Der niederösterreichische Landtagswahlkampf treibt bisweilen seltsame Blüten. Zweieinhalb Wochen vor der Wahl am 29. Jänner wirbt die Landes-SPÖ für ihren Spitzenkandidaten Franz Schnabl als "der rote hanni" - eine Anspielung auf den Spitznamen von Landeshaupftrau Johanna Mikl-Leitner von der ÖVP. Das Netz hatte damit seine Freude.

Schnabls oben zu sehender Tweet ist eine Reaktion auf den internen Wahlkampfauftakt Mikl-Leitners in St. Pölten am Montag, der ebenfalls manche irritiert hatte:

Bei einer "persönlichen Erklärung" - ein Begriff, der meist für Rücktritte verwendet wird - gab Schnabl am Mittwoch eine neue Wendung bekannt: Die SPÖ Landespartei habe das Plakat als Witz auf die Parteiwebsite gestellt, um mediale Aufmerksamkeit zu erzielen. Es habe sich dabei aber um ein "Easter Egg", also eine versteckte, satirische Anspielung gehandelt - und die niederösterreichischen Medien in die Falle getappt, da kein Plakat gedruckt worden sei:

Finden Sie den versteckten Hanni?
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