Aktuelle UmfrageZwei Drittel wünschen sich Wiederantritt Van der Bellens

Kaum Enttäuschte, gute Noten und keine ernsthaften Gegenkandidaten. Einer Umfrage im Auftrag des "Standard" zufolge sagt eine große Mehrheit der Österreicher, dass Alexander Van der Bellen im kommenden Jahr wieder zur Bundespräsidenten-Wahl antreten soll. Brigitte Bierlein wäre die beliebteste Gegenkandidatin, 31 Prozent würden sich Ex-Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) wünschen.

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Wenn Bundespräsident Alexander van der Bellen im kommenden Jahr wieder antritt, ist ihm die Wiederwahl fast sicher. © APA/Helmut Fohringer
 

Kommendes Jahr steht wieder eine Bundespräsidentschaftswahl an. Amtsinhaber Alexander Van der Bellen hat sich zwar noch nicht festgelegt, ob er erneut antritt, er dürfte aber eine breite Mehrheit hinter sich versammelt haben. Einer Umfrage des Linzer Market-Instituts im Auftrag der Tageszeitung "Der Standard" zufolge, wünschen sich zwei Drittel der Österreicher, dass Van der Bellens Name wieder am Wahlzettel steht.

Das Market-Institut hat 820 repräsentativ ausgewählte Österreicherinnen und Österreicher zu diesem Thema befragt. Demnach wollen nur zwölf Prozent "sicher nicht", dass van der Bellen wieder Antritt. Am größten ist seine Zustimmung wenig überraschend unter Grünen- und Neos-Sympathisanten, am niedrigsten in der FPÖ-Wählerschaft.

Wiederwahl wäre fast sicher

Die Ergebnisse der Umfrage sprechen dafür, dass van der Bellen im Falle eines Antretens auch wiedergewählt werden würde, wird David Pfarrhofer, Leiter des Market-Instituts, zitiert. "Die Erfahrung der bisherigen Bundespräsidentenwahlen zeigt allerdings, dass Bundespräsidenten bestätigt wurden, wenn sie sich um eine zweite Amtszeit bewerben. Aber ob diese Bestätigung kommt und wie hoch sie allenfalls ausfällt, hängt natürlich davon ab, wer sonst noch antritt", sagt Pfarrhofer.

Bierlein, Anschober und Bures

Noch ist nämlich nicht nur unklar, ob Van der Bellen antritt, sondern auch, ob und welche Gegenkandidaten zur Wahl stehen. "Der Standard" hat daher auch eine Liste an Namen abgefragt, die in diesem Zusammenhang genannt werden, und die Zustimmung und Ablehnung gegenübergestellt.

Die erste Gegenkandidatin Van der Bellens wäre der Umfrage zufolge Brigitte Bierlein. 34 Prozent der Befragten wünschen sich eine Kandidatur der Bundeskanzlerin der Expertenregierung. Dennoch sagt knapp mehr als die Hälfte, sie solle nicht antreten. Hinter Bierlein folgen Ex-Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), die zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), Irmgard Griss, die schon 2016 angetreten ist und knapp am Einzug in die Stichwahl gescheitert ist und danach für die Neos in den Nationalrat einzog, und Ex-FPÖ-Chef und Van der Bellens Gegenkandidat in der Stichwahl, Norbert Hofer.

Gutes Zeugnis für Van der Bellen

Hauptgrund für den großen Wunsch einer Wiederkandidatur van der Bellens ist die gute Bewertung seiner Amtsführung. Zu tun gab es ja genug rund um das Ibiza-Video, die Expertenregierung und die Corona-Pandemie. Jeder siebte Befragte der Market-Umfrage stimmt den Aussagen zu, Van der Bellen "bemüht sich um die Interessen der Republik" und "ist ein Bundespräsident für alle". Auch die Überparteilichkeit und sein Ansehen im In- und Ausland werden hervorgehoben. Die große Zustimmung ist aber nicht einstimmig. Etwa ein Viertel ist vom Bundespräsidenten enttäuscht, gut ein Fünftel sieht die Anliegen seiner Wähler verraten.

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Danke für Ihr Verständnis.

wischi_waschi
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Frage

Also ich bin nicht gefragt worden.
Wen Wolfgang Sobotka eine Empfehlung abgibt, ja dann weiß ich sicher , wen ich zu wählen habe.
Aber ich bleibe weiter hin der Meinung , wir brauchen keinen Bundespräsidenten .......
Außer Spesen nichts gewesen.

argus13
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Wie viele

GrünInnen wurden hier befragt? Ich kenne niemand, der den greisen BP nochmal wählen würde. Wo woa sei Leistung?- Gassi gehen und rauchen, reisen immer mit seiner lachenden Frau, ... Echt gewählt wurde er von ca 30% der Wähler. Er hat sich nicht fair und objektiv verhalten. Seine Aufgabe wäre es gewesen, den UA IBIZA in die richtigen Bahnen zu lenken, diese armselige Schlammschlacht zu verhindern, indem er alle Parteien maßregelt, sie mögen sich auf den eigentlichen Grund besinnen. Seine grüne Gesinnung hat er nicht verhehlt (Justiz!). Hat in der Pandemie geschwiegen und die Regierung mit allen Akteuren zwischendurch nicht gelobt. Wichtige Besuche wie von Malediven empfangen. Dazu sind 80 Mitarbeiter und Mio € zu viel. Wir brauchen keinen BP, die Schweiz hat auch keinen und es geht gut!

si1976
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argus

Hier wurden 820 Grüne befragt, davon 546 mit Migrationshintergrund. Anders kann ich mir es auch nicht erklären.

ordner5
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Einspruch.

Darf ich einwerfen, mich und meine Frau die liebe Fanny wurden nicht gefragt. Danke!

hausverstand58
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Wen haben die da gefragt?

Ich kenne niemand, absolut niemand, der diesen Herren noch einmal als Bundespräsidenten haben will.

UHBP
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@haus...

Kennst du jemanden mit Hausverstand??
Ja, unter den Rechten ist er nicht so beliebt

Hgs19
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Nicht mein Präsident

Die Parteilichkeit und das Einmischenden die Politik (außer es geht um die Grünen) ist ein NOGO für einen „Bundespräsidenten für alle“...

Bummelantin
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2 Drittel ohne mich

Weiß nicht so recht, mich hat er nicht "abgeholt" der Präsident für alle