, so Waibel.