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EuGHUrteilsspruch: Feiertagsentgelt nur für Evangelische EU-widrig

EuGH sieht Diskriminierung wegen der Religion. Privater Arbeitgeber könnte zur Zahlung an andere Arbeitnehmer verpflichtet werden. OGH ersuchte um Klarstellung.

++ THEMENBILD ++  KARFREITAG / OSTERN
© APA/ROLAND SCHLAGER
 

Ein Arbeitgeber in Österreich könnte laut EuGH verpflichtet werden, allen Beschäftigten unabhängig von ihrer Religion am Karfreitag ein Feiertagsentgelt zu zahlen. Der Gerichtshof betonte am Dienstag in seinem Urteil, dass die Gewährleistung eines bezahlten Feiertags nur für die Angehörigen der evangelischen Kirchen AB und HB sowie drei weiterer eine Diskriminierung wegen der Religion darstelle.

Hintergrund des Rechtsstreits (C-193/17) ist die Regelung in Österreich, wonach der Karfreitag nur für die Angehörigen der evangelischen Kirchen AB und HB, der Altkatholischen Kirche und der evangelisch-methodistischen Kirche ein gesetzlicher Feiertag ist. Nur Angehörige dieser Kirchen haben Anspruch auf ein Feiertagsentgelt, wenn sie am Karfreitag arbeiten.

Nun stellt der EuGH in seinem Urteil fest, dass ein privater Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet sei, auch seinen anderen Arbeitnehmern einen bezahlten Feiertag am Karfreitag zu gewähren

Kommentare (1)

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joschi41
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Karfreitag frei für alle! Einerlei ob kirchenangehörig oder nicht. Dafür die Donnerstag-Feiertage ins Visier nehmen, denn deren religiöse Sinnhaftigkeit ist in der Bevölkerung für die meisten Menschen verloren gegangen. Sollten sie für die Kirche unverzichtbar sein, dann den Umzug und die Himmelfahrt halt an einem Sonntag begehen.

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