Karl Schmidhofer hat üblicherweise immer den gleichen Weg vor Nationalratssitzungen: Die Anreise aus Murau einen Tag davor, der Weg in den Parlamentsklub, Erledigung etwaiger Arbeit und anschließend ein Spaziergang am Wiener Graben im 1. Bezirk, gerne auch mit Kollegen um sich auszutauschen. Schmidhofer beschreibt die gestrige Abendstimmung: "Es war richtig lau mit 17, 18 Grad - es war einladend, noch draußen zu verweilen." Gestern durchbrach er aber seine Routine, in der Retrospektive ein "Riesenglück". Dazu beigetragen hat ein eher lästiges Event, ein Stau, in dem er eine Dreiviertelstunde verbringen musste. Genau diese Verzögerung führte aber dazu, dass er am Museumsquartier parkte und in sicherer Entfernung ausharrte.

Noch dazu kam, dass er ausnahmsweise nicht in einem Innenstadthotel einquartiert war, sondern etwas außerhalb. "Gestern hatte ich wirklich einen Riesen-Segen." Er sei aber mit den Gedanken bei den Opfern und deren Angehörigen. Zudem sprach er der Polizei seine größte Hochachtung aus: "Da kann man sich in Österreich darauf verlassen."