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Digitalisierung: Jetzt-Kritik an neuem Masterplan für Schule

Die Liste Jetzt (früher Pilz) übt Kritik am von der Regierung geplanten "Masterplan Digitalisierung" für die Schulen. Dessen Erarbeitung habe mehr als 300.000 Euro gekostet, ähnle aber weitgehend der erst 2017 von der Vorgängerregierung vorgestellten Digitalisierungsstrategie "Schule 4.0", so Jetzt-Bildungssprecherin Stephanie Cox zur APA.

© APA
 

In der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage hatte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) eingeräumt, das Konzept von "Schule 4.0" "aufgegriffen und weiterentwickelt" zu haben. Gleichzeitig verteidigte er die Erarbeitung des neuen Masterplans: Mit der Zusammenlegung aller Bildungsagenden in einem Ministerium hätten sich "Synergien ergeben, etwa im Bereich der Pädagoginnen- und Pädagogenausbildung". Diese sollten verstärkt in die strategische Neuausrichtung einfließen, etwa um die Digitalisierung verbindlich in der Lehrerausbildung zu verankern. Weiters sollten noch andere Bereiche wie der Schwerpunkt Industrie 4.0 und die fachspezifische IT-Ausbildung in den Plan integriert werden.

Cox kann das nur teilweise nachvollziehen: "Ich sehe kaum einen Unterschied zwischen alter und neuer Strategie." Sie begrüße natürlich eine verbindliche Verankerung in der Lehrerausbildung. "Das war aber schon in 'Schule 4.0' drinnen, wobei Faßmann mit der Zusammenlegung der Ministerien jetzt sicher mehr Spielraum hat." Sie frage sich: "Wenn sich nur ein paar Aspekte geändert haben, muss dann ein neuer Plan gleich 340.000 Euro kosten?"

Der Masterplan soll bis März vorliegen. Dann müsse es aber einmal an die Umsetzung gehen, so Cox. "Jetzt haben wir zwei Papiere vor uns liegen. Den nächsten Prozess braucht es dann wirklich nicht mehr."

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