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US-WahlBiden besiegt Trump mit 306 zu 232 Wahlleuten

Demokrat kann sich auch Georgia sichern - Amtsinhaber setzte sich in North Carolina durch - Damit gibt es Prognosen zum Ausgang in allen 50 Staaten und dem Hauptstadtbezirk.

US-Medien haben nun für alle Bundesstaaten Sieger ausgerufen: Georgia geht an die Demokraten, Trump kann North Carolina halten
US-Medien haben nun für alle Bundesstaaten Sieger ausgerufen: Georgia geht an die Demokraten, Trump kann North Carolina halten © AP/Carolyn Kaster
 

Der demokratische Herausforderer Joe Biden hat sich bei der US-Präsidentenwahl klar gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump durchgesetzt. Wie US-Medien am Freitagnachmittag (Ortszeit) berichteten, konnte sich Biden auch den Sieg im umkämpften Staat Georgia sichern und kommt damit in der Endabrechnung auf 306 Elektoren. Trump konnte demnach 232 Wahlleute sammeln.

Der republikanische Politiker habe sich demnach im Staat North Carolina durchgesetzt. In Georgia waren 16 Elektoren zu vergeben gewesen, in North Carolina 15. Biden war von den US-Sendern bereits am Samstagvormittag zum Sieger erklärt worden, als er mit den 20 Stimmen aus dem Staat Pennsylvania die erforderliche absolute Mehrheit im Wahlmännergremium kam. Trump weigert sich aber, seine Niederlage anzuerkennen. Die Prognosen wurden gut eine Stunde vor einem Auftritt Trumps im Rosengarten des Weißen Hauses präsentiert.

In am Freitagnachmittag (Ortszeit) verschickten Tweets stachelte der Amtsinhaber seine Anhänger zu Protestkundgebungen an. Er fühle sich ermutigt von "all der enormen Unterstützung da draußen, besonders auf Kundgebungen, die ganz natürlich überall im Land aufkommen", schrieb er. "Diese Wahl ist manipuliert gewesen", wiederholte Trump seinen Vorwurf. Er schrieb auch, dass er überlege, ob er bei der Demonstration am morgigen Samstag vorbeikomme "und Hallo sagt".

Wählerrekord und zurückeroberte Bundesstaaten

  • Eine klare Mehrheit der Wahlleute für Biden
    Biden gewann 306 der insgesamt 538 Wahlleute, die auf der Ebene der Bundesstaaten vergeben werden. Für einen Sieg brauchte er mindestens 270 Wahlmänner und Wahlfrauen - eine Schwelle, die er bereits am vergangenen Samstag überschritt. Genau 306 Wahlleute hatte 2016 auch der Republikaner Trump gewonnen, auch wenn ihm letztlich zwei Mitglieder des sogenannten Electoral College die Stimme verweigerten.
  • Stimmenrekord für Biden
    Biden und sein "Running Mate" Kamala Harris bekamen nach jetzigem Stand - noch sind nicht alle Stimmen ausgezählt - laut CNN rund 78 Millionen Stimmen - ein Rekord in der US-Geschichte. Den bisherigen Höchstwert hatte Barack Obama 2008 mit rund 69,5 Millionen Stimmen aufgestellt. Bemerkenswert ist, dass auch der Wahlverlierer Trump diese Zahl in diesem Jahr übertraf. Der Amtsinhaber kommt derzeit auf knapp 72,7 Millionen Stimmen.
    Das zeugt von der außerordentlichen Wählermobilisierung: In diesem Jahr haben - trotz der Corona-Pandemie - mehr Menschen gewählt als jemals zuvor bei einer US-Präsidentschaftswahl.
    Biden gewann nach jetzigem Stand landesweit mehr als fünf Millionen Stimmen mehr als Trump. Er kommt auf rund 50,8 Prozent der Stimmen und Trump auf 47,4 Prozent. Das spielt bei der Bestimmung des Präsidenten aber keine Rolle - entscheidend ist die Zahl der Wahlleute.
  • Die "Blaue Wand" steht wieder
    Biden eroberte die demokratisch geprägten Bundesstaaten Michigan, Pennsylvania und Wisconsin im Mittleren Westen zurück, die Trump 2016 bei seinem Überraschungssieg gegen Hillary Clinton gewonnen hatte. Er baute damit die sogenannte Blaue Wand aus Bundesstaaten wieder auf, die das Rückgrat für Wahlerfolge der Demokratischen Partei bilden. Blau ist die Farbe der US-Demokraten.
    Mit Arizona und Georgia eroberte Biden zudem traditionell konservatives Territorium. In Arizona gewann zuletzt 1996 mit Bill Clinton ein demokratischer Präsidentschaftskandidat, in Georgia zuletzt 1992, ebenfalls Clinton.
  • Eine Wahlschlappe, aber kein Debakel für Trump
    Der Republikaner konnte im Vergleich zu 2016 keinen Bundesstaat hinzugewinnen. Er verteidigte aber mit Florida, Iowa, North Carolina und Ohio mehrere umkämpfte Swing States und machte Hoffnungen der Demokraten auf einen Erfolg in der Republikaner-Bastion Texas zunichte. Auch die gewaltige absolute Zahl der Trump-Wähler zeigt, wie beliebt der Präsident in breiten Bevölkerungsschichten ist.
  • Gemischter Wahlausgang im Kongress
    Im US-Senat mit seinen 100 Mitgliedern ist die künftige Mehrheit noch offen: Nach jetzigem Stand kommen Trumps Republikaner auf 50 Senatoren und die Demokraten auf 48 Senatoren. Den Ausschlag geben werden zwei Stichwahlen in Georgia Anfang Januar. Bislang hatten die Republikaner 53 Senatoren und damit eine Mehrheit.
    Im Repräsentantenhaus mit seinen 435 Abgeordneten konnten die Demokraten ihre Mehrheit zwar verteidigen. Sie verloren aber einige Mandate an die Republikaner.

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Danke für Ihr Verständnis.

gehtso
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er war

ein schlechter Präsident und er ist ein noch schlechterer Verlierer.
Und für den guten BJ im britischen "Weltreich" schaut's auch nicht mehr so gut aus, kein Donald mehr, der ihm den Rücken stärkt, jetzt darf die EU keinen Millimeter nachgeben.

SoundofThunder
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Hey Trump!

Brauchst an Schnulla?

MoritzderKater
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ENDLICH IST ES AMTLICH

Das Verhalten von Trump ist unfassbar und nicht in Worte zu kleiden, ohne gegen die Netiquette zu verstoßen.

frogschi
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Freuen Sie sich nicht zu früh.

Es ist noch nicht amtlich, sondern noch immer eine Prognose und bisher nur medial "amtlich" gemacht.

frogschi
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Und trotz Daumen runter

sind dies die Tatsachen ;-)

SoundofThunder
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🤔

Ja,Trump könnte auf juristischem Weg durch die Hintertür Präsident bleiben.Aber da müssten die Gerichte,das Repräsentantenhaus und der Supreme Court mitspielen was nicht realistisch ist. Und selbst wenn:Dann gibt es eine Revolution in der USA. Das Volk hat gewählt und entschieden,aber Trump ignoriert das Ergebnis und klagt sich ohne Beweise vorlegen zu können ins Weiße Haus-das würde nicht gutgehen.

frogschi
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Denke genauso und dennoch

es ist nicht nicht amtlich. Oh, ich wiederhole mich.

horstale
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naja

Trump begann holprig, dann dachte man naja ist eine große Aufgabe... spätestens nach der ersten Corona Welle und dem weiteren Verhalten war jedem klar, ein Narr regiert die Staaten.