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AbwärtsspiraleSPÖ erstmals unter 20 Prozent, Strache-Partei würde scheitern

Strache käme mit einer eigenen Partei nur auf drei Prozent. Erstmals seit 1945 liegt die SPÖ in einer Umfrage unter 20 Prozent.

 RENDI-WAGNER
RENDI-WAGNER © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Die Nachwahl-Turbulenzen der Nationalrats-Verlierer schlagen sich in den aktuellen Umfragen nieder. In einer Research Affairs Institut-Umfrage für die Tageszeitung "Österreich" kam (bei einer Schwankungsbreite von drei Prozent) die SPÖ nur mehr auf 19 Prozent - und die FPÖ lag mit 15 gleichauf mit den Grünen. Eine "Strache-Partei" des Ex-FP-Chefs käme demnach mit drei Prozent nicht ins Parlament. Die ÖVP kam - unter den 1.000 Befragten - auf 38 Prozent, die NEOS auf neun.

63 Prozent der Befragten sprachen sich für den Rücktritt von Pamela Rendi-Wagner als SPÖ-Chefin aus, 31 Prozent meinen, Hans-Peter Doskozil wäre der beste SPÖ-Chef, deutlich vor Rendi-Wagner und Doris Bures.

Die aktuell die Möglichkeiten ihrer Zusammenarbeit sondierenden Wahlsieger ÖVP und Grüne sind mittlerweile recht klar die Wunsch-Koalitionspartner: 29 Prozent der Befragten präferierten Türkis-Grün - und nur mehr 25 Prozent (drei Prozentpunkte weniger als vorige Woche) Türkis-Blau.

Kommentare (27)

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homerjsimpson
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Mit Bures sinds dann gleich nur mehr 15%.

Ob das dann noch Gesundschrumpfen ist oder Schlimmeres....

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mapem
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1 … Die Theorie besagt ja, dass die Saurier durch einen cosmic impact wegradiert wurden …

Zum Glück hat sich der Mensch da unabhängig gemacht – abermillionenfache kleine tägliche „brain impacts“ sind zwar gemein, weil der Meteor, der da daherrauscht, lediglich abstrakt ist – ich bin aber mittlerweile schon guter Hoffnung, dass das Resultat den Vergleich mit dem Schicksal der Saurier locker bestehen wenn nicht toppen wird … na ja, weg ist weg – ist also wuascht.
Wie auch immer – in einer gewissen Art ist´s ja direkt interessant, dem langsamen aber beharrlichen, nahezu sturen Zerbröseln unserer sgt. westlichen Kultur inkl. Humanismus, Aufklärung, Emanzipation & Co. zuzusehen.

Weil grad Staatsfeiertag ist – als damals Figl sein „Österreich ist frei!“ vom Balkon rief, läutete er damit auch zugleich sowas wie eine gesellschaftspolitische Revolution ein, die sowas in der Art einer Demokratie mit sozialer Ausprägung – also auch die unteren „Stände“ auf der Hühnerleiter – im Zentrum einer gesellschaftspolitischen „Mission“, wenn man so will, hatte. Und weil der Schock pfeifender Granaten, brennender Städte und knurrender Mägen noch im Hinterkopf saß, waren die Voraussetzungen nicht schlecht, um das Zusammenarbeiten in der Sozialpartnerschaft von beiden Seiten auch zu ermöglichen – wenn nichts bzw. wenig da ist, fällt das Teilen eben leichter.

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mapem
18
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2 … Aber wie es eben so ist –

und wie es auch immer sein wird: sobald der erste kleine Kuchen da ist, beginnt das Menscheln und die Keilerei um die besten und größten Stücke. Die Sozialdemokratie hatte zu dieser Zeit gute Protagonisten vorne stehen – und mit dem wirtschaftlichen Aufschwung auch Leute, die das, was man soziale Durchlässigkeit oder Chancengleichheit nennt, im Fokus ihrer politischen Agenda. Ich gehöre zu dieser Generation, die davon profitieren konnte – allerdings war es noch jene Zeit, als das Motto noch jenes war, dass von nichts auch nichts kommt, wenn man nichts dafür tat.

Zum Glück herrschten noch nicht jene fatalen Zustände in der roten Bildungspolitik, die uns letztendes heute Wahlergebnisse bescheren, wo Arbeitnehmer die Ministranten des neoliberalen Trumpismus wählen, um deren Profite abzusichern und weiter zu garantieren – absurder geht´s da wohl nimmer.

Aber wenn man allumfassende Inklusion in der Bildung zum Leitmotiv erklärt – zugleich den Leistungsanspruch auf Null fährt, indem man einen Fleck zum „No-Go“ definiert und „Matura für alle!“ ausruft, kommt da eben, was da kommen muss: die Demokratie kollabiert, da immer mehr Kreuzler am vegetativen Niveau einfachen Bohnenkrauts rumkrebsen.

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mapem
19
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3 … Im Ernst – wenn die „Wahlprodukte“ sogenannter Demokratien Trump, Bolsonaro, Orban, Erdogan, Boris Johnson etc. – und bei uns „Prinz Gestus von der fuchtelnden IV-Hand“ heißen – und ein Zackzackzack-Moviestar 44.000 Vorzugsstimmen abräumt - müsste man eigentlich schon über intellektuelle Zugangsbeschränkungen zum Wahlrecht diskutieren.

Tja – die Roten fahren da grad ordentlich die Ernte einer Politik ein, die damals begann, als man sich offenbar mit dem Unternehmertum verwechselte und als Pensionsparkplatz für ehemalige Parteichefs und Funktionäre Gazprom und Siemens in der Rückhand hatte – quasi die „Verschröderung“ der Sozialdemokratie. Hinzu kommt noch diese kuriose Facette der Psychologie, dass der kleine Mann offenbar keine Probleme damit zu haben scheint, wenn alle anderen Big Player, außer jene der roten, sich mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln sich an jedem möglichen Trog den Ranzen vollschlägt: dem Haider zündens heute noch Kerzerl an und feiern ihn als den „Robin Hood“ Kärntens, obwohl er den Steuerzahlern eine 13-Milliardenkante ins Sparschwein sprengte … und wenn irgendein Schwarzer ins pensionäre Konzern-Aufsichtsrats-Ausgedinge wechselt, ist das auch vollkommen okay – gell.

Bei den Roten geht sowas nicht – der kleine Mann möchte am liebsten, dass die dann von Sozialhilfe leben und nur mehr im Soma einkaufen können. Da hat man sich offenbar doch zu weit von jenen entfernt, die man vertreten möchte … und wenn man dann auch noch essentielle Paradigmen über Bord wirft und zahllosen Opportunisten die Möglichkeit bietet, sich am Futtertrog ohne Leistung gütlich zu tun, kommt dann eben das, was kommen muss – ita est.

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mapem
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4 … Ich muss da auch immer schmunzeln,

wenn sich Leute über den nackten Wahnsinn im Weißen Haus echauffieren und wie man sowas wählen kann – und zuhause wählt der Hackler dann selbst das fuchtelnde Slimfit-Testimonial vom Didi Mateschitz und Heidi Horten-Förderverein … jeden Tag Satire pur – allerdings nicht am Kabarett-Kanal, sondern in den Nachrichten.

Tja – man ist genau dort, wo man´s Manderl haben möchte: im Stadium des sich ständig vergrößernden Analphabetismus – und über Facebook, Twitter, App&Co. drohnengesteuert … gut so.

In diesem Sinne: Wünsche allen einen schönen Nationalfeiertag!

Land der Zwerge,
Land der Dome,
Land der Hämmer,
Land der Gnome,
usw.

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redniwo
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Dank für die Lektüre mapem!

Das auffi abi Verhältnis der KommentatorInnen : auch hoffnungslos.

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mapem
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Ah schau …

meine Pawlowschen Rotbuzzeranten können noch immer nicht lesen?! … Hallo aufgewacht – meine Tante Edda geht in ihrem Vierteiler hier auch mit jener Farbe ins Gericht, auf die ihr immer reflexartig draufsemmelt … huhu … ihr müsst´s auch mal l e s e n!

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Balrog206
2
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Tja

So eine Niederlage kann schon ganz schön frustrieren ! Komisch ist es nur das man trotz überirdischer Intelligenz die Ursachen nicht erkennen kann ! Könnte sein das man halt in den 70-Anfang 90 igern stehen geblieben ist ! Und Neid ist auch ein schlechter Ratgeber aber wem sag ich das !!

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mapem
13
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Oh ja, Balli ...

bei meiner Version der Bundeshymne fühlst dich angesprochen - gell?!
Und schon issa da ...

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Balrog206
0
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Tja

Zwerge sind fleißige Leute , u d erhalten mit ihrem hart erarbeiteten Geld unser System , kommt nicht gut wenn du sie runter machst , aber auch das könnte ein Grund sein der euch die Verluste bringt ! Sag ja , du siehst es nur vom hohen Ross!

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mapem
12
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Ja weißt, Balli ...


ich brauch da kein hohes Ross, um einen Überblick zu haben, verstehst.
Und weißt, Balli, vermutlich hab ich schon a bisserl mehr in den Sozialtopf eingezahlt, als so manch Zwerge. Nur - und das scheint uns zu unterscheiden, Balli - ich möcht haben, dass das für die Zwerge bleibt ... während es offensichtlich viele Zwerge gibt, dies für jene auf den hohen Rössern haben wollen - is schon verrückt, gell Balli?!
Ist irgendwie diese hier omnipräsente Art von Logik, die an Pisa erinnert ... aber was erzähl ich da eigentlich einem Profi, gell Balli.
Und nein, Balli, jemanden nicht zu wählen, weil du meinst, dass der zu jenen gehört, der immer mit dir so lieb spielt, ist nicht klug ... ist mehr sowas wie sich ins Knie schießen ... oder hat's was mit dem Selbstwertgefühl zu tun?
Na ja - is eh wuascht, gell Balli ...

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Balrog206
2
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Auch

Ein Grund für eure Wähler Flucht ist , das ihr aus allen Ö Sozialfälle macht ! Den Ö gehts nicht so schlecht wie ihr das immer daherredet , aber das Geld verteilen ist ja eure Lieblings Aufgabe ! Beim einen Sackerl rein und beim anderen wieder raus !

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mapem
5
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Tja weißt, Balli …

wie du bemerkst, spiele ich ja hin und wieder - und wenn ich grad a bisserl Zeit hab – mit so kleinen niedlichen Provokateuren. Aber bei deinen ständigen behaviours out of context fehlen mir die inhaltlichen Anknüpfungspunkte – verstehst?!

Nun gut – ich könnt ja mal was schreiben, was du auch verstehst – das verkürzt das Procedere dann auch erheblich – zum Beispiel: Bahnhof

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redniwo
6
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Hoffnungslos

Wie lange dauert es wohl noch, bis endlich alle, wirklich alle derzeit sichtbaren FunktionärInnen dieser wahnsinnigen Partei Geschichte sind? Bis zu einem Neuanfang der Sozialdemokratie in Ö wird es wohl noch lange dauern. Jetzt haben die Kapitalisten und Schauspieler ihre Chance, und die werden sie auch kräftig zur Demontage der gewinnschmälernden Rechte der unselbständig tätigen nützen.

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georgXV
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???

in fast ganz Europa verliert die Sozialdemokratie (LEIDER) an Bedeutung und wird im wesentlichen nur mehr von alten Kadern und Rentnern / Pensionisten gewählt.
Sehr, sehr viele jüngere Menschen wählen heute eher "grün" als "rot".
Mit anderem Worten: das Konzept der Sozialdemokraten spricht (LEIDER) NICHT die Themen der Zukunft an bzw. kann diese NICHT glaubwürdig rüberbringen.

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Nixalsverdruss
2
21
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Die Österreicher sind grundsätzlich harmoniebedürftig!

Die SPÖ sollte sich schon fragen, ob es Sinn macht, auf Frontalkurs zu Sebastian Kurz und die ÖVP zu gehen. Viele erwarten sich, dass die SPÖ auch Verantwortung übernimmt - diese Perspektive fehlt (außer in Kärnten) - wer wählt schon eine Partei, die sich einigelt und nur im eigenen Saft schmort.
Aufbruch und Änderung wäre jetzt angesagt.

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Heimo Royer
11
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Die Realität

Schade für den politischen Diskurs, bedauerlich für die Opposition (etwas anderes bliebe der SPÖ nicht über) und trotz allem gut für Österreich.

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eston
11
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Von den Grünen lernen

und denn richtigen Mann an die Spitze stellen

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peter47
2
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Was hilft die richtige Frau bzw. der richtige Mann?

Wenn es an der Parteispitze keine Solidarität gibt.

Auch die Inhalte der sozialistischen Politik sprechen dzt. keine Mehrheit mehr an.

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mapem
14
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Wird schon wieder, peter …

´s Manderl braucht vorerst mal den Entzug sämtlicher sozialer Selbstverständlichkeiten – also quasi physisch eins mit dem Holzscheit drüberpaniert … und dann wird´s schon merken, was jetzt schon alles abmontiert ist und wird …
Ist der Lauf der Geschichte – schwimmt allerdings immer Fluss des Blutes und der Tränen daher … muss aber offenbar so sein – geht nicht anders …

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AMG55
29
60
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Stimmungsmache der Medien ist schon der Hammer

In Zukunft müssen wir nicht mehr wählen, die Medien werden bestimmen wer regiert.

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Think_simple
5
66
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Vernichtung

Und was ich nicht kapiere: die Vernichtung der SPÖ passiert von innen heraus, weil ein paar immer noch nicht kapiert haben dass Gewerkschaft und Betriebsrat alleine kein Wahlargument mehr sind, und das Abstecken der eigenen Pfründe nicht so gut ankommt, da gibt's weit mehr, da bietet die Zeit weit aktuellere Themen, die durchaus in die Kernkompetenz der SPÖ fallen würden. Lohndumping, ausufernde All-In Verträge, das Aufgehen der Lohnschere etc.
Aber, wie man sieht, gerade in der Steiermark passiert diese Vernichtung von innen sehr demonstrativ.
Gratulation, so wird es Schickhofer wohl auf Platz 4 oder noch darunter schaffen...

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gerhardkitzer
60
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Bitte nicht böse sein!

Wem nützt dieser Vernichtungsfeldzug der Medien gegen die SPÖ? Wenn wir dann in Verhältnissen a la Ungarn oder gar USA aufwachen wünsche ich euch allen viel Glück!

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Miraculix11
5
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Die Veröffentlichung einer Umfrage...

....ist schon ein Vernichtungsfeldzug :-)))

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Trieblhe
15
58
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Welcher „Vernichtungsfeldzug“

denn? Die SPÖ schafft das schon selber. Von den Medien wird sie eher nur unterstützt.

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derdrittevonlinks
42
32
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Innerparteilich ist mir das wurscht bei der SPÖ,...

... nur, ob sich gelebte Sozialität, quasi, man braucht soziales nicht wählen, in Österreich mental ausgeht, wagt man zu bezweifeln, selbst Grün muss man wählen, um es auf die Schiene zu bringen und mit Kurz als Kanzler, ist soziales ja eher auf dem Abstellgleis, nicht wahr!

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