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Thema PflegeDiesmal werden die Betroffenen eingebunden

Konzept soll bis Ende des Jahres stehen. Erhöhung des Pflegegeldes noch offen, ebenso die Frage, ob es zu einer Pflegeversicherung kommt.

NATIONALRAT: HARTINGER-KLEIN
Sozialministerin Beate Hartinger-Klein: Konzept soll bis Ende des Jahres stehen © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Ein Altern in Würde ermöglichen, Menschen zu Hause zu pflegen, pflegende Angehörige bestmöglich zu unterstützen - das formulierte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) als Ziel der Regierung.

Der heutige Tag solle der Start eines intensiven Pflegedialoges sein, mit Ländern, Gemeinden und allen Stakeholdern, also Institutionen, die mit der Pflege befasst sind. "Auch mit der Caritas", fragen wir nach? Auch mit der Caritas", antwortet Ministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ). Schließlich gehe es darum, best-practice-Beispiele zu sammeln und einzubringen, und dazu brauche man auch die heimischen Anbieter. Aber es werde auch eine Studie zu international erfolgreichen Modellen geben.

An folgenden Eckpunkten will man das Konzept aufstellen:

  • Pflegende Angehörige sollen besser unterstützt werden
  • Personal soll so ausgebildet werden, dass die nachhaltige Pflege sichergestellt ist
  • die Organisation von Pflege soll neu aufgestellt werden, so dass es flächendeckend bedarfsgerechte Angebote gibt
  • ein Schwerpunkt soll auf der mobilen Pflege liegen
  • die Finanzierung soll auf ein ordentliches Fundament gestellt werden
  • modernen Technologien sollen unterstützend eingesetzt werden

In Sachen Finanzierung scheiden sich noch die Geister. Hartinger-Klein ging merklich auf Distanz zur Idee der Pflegeversicherung: In Deutschland habe man keine guten Erfahrungen damit gemacht. Aber man werde sich das genau ansehen.

Pflegegeld: Erhöhung offen

Ob und in welchen Stufen das Pflegegeld angehoben wird, darauf wollte sich die Regierung noch nicht festlegen. Kurz sprach vom Bedarf insbesondere in den höheren Pflegestufen. Journalisten wandten ein, dass beispielsweise Volksanwältin Ingrid Korsesc darauf dringe, die niedrigen Pflegestufen anzuheben, weil dies den größten Effekt für die Unterstützung der Pflege zu Hause habe. Hartinger verwies auch hier darauf, dass man sich alles genau anschauen wolle, bevor man entscheide.

Zur bestmöglichen Ausbildung des Pflegepersonals gehöre auch eine Imagekampagne: Das Ansehen der pflegenden Personen müsse gehoben werden, junge Menschen müssten einen Anreiz haben, sich für diesen Beruf zu entscheiden. Gedacht ist auch an die Forcierung des freiwilligen sozialen Jahres in der Pflege.

 

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Danke für Ihr Verständnis.

echterdoc
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Pflege-Dialog

Endlich etwas ganz Neues von Frau Ministerin.

Als ob wir die hier genannten Forderungen nicht schon alle mehrfach gehört hätten. Auch diesmal wird es eine ehrliche und offene Diskussion darüber, was sich die Bevölkerung tatsächlich wünscht (61 % der 16–29 Jährigen und 85 % der 60+ Jährigen wollen bei Pflegebedürftigkeit im Alter nicht künstlich am Leben erhalten werden, Quelle: Roland Rechtsreport 2016) wohl wieder nicht geben. Niemand wird sagen, wie der Einzelne sein Selbstbestimmungsrecht um- und durchsetzt.

Niemand wird zugeben, dass Altenpflege und Altenbetreuung ein Milliardengeschäft ist, das es gilt auf dem Rücken der Patienten und ihrer Familien aufrecht und in Schwung zu halten.

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SoundofThunder
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Mein Gott wie lieb!

Diesmal werden die Betroffenen eingebunden! Wie Gnädig von dieser Regierung! Arbeitszeitflexibilisierung ,Arbeitszeitgesetz und die Sozialpartnerschaft lassen grüßen!

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Balrog206
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Sound

Nenne bekannte Problemfälle des neuen Arbeitszeitgesetzes ??? Außer das du eines hast ! Und deine Schattenregierung ( Sozialpartner ) ist gut das diese einmal in die Schranken gewiesen wurde , die glaubten ja schon selbst das sie die Regierung sind !

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SoundofThunder
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Balrog

Ihnen habe ich das AZG schon 20x offensichtlich vergeblich erklärt! Und dass das neue AZG an der Sozialpartnerschaft vorbei beschlossen worden ist ist Ihnen ebenso nicht geläufig.Reden Sie nicht von Angelegenheiten von denen Sie nichts verstehen!

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X22
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Wenn eine Person mehrmals auf gezielt gestellte Frage so antwortet, "dass man sich alles genau anschauen wolle, bevor man entscheide", lässt vermuten

man weiß nicht viel darüber.

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AIRAM123
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Internationalisierung der Pflege

? Aha ...

Dank der guten Frau werden die Pharma Konzerne bald das Sagen in der Pflege haben.

Wie ihn Deutschland wo es möglich war, dass die Pharmaindustrie ganze Pflegedienste gekauft hat (und sich so das Klientel gesichert hat)

Und natürlich wird das Pflegegeld nickt erhört! Wo kämen wir denn hin, wenn die Pfleglinge oder deren Angehörige sich selber besorgen könnten was die brauchen.

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