AkademikerballGemäßigte Demonstration gegen blauen Ball

Die Polizei sprach von rund 1.600 Teilnehmern, deutlich weniger als in den vergangenen Jahren.

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Der Akademikerball hatte in der Vergangenheit für teils wütende Proteste aus dem linken Lager gesorgt © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Mit weniger Teilnehmern als in den Jahren davor ist die offizielle Demonstration gegen den freiheitlichen Akademikerball in der Wiener Hofburg Freitagabend zu Ende gegangen. 1.600 Teilnehmer hatten sich laut Polizei zur Schlusskundgebung auf dem Stephansplatz versammelt. Zu Sachbeschädigungen oder Festnahmen kam es vorerst nicht. Der Unmut entlud sich vor allem verbal gegen die Regierung.

Die Demonstration, zu der das Bündnis "Offensive gegen Rechts" geladen hatte, startete am frühen Abend wie in den vergangenen Jahren vor der Wiener Universität und führte über die Wipplingerstraße zum Stephansplatz. Rund um die Proteste war eine Sperrzone errichtet worden, die allerdings kleiner aus als in den Jahren zuvor ausfiel. Rund 1.900 Beamte waren im Einsatz, laut Polizei in etwa ein Drittel weniger als im Jahr 2018.

Akademikerball: Protest gegen blauen Ball

Akademikerball in Wien 2019

APA/Hochmuth

Akademikerball in Wien 2019

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Akademikerball in Wien 2019

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Amtshandlungen oder Sachbeschädigungen gab es laut ersten Angaben der Exekutive keine. Allerdings wurden vereinzelt pyrotechnische Gegenstände gezündet. Es dominierten Parolen gegen die türkis-blaue Regierung, wie etwa "Schießt den Strache auf den Mond, das ist Raumfahrt, die sich lohnt". Die Angaben der Veranstalter unterschieden sich wie zumeist von jenen der Polizei. Sie sprachen in einer Aussendung von rund 4.500 Demonstranten in der Wiener Innenstadt.

Auch bei der Schlusskundgebung entlud sich der Unmut vor allem gegen die "grausliche Politik" der ÖVP-FPÖ-Koalition. Rechtsextreme bräuchten ihre Ideologie nicht mehr zu verstecken, hieß es etwa. Im Visier stand vor allem Innenminister Herbert Kickl (FPÖ), der in den vergangenen Tagen mit seinen Aussagen zum Rechtsstaat für Kritik gesorgt hatte. Man habe einen Innenminister, der die drei Grundpfeiler der Demokratie infrage stellt, hieß es bei der Demo.

Gegen 19.30 löste sich zumindest die offizielle Demonstration nach und nach auf.

Insbesondere im Jahr 2014 kam es im Zuge der Proteste gegen den Ball zu zahlreichen Sachbeschädigungen und auch zu einer erheblichen Anzahl an verletzten Demonstranten und Polizisten. In den vergangenen Jahren hatte sich die Situation auf den Demonstrationen deutlich beruhigt. Zwar nahmen auch im Vorjahr (laut Polizei) bis zu 8.000 Personen an den Protesten teil, sie blieben aber ohne Zwischenfälle.

Bilder von den Demos im Vorjahr:

Akademikerball: Demonstrationen in Wien

Die Demonstrationen gegen den von der FPÖ ausgerichteten Akademikerball in der Wiener Hofburg sind am Freitagabend gegen 21.30 Uhr ruhig zu Ende gegangen.

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Auch die "Omas gegen rechts" waren wieder dabei.

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Die Polizei zeigte Präsenz.

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Es habe lediglich "einzelne Identitätsfeststellungen", aber keine Zwischenfälle oder Festnahmen gegeben, sagte Polizeisprecherin Michaela Rossmann.

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Zwischenzeitlich war die Zahl der Demonstranten laut Polizei-Zählung auf bis zu 8.000 Personen angewachsen, am späteren Abend löste sich die Versammlung dann rasch auf.

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Vizekanzler Strache mit seiner Frau Philippa 

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Christina Traar
Christina Traar
Christina Traar
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Sperrzone ab 17 Uhr

Die ab 17.00 Uhr geltende Sperrzone rund um den Heldenplatz fällt heuer daher auch kleiner aus als in den Jahren zuvor. Außerdem werden maximal 1.900 Beamte im Einsatz sein, laut Polizei in etwa ein Drittel weniger als im Jahr 2018.

Die Ringstraße selbst ist heuer vom behördlichen Platzverbot ausgenommen, was auch zu geringeren Verkehrsstörungen beitragen soll. Dennoch ist laut Polizei für den Nachmittag (ab ca. 16.00 Uhr) rund um die Innenstadt mit Beeinträchtigungen sowohl für den Individual- wie auch den öffentlichen Verkehr zu rechnen. Zu Verzögerungen kann es abschnittsweise auf der Ringstraße kommen, sowie auf den Ausweichrouten, aber auch bei den Zufahrten zur Staatsoper, zum Burgtheater und dem Rathausplatz. Die Citybuslinien 1A, 2A und 3A sind ab etwa 14.00 Uhr nicht in Betrieb. Bei den Straßenbahnlinien 1, 43, 44, 71 und D kommt es zu Änderungen auf den Routen.

"Offensive gegen Rechts"

Die angekündigte Demonstration des Bündnisses "Offensive gegen Rechts" startet um 17.00 Uhr am Schottentor bei der Universität und führt über die Wipplingerstraße zum Stephansplatz. "Zeigen wir erneut, was wir von den elitären, rassistischen, sexistischen, antisemitischen und homophoben Burschenschaftern halten. Zeigen wir, dass unser Widerstand kein Ende finden wird", heißt es im Demo-Aufruf. Man werde Schwarz-Blau "und ihren völkischen Burschenschaftern" "keine Atempause" lassen, so die Organisatoren. Erwartet werden laut Polizei "mehrere tausend" Demonstranten.

Die Ballveranstalter rechnen für ihr Event in der Hofburg mit einer Rekord-Besucherzahl. Ballorganisator Udo Guggenbichler berichtet im Vorfeld von einem großen Ansturm auf die Karten, Mit-Grund dafür sind seiner Meinung nach die in den letzten Jahren immer besser gewordenen polizeilichen Sicherheitsmaßnahmen rund um den Ball. Gleichzeitig betonte der Wiener FPÖ-Landtagsabgeordnete, er unterstütze natürlich das Demonstrationsrecht. "Aber ich rufe die Demonstranten dazu auf, von Gewalt abzusehen."

Unter den Ballgästen werden sich wohl wie schon in den letzten Jahren erneut prominente Vertreter der Regierungspartei FPÖ einfinden. Allen voran hat Vizekanzler und Parteichef Heinz-Christian Strache sein Kommen angekündigt. Auch die beiden Klubobleute Johann Gudenus und Walter Rosenkranz werden in der Hofburg erwartet. Und auch die dritte Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller dürfte wieder unter den Ballgästen sein. Zum zweiten Mal glänzt Norbert Hofer durch Abwesenheit.

Bereits am Vortag zum Ball entlud sich offensichtlich der Unmut gegen rechte Studentenverbindungen in Wien. Die Polizei meldete am Freitag mehrere Fälle von Sachbeschädigung im Zuge der wöchentlichen "Donnerstagdemo". Betroffen seien Vereinslokale von Burschenschaften sowie eine Polizeiinspektion.

Donnerstagsdemo

Rund 2.000 Personen nahmen laut Polizei bei der "Donnerstagsdemo" teil. Ziel der Attacken durch vorerst noch unbekannte Täter waren Objekte in Wien-Josefstadt. Hausfassaden wurden dabei durch rohe Eier und Damenbinden verunreinigt. Eine deutsche Fahne war mithilfe pyrotechnischer Gegenstände in Brand gesetzt worden.

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker verurteilte die Aktionen. "Diese Gewaltbereitschaft gegen Andersdenkende - vor denen ich bereits gewarnt habe - nimmt nun gefährliche Ausmaße an", meinte Hafenecker, der gleich das Staatsoberhaupt anrief: "Hier schlichtend einzugreifen und zur Ruhe und Besinnung aufzufordern, liegt in der Hand von Bundespräsidenten (Alexander, Anm.) Van der Bellen. Gerade dieser habe bei seinem Amtsantritt betont, Brücken bauen zu wollen".

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Danke für Ihr Verständnis.

joektn
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Hehe

Die linken Kampfposter Irgendeiner und mein Graz sind heute wieder in Bestform. Auffallend dass die sich immer nur dann melden wenn es um die FPÖ geht. ;)

Irgendeiner
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Ja,genau, ist meine Feigheit,

die dümmsten Gegner sind die leichtesten,man lacht.

Mein Graz
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@joektn

Hihi, da zeigt sich selektives Lesen.

Irgendeiner
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Wow, da war wer beim Stricherln seit gestern fleißig,

wenn ihr wüßtet wie sehr mich das amüsiert würdet ihr es nicht tun,aber ein paar gehen noch, Widerspruch ja nicht,man lacht.Ich will wieder mal die Hundert durchbrechen, strengt Euch an.

Irgendeiner
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Addendum:Ich hab gedacht, Du freust

Dich über Anerkennung,TWIMC,Leistung muß sich doch wieder lohnen,man lacht.

Hildegard11
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Ball

Ein Ball ist ein Ball und kein Politikum. Sind die Linken nicht fähig, auch einen Ball zu organisieren?? Soviel Hass und Intoleranz bei den Toleranten. Ach so: tolerant sind sie ja nur unter ihresgleichen.

duMont
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FPÖ Beamter

Es hat sich ein Mitarbeiter des Innenministerium bei dieser Demonstration ins sehr rechte Licht gerückt. Näheres steht auf der Homepage von Peter Pilz bei twitter.

Irgendeiner
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Nein,Du hast nicht zufällig einen Würstelstand,nein?

Also nein,bei mir ist das immer do ut des, ich geb Euch genauso viel Toleranz wie ihr armen Menschen auf der Flucht,genau genommen geb ich euch sogar mehr, denn ich würd Euch weder foltern noch ertrinken lassen und ich unterstell Euch natürlich auch kollektiv keinen Rechtsbruch,ich nenn Euch einzeln Gauner oder Teppen wenn ihr was tut,den Sachverhalten folgend nicht dem Vorurteile.Und ich will Euch auch nicht expatriieren wie so eine kleine Gudenus frech mich,aber ein bißchen verbales schurigeln muß drin sein, sonst ist da ja kein Lerneffekt,find halt ich.

wollanig
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Glauben Sie das eigentlich alles

was Sie da fabulieren oder lieben Sie nur das tägliche Erfolgserlebnis der so oft als möglich geposteten Propaganda gegen alles nicht linke?

Irgendeiner
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Fabulieren,sprachlich bring ich Euch zumindest weiter,man lacht,

dich stört meine Frequenz, aber in Mehrheit auf einen draufhauen hat dich nicht gestört,hat aber was miteinander zu tun.Und ich bin weder links noch mach ich Propaganda,ich stell Euch inhaltlich und ob ihr besteht ist Eure Sache,komm mit was Inhaltlichem und schauma,wolli.Und Wut ist keine gute Basis, wolli, ist aber deine Sache.

wollanig
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Paranoia auch nicht, irrgendwas

Vorallem, wenn man in jeder gegenteiligen Äußerung Wut erkennt. Das ist schon bedenklich. Leider bring ich Sie grammatikalisch nicht weiter, ist mir aber egal. Und fehlenden Anstand finden Sie eventuell noch irgendwo.

Irgendeiner
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Merkst Du eigentlich was Du da tust, wolli,

Du unterstellst mir 1) Geisteskrankheit 2) das schlechte Benehmen daß Du selbst gerade zeigst 3) einen Mangel den Du mir nicht nachweist und Du verballhornst meinen Nick, aber gezielt pejorativ. Und ich erkenne sicher nicht in jeder gegenteiligen Äußerung Wut,ich bin ein guter Beobachter, gibt auch Leute die da sehr ruhig fahren, aber bei Dir seh ich sie - und Du hast gerade das Prachtexemplar eines Belegs geliefert.
Denk drüber nach-bevor Du antwortest.

wollanig
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So

und jetzt ziehe ich mich aus dem Dunstkreis Ihrer ideologischen Blase zurück und begebe mich wieder in die Realität des wahren Lebens. Viel Spaß noch beim Tippsel oder baldigem Schlafengehen.

Irgendeiner
7
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Schlaf gut-

und denk nach.

Mein Graz
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Hafenecker ruft unseren BP auf...

Ich rufe unseren BP auch auf: unternehmen Sie etwas gegen Kickl und Konsorten, Kurz ist dazu zu schwach!

Die Gewaltbereitschaft (die ich absolut ablehne!!!) von ein paar linken Idioten finde ich wesentlich weniger bedrohlich als die Gefahr, die von den Rechten Recken in der Regierung ausgeht!

DavidgegenGoliath
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@Mein Graz

Die Linken „Idioten“, sind für mich wesentlich gefährlicher, als der Innenminister!
Ich bin mit seiner Arbeit sehr zufrieden!

Mein Graz
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@DavidgegenGoliath

Ich weiß.
Es gibt eben immer welche die die Augen vor der Realität verschließen und sich die Zeit vor 80 Jahren zurück wünschen.

DavidgegenGoliath
12
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@Mein Graz

Ich lebe in der Gegenwart, und freue mich auf die Zukunft!
Die Vergangenheit ist vorbei, und tangiert nicht mein Leben!

Mein Graz
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@DavidgegenGoliath

"Die Vergangenheit ist vorbei, und tangiert nicht mein Leben!"

Das brauchst du nicht zu betonen, das habe ich schon längst befürchtet.

Traurig, dass manche Menschen nicht fähig sind aus der Geschichte zu profitieren und dieselben Fehler in der Zukunft nicht wieder zu machen.

DavidgegenGoliath
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@Mein Graz

Niemand profitiert, aus der Vergangenheit!
Jeder Mensch, schreibt seine Geschichte, selbst!
Und erst am Ende unseres Lebens, wissen wir, ob die Geschichte, die wir selbst geschrieben haben, gut oder schlecht war!

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Nomen ist Omen

Alleine der Name entlarvt dich als schizophrenen Menschen. Mit offenen Visier würdest dich eh nicht zu Wort melden trauen.
Im Bockerer würdest den Schebesta gut abbilden.

X22
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Find den Denkfehler

Niemand profitiert, aus der Vergangenheit! -> Jeder Mensch, schreibt seine Geschichte, selbst!

Jeder Mensch, schreibt seine Geschichte, selbst!-> Niemand profitiert, aus der Vergangenheit!

Mein Graz
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@DavidgegenGoliath

Menschen die die Vergangenheit nicht kennen oder sie ignorieren lernen auch nicht daraus. Wenn man allerdings aus der Vergangenheit wirklich lernt, profitiert man für die Zukunft.

„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“
Wilhelm von Humbold, 1767-1835
oder auch ein Zitat von Hans-Friedrich Bergmann (1934-Heute): „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen. Wer die Gegenwart nicht versteht, kann die Zukunft nicht gestalten.“

Wenn du deine Geschichte wirklich selbst schreiben willst musst du dich auf eine einsame Insel begeben - denn sobald du mit anderen Menschen in Berührung kommst schreiben diese bei deiner Geschichte mit.

Ich warte auch nicht bis ans Ende meiner Tage um auszuloten, ob ich eine gute Geschichte schreibe. Ich lebe jeden Tag so, dass mein Leben nicht nur für mich einen Sinn hat - das ergibt im Endeffekt eine gute "Geschichte".

wollanig
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Sie halten sich

auch bestimmd für besonders gebildet, nicht wahr?

Mein Graz
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@wollanig

Nein.

wollanig
11
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Na dann

is gut.

 
Kommentare 1-26 von 41