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Was zähltVerwaltungsexperte Matzka: "Bei Kurz hört man den Sand rieseln"

Manfred Matzka, der langjährige Präsidialchef des Kanzleramts, lässt seine Karriere bei Peter Pelinka Revue passieren.

 

Manfred Matzka war 16 Jahre lang Chef der Präsidialsektion des Bundeskanzleramts – und damit einer der höchsten Beamten der Republik. „Nahe am Zentrum der Macht“, wie er es selbst im Kleine Zeitung-Talk mit Peter Pelinka formuliert – oder, etwas derber, als „Hausmeister des Kanzleramts“.

Genau deren Rolle, jene der „Hofräte, Einflüsterer und Spin-Doktoren“, also der Zuarbeiter der Regierenden, hat Matzka in einem soeben im Brandstätter-Verlag erschienen Buch aufgearbeitet. „Seit Maria Theresia gibt es die Rollenverteilung am Ballhausplatz, wie sie heute ist“, sagt Matzka sagt. Von den Beratern der Kaiserin über die Juristen, die Dollfuß mit dem Kriegswirtschaftlichen Ermächtigungsgesetz ermöglichten, die österreichische Demokratie auszuschalten bis zum Kabinett des „Sonnenkönigs“ Kreisky spannt Matzka den Bogen über 300 Jahre Geschichte.

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Und aktuell? „Seit 2000 kann man nachzeichnen, dass die Bürokratie an Macht verliert“, analysiert der ehemalige Spitzenbeamte: Der Inhalt des politischen Betriebs trete gegenüber den Verkäufern desselben, gegenüber der PR, in den Hintergrund. Damit kämen jene an die Macht, die die Fertigkeit hätten, die Dinge zu verkaufen – etwas, was die Bürokratie von sich aus kaum könne.
„Wir haben heute in der Spitzenpolitik viele Leute, die nie einen Beruf erlernt haben“, sagt Matzka, selbst SPÖler, der von Klima bis Faymann unter vier SPÖ- und einem ÖVP-Kanzler (Wolfgang Schüssel) gedient hatte (und Übergangskanzlerin Brigitte Bierlein als Sonderberater) – „die sind von sich aus auch weniger bereit, Leute um sich zu scharen, die ihnen gefährlich werden könnten“.

Amtsinhaber Sebastian Kurz (ÖVP) attestiert Matzka „aus der Ferne“, der Bürokratie zu misstrauen – zu Unrecht, wie der Jurist findet: „Die Beamten wissen, was Verwaltung und was Politik ist“, würden ihre Aufgaben unabhängig davon erfüllen, wer gerade Kanzler sei.
Trotzdem hätte Kurz mit seinem „hypertrophen“ Kabinett und Stabsstellen eine Parallelstruktur zur Beamtenschaft gebaut – zwei Organisationen in einer, die nun gegeneinander arbeiten würden. „Man hört den Sand rieseln“, so Matzka.

Kommentare (54)

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TrailandError
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Dieses

Kastldenken da im Forum ist teilweise furchtbar! Was zählt ist doch das Interesse daran was der andere denkt. Es weitet den Geist, schafft Verständnis für den politischen Mitbewerber, ganz egal wo man selber steht. Im Idealfall ist man ein bisserl gescheiter. Jedenfalls nur so funktioniert Demokratie.....

ka1720ka
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SPÖ-TV?

Liebe Kleine Zeitung,
vielleicht überdenkt ihr dieses Format noch einmal, denn die Schlagseite ist für ein seriöses Medium mehr als bedenklich.
Hier wird eine Neutralität vorgespiegelt, die es nicht gibt.
Ein Interviewer mit SPÖ-Nähe plaudert mit SPÖ-Mitgliedern und Sympathisanten (Androsch, Steinhauer, Matzka,...) und gesponsert wird das ganze dann noch rein zufällig von der Wiener Städtischen, die ja für ihre Nähe zur SPÖ (Faymann, Ostermayer, Stessl,...) bekannt ist.

WASGIBTSNEUES
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Unter keiner SPÖ Regierung

hat es soviel Chaos wie unter der Zeit von Kurz&Co.
Ein Finanzminister der lieber Wahlkampf für eine Position macht auf die er ohnehin keine Chance hat.
Ein Studienabbrecher welcher bisher nur von Staatskosten lebt und keinerlei Ahnung hat was er tun soll und laufend Lügen verbreitet.
Ein Koalitionspartner, der nur des Futtertrogs wegen, gegen all für das was er bisher stand den Mund hält etc.
Soviele Richter werden wir nach Ende dieser Ära gar nicht haben was dann noch abzuarbeiten sein wird

Irgendeiner
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Genau, wir wollen die Dauerselbstbelobigungen

eines Studienabbrechers in Endlosschleife,schon damit wir den hübschen Haarhelm bewundern können den ich zahlen darf,man lacht.

soge
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Endlich wieder

HabSieschonvermisst

helmutmayr
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Früher konnte man

sich auf die Ministerialbürokratie - im positiven Sinn, vereidigt auf den Staat, Ministern verschiedenster Coleure dienend - verlassen. Waren die Minister noch so unbedarft, es funktionierte. Heute bringen die Kasperln ihre eigenen Krkodile mit. Und das machts so gefährlich.

helmutmayr
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Positives Beispiel.

Expertenregierung. Wäre jetzt auch gefragt. Mit Expertise geht's eben besser als ohne.

heri13
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Was hat die Expertenregierung positives geleistet?

Sie hat überwiegend nur die kurz Politik wiedergemacht.
Der nunmehrigen und ehemalige Außenminister zeigt ,jetzt sein wahres Gesicht.

seinerwe
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Linientreu

Kurz hat in einem Geniestreich Altlasten abgeworfen - Bünde, Länder, Einflüsterer. Die früher "Mächtigen" sind über Nacht zahnlos geworden und wollen jetzt ein bißchen beissen.

migelum
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Starke Orthographieleistung ...

.... bißchen (sic!) beissen(sic!) ...

Monolog75
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@seinerwe

Der Maturant ruiniert gerade im engen Schulterschluss mit einem Volksschullehrer die Wirtschaft und die Zukunft unseres Landes

seinerwe
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Akademiker

Die formelle Bildung ist kein Garant für beruflichen Erfolg. Es gibt unzählige Akademiker die es zu nichts gebracht haben. Einige österreichische Spitzenmanager haben keinen akademischen Grad oder erst später einen erworben.

Monolog75
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@seinerwe

Na dann viel Glück, wenn eure nichtakademischen "Virologen" einen Impfstoff entwickeln werden!

DergeerderteSteirer
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Vollkommen richtig beschrieben von dir @seinerwe, ....................

da sind wichtiger Dinge wie nur formelle Bildung nötig, ein gesunder Charakter..........logischer und realistisch anwendbarer Hausverstand........... angeborene Begabungen und Intelligenz........... uvm.
Als reiner beim "Popscherl" vorgeschobener oder auch hineingeschobener "Theoriefuzzi" stößt ohne menschlichen Grundeigenschaften schnell an die Grenzen !!

Monolog75
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DergeerdeterSteirer

Die Zahl der Nichtakademiker, welche wirklich bahnbrechende Fortschritte gebracht haben, hält sich in überschaubaren Grenzen. Gerade im medizinischen Bereich sind ein nur gesunder Charakter, Hausverstand und angeborene Begabung zwar hilfreich, aber letztendlich nicht ausreichend, es sei denn, man will sich in die Hände von Quacksalbern begeben. Kurz hat keine Berufsausbildung, den "gesunden" Charakter dieses Herrn bezweifle ich und Anschober ist ein echter Dilettant als Volksschullehrer im Gesundheitsministerium. Ein Mindestmaß an fachlicher Kompetenz sollte man da schon mitbringen.

crawler
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Herr Matzka

mag recht haben. Aber - in der Zwischenzeit ist einige Zeit vergangen und die sozialen- sowie alle elektronichen Medien haben einen Umbruch gebracht. Wenn sich in einem Ministerium ein Kieselsteinchen bewegt, ist es bis es in der Zeitung steht schon eine Steinlawine. Heutzutage ist nirgendwo mehr etwas mehr sakrosankt. Schon garnicht in der Politik. Ein anderes Beispiel? Unfälle. Es wird gegafft und fotografiert und wie ich letzthin gelesen habe, zahlt eine Zeitung pro Bild (wenn es veröffentlicht wird) € 50.- im Archiv verschwindet es jedenfalls, weil man ja mit der Zusendung automatisch seine Rechte abgibt. Herr Kurz wird aus seinen und aus anderen Fehlern eben gelernt haben. Abgesehen davon, denken Jungpolitiker eben anders wie alte Polithaudegen.

Irgendeiner
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Ja,crawler,nichts mehr ist sakrosankt,

nicht Menschenleben,nicht Kindeswohl und deshalb will ich was rausschmeißen,hochkant.

crawler
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Wirst dich

aber wohl oder übel noch einige Zeit damit abfinden müssen.

Irgendeiner
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Ach weißt Du,crawler,

the harder they come, the harder they fall,one and all.Hat sich immer als richtig erwiesen,denk an Strache.

kleinalm
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Zurecht!

Recht hat der BK....

lapinkultaIII
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"daß die Bürokratie an Macht verliert"

Und was, mein guter Mann, soll daran schlecht sein?

Lupoo
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Das es immer mehr

Verordnungen und Gesetze gibt, die vom VfGh aufgehoben werden, weil diese Regierungs-Dilettanten mit ihren Generalsekretären unfähig sind etwas ordnungsgemäß zu erledigen.

Mezgolits
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"Nahe am Zentrum der Macht", ...

Vielen Dank - ich meine: Morgen am Sonntag 27.09. ab 22:00 Uhr:
"Im Zentrum - in ORF 2": Können interessierte Personen zusehen,
wie willige Personen, den unrechtlichen StGB § 78 - eliminieren
werden. Stefan Mezgolits, Erfinder und Erstantragsteller

Gelernter Ösi
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Das Absurde ist ja

dass der Parallelverwaltung im Kanzleramt auch wieder nichts besseres einfällt, als die Verwaltung auf die Spitze zu treiben. Siehe Corona.

Lodengrün
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Das braucht es doch

mit was sonst will man die Leute an der Stange halten. Da gibts 4, 5 Themen die jeweils mit dramatischer Untermalung gekaut werden.

Irgendeiner
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Naja,Matzka ist ein guter Staatsrechtler und ein Praktiker nahe der Macht ist er auch,aber dafür zu sehen daß ein Inkompetenter Schwafel- und Werbestrukturen an den Sachfragen vorbei aufbaut,hätte ich ihn nicht gebraucht,daß kann man auch von außen sehen, Cui bono ist der Eigennutz und der Eigennutz ist bei Basti.Auf dem ganzen Planeten hat sich keiner, auch kein habilitierter Virologe, dazu verstiegen zu behaupten er hätte eine Pandemie im Griff,dazu brauchte es einen Basti.Aber mich interessiert was,was damit zu tun hat,ich mein ich hab

hier vom ICU-Overflow und dem potentiellen Zusammenbruch des Krankensystems,ist übrigens noch nicht ausgestanden,geredet als Basti noch lieber den Schützer der Alten und Siechen gab anstatt Tacheles zu reden,Eigenwerbung,der shutdown war nicht für die Alten, das ist Mumpitz.Naja und er hat dann,zu meinem Erstaunen,nach der Maßnahme das Schreckensszenario erzählt,daß bei einem Overflow gekommen wäre,jeder wird einen kennen,der schaumschlägt jedenfalls.Ich hab gesehen wieviele das entsetzt hat,während mich nur das hinterher erstaunt hat,ich habs so gelesen, daß er, weil das Ding ja Latenzen hat,sich absichert,falls doch was passiert.Jetzt erfahre ich,die Deutschen hatten seit Ende März ein Papier,wo man genau mit so einem Plan, Ökonomen natürlich, der Angstmache anstatt der Aufklärung,eine Angstpropaganda vorbereitete,auf die Merkel aber verzichtete.Die Frage die ich habe ist, gabs sowas bei uns auch,von irgendeinem Spinn(!)-Doktor.

 
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