Britisches Nowitschok-Opfer wieder bei Bewusstsein

Der mit Nowitschok vergiftete britische Mann ist wieder bei Bewusstsein. Sein Zustand sei kritisch, aber stabil, teilte das Krankenhaus am Dienstag mit. Es seien gute Nachrichten, der 45-Jährige sei aber noch nicht über den Berg, erklärte die Klinik. Der Mann und seine 44 Jahre alte Frau waren Ende Juni mit Vergiftungserscheinungen in Amesbury gefunden worden. Die Frau starb am Sonntagabend.

© APA (AFP)
 

Die Polizei geht davon aus, dass die beiden einen Behälter mit dem Nervengift berührt haben müssen. Die Dosis des Kampfstoffes sei sehr hoch gewesen, teilte Scotland Yard mit. Untersucht wird, ob es Verbindungen zum Fall Skripal gibt. Das Krankenhaus bat die Medien, auf die wenig hilfreichen und störenden Spekulationen zu verzichten.

Unweit von Amesbury, in Salisbury, waren der russische Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia im März infolge eines Anschlags ebenfalls mit dem Nervengift in Kontakt gekommen. London hatte Moskau dafür verantwortlich gemacht. Russland bestreitet jegliche Verstrickung.

Am Dienstag warnte die britische Regierung davor, in der Gegend rund um Salisbury und Amesbury unbekannte Gegenstände aufzuheben. Das gelte besonders für Behälter, die eine Flüssigkeit oder ein Gel enthalten könnten, teilte die Gesundheitsbeauftragte Sally Davies mit. "In der Praxis bedeutet das, heben Sie keine Behälter, Spritzen, Nadeln, Kosmetika oder ähnliche Dinge aus Materialen wie Metall, Plastik oder Glas auf", so Davies. Insgesamt bleibe die Gefahr für die Öffentlichkeit aber gering, hieß es.

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