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GästeregistrierungWo ist da die Digitalisierungshauptstadt?

Die Stadt Wien drängte auf die Gästeregistrierung, an digitale Tools zur Erhebung der Daten hat man aber nicht gedacht.

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Es gibt eine Stadt-Wien-App, eine Sag’s-Wien-App, eine Wiener-Märkte-App, eine Cooles-Wien-App und einen Wien-Bot. Warum es so viele verschiedene Anwendungen für Informationen braucht, die man großteils auch googeln kann, hat mir bislang noch keiner erklären können. Offenbar spielt die ständige Erweiterung des App-Portfolios aber eine wesentliche Rolle am Weg zur “Digitalisierungshauptstadt”, von der vonseiten der Stadtregierung so oft die Rede ist.

Mit der Einführung der Gästeregistrierung in Gastronomiebetrieben in dieser Woche hätte die Stadt die Chance gehabt, ihre digitale Kompetenz tatsächlich unter Beweis zu stellen. Stattdessen wurde ein Formblatt präsentiert, auf dem sich die Gäste handschriftlich eintragen dürfen. Diese Form der Erhebung hat für alle Beteiligten nur Nachteile, allen voran für die Betriebe, die eine Zettelwirtschaft auf sich zukommen sehen. 

In Deutschland gehört die Gästeregistrierung in Bars und Restaurants längst zum Alltag, auch digitale Tools dafür haben sich bewährt. Darfichrein.de etwa kooperiert mit der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), wo die erfassten Informationen verschlüsselt gespeichert und nach 28 Tagen gelöscht werden. Nur bei einem bestätigten Corona-Fall werden die Daten ans Gesundheitsamt weitergeleitet.

Die Österreichische Hoteliervereinigung bietet diese Lösung nun auch hierzulande für Betriebe an. Weitere gebührenpflichtige Tools wie Gastroliste, EasyTrace oder Corona-Registrierung.at sind ebenfalls bereits verfügbar. Die Stadt Wien stellt inzwischen Musterformulare zum Download zur Verfügung. Aber wer weiß, vielleicht wird ja schon an einer eigenen App gearbeitet.

Wien.memo

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