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ÖH-WahlWahnsinnig überwältigte" Grüne, AG und VSStÖ im Glück

Freude fast allerorts nach den ÖH-Wahlen: Hochzufrieden sind vor allem die Grünen und Alternativen StudentInnen, die VP-nahe AktionsGemeinschaft und der Verband Sozialistischer StudentInnen. Die Wahlbeteiligung stieg leicht auf knapp 26 Prozent.

© APA
 

Wahnsinnig überwältigt" zeigten sich die Spitzenkandidatinnen der Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) angesichts ihres deutlichen Plus bei der Wahl zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH). Zufrieden gab sich auch die erneut stärkste Fraktion - die VP-nahe AktionsGemeinschaft (AG). Über ein Plus freute sich der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ). Die Wahlbeteiligung stieg leicht von 24,5 auf knapp 26 Prozent.

Klimaschutz muss endlich in Forschung eingebracht werden

Dass man an derart vielen Hochschulstandorten so gute Ergebnisse eingefahren hat, stimmte GRAS-Ko-Spitzenkandidatin Adrijana Novakovic "sehr erfreut". Die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit würden die Studenten stark beschäftigen: "Klimaschutz muss endlich in Forschung und Lehre eingebracht werden." Für die bisher bestehende linke Koalition zusammen mit dem Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) und den Fachschaftslisten (FLÖ) gibt es auch 2019 wieder eine Mehrheit. Außer dem Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) werde man aber mit allen sprechen, so die zweite GRAS-Spitzenkandidatin, Dietlinde Oberklammer.

Obwohl der Wahltermin zwischen der EU-Wahl und unmittelbar vor Christi Himmelfahrt "nicht gut gelegen ist", müsse man sich über das leichte Plus in der Wahlbeteiligung freuen. "Es heißt aber trotzdem, dass wir weiter daran arbeiten müssen, dass die ÖH sichtbarer wird. Das ist klar ein Auftrag an uns in den nächsten zwei Jahren", sagte Oberklammer.

Freude herrschte bei AG-Spitzenkandidat Dominik Ramusch, der das Plus von rund 2.500 Stimmen bundesweit heraushob: "Leider Gottes ist es aber kein zusätzliches Mandat geworden." Dass die linke Mehrheit halten werde, habe sich abgezeichnet, man werde trotzdem in den nächsten Wochen Gespräche führen. Die Chancen auf eine Beteiligung in der Exekutive könne er momentan nicht beziffern, so Ramusch. Auch wenn die Wahlbeteiligung nur um rund einen Prozentpunkt gestiegen ist, "muss man damit wirklich zufrieden sein".

Auch VSStÖ-Spitzenkandidatin Dora Jandl war mit dem Wahlabend "extrem zufrieden". Daran, dass das Ergebnis von 2017 nochmals übertroffen werden konnte, sehe man, "dass sich unsere Arbeit bezahlt gemacht hat". Über Koalitionspräferenzen gab sich Jandl zugeknöpft. Trotz des Termins zeige die Beteiligung, dass sich die Arbeit an den Unis im Wahlkampf tatsächlich bezahlt gemacht hat.

Für Desmond Grossmann, Spitzenkandidat der FLÖ, brachte der Abend ein deutliches Minus in Prozentpunkten und drei Mandate weniger als 2017. "Jetzt müssen wir auch fraktionsübergreifend das Beste daraus machen", so sein erstes Fazit. Unter Berücksichtigung des "sehr suboptimalen" Wahltermins zeigte sich Grossmann über das Plus bei der Wahlbeteiligung "doch sehr froh" und sprach von einer "Trendwende".

"Schade, dass die linke Mehrheit in der Bundesvertretung hält"

Der Spitzenkandidat der Jungen liberalen Studierenden (JUNOS), Nino Rohrmoser, zeigte sich angesichts des erneut zweistelligen Resultats erfreut. Nach dem 2017 bundesweit besten liberalen Ergebnis in Österreich überhaupt sei die Latte hoch gelegen. "Es war klar, dass es nicht einfach wird hier anzuknüpfen", so Rohrmoser gegenüber der APA: "Schade ist, dass die linke Mehrheit in der Bundesvertretung hält."

Dass angesichts der Wahlbeteiligung vielerorts Erleichterung herrscht, ist für Rohrmoser "eine Farce". Er habe erwartet, dass es hier ein Plus von "fünf, sechs Prozentpunkten gibt - die Leute sind enttäuscht von ihrer Vertretung", so sein Befund.

RFS-Spitzenkandidat Lukas Heim zeigte sich angesichts des gehaltenen Mandats trotz Stimmenminus "zuversichtlich, dass es in Zukunft besser wird" - auch angesichts der "aktuell sehr schwierigen Situation innenpolitisch". Donnerstagsdemos und Co hätten den linken Fraktionen diesmal möglicherweise in die Hände gespielt, sagte Heim.

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