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Israel wirft Entwicklungshelfer Hamas-Unterstützung vor

Israel hat einen palästinensischen Mitarbeiter des türkischen Entwicklungshilfe-Programms Tika festgenommen. Dem Mann werde vorgeworfen, die radikal-islamische palästinensische Organisation Hamas im Gazastreifen zu unterstützen, bestätigte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums am Mittwoch.

 

Der Mann koordiniert nach Angaben des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Bet die Arbeit von Tika im von der Hamas beherrschten Küstenstreifen. Tika (Türkische Kooperations- und Koordinationsagentur) wird von der türkischen Regierung geführt. Das türkische Außenministerium betonte in einer Stellungnahme: "Es ist ein grundsätzliches Rechtsprinzip, dass jeder als unschuldig gilt, bis in einem fairen Verfahren seine Schuld bewiesen wurde." Die Arbeit der Organisation folge den international geltenden Prinzipien der Transparenz und Kooperation.

Hamas habe den Mann bereits im Jahr 2008 rekrutiert, teilte der Shin Bet mit. Bei seiner geplanten Reise durch Israel habe er auch Informationen für Raketenangriffe der Hamas sammeln wollen. Der Mitarbeiter wurde bereits im Februar am Grenzübergang vom Gazastreifen nach Israel festgenommen.

Die Hamas wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme zurück. Israel versuche nur, internationale Organisationen einzuschüchtern, um sie davon abzuhalten, den Menschen in Gaza zu helfen.

Bereits im vergangenen Sommer hatte Israel jeweils einen Mitarbeiter der Hilfsorganisationen World Vision und dem UNO-Entwicklungsprogramm UNDP wegen des Verdachts der Hamas-Unterstützung festgenommen. Die EU, USA und Israel stufen die Hamas als Terrororganisation ein.

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