JugendschutzRauchen erst ab 18 erlaubt

Als Ausgleich für das scharf kritisierte Ende für das Rauchverbot in der Gastronomie wurde das Verbot eingeführt. Die Debatte ist damit aber noch nicht beendet.

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THEMENBILD: RAUCHEN / RAUCHVERBOT / RAUCHERGESETZ
© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Es war ein Zugeständnis in der Hoffnung, den Zorn etwas abzumildern. Weil die Bundesregierung sich nicht zu einem totalen Rauchverbot in der Gastronomie durchringen konnte und sich den Vorwurf mangelnden Gesundheitsbewusstseins nicht einhandeln wollte, wurde das Rauchverbot mit 1. Jänner von 16 auf 18 Jahre angehoben. Bereits im Mai trat ein Rauchverbot in Fahrzeugen, wenn Kinder mit an Bord sind, in Kraft.

Die neue Altersgrenze gilt auch bei der Verwendung von Wasserpfeifen, E-Zigaretten und E-Shishas. Auch der Erwerb und Konsum „harter“ alkoholischer Getränke ist österreichweit erst ab 18 gestattet. Die Regelungen finden sich in den Jugendschutzgesetzen wieder, auf deren Harmonisierung sich die Länder im April geeinigt hatten.

Die Bestimmungen werden allerdings nicht in allen Bundesländern zum selben Zeitpunkt in Kraft treten. In der Steiermark, im Burgenland, in Vorarlberg gelten sie wie vorgesehen ab 1. Jänner, in Wien ab Februar oder März. In Salzburg ist es der 1. März.

Debatte noch nicht vom Tisch

Ob damit die Raucherdebatte vom Tisch ist, ist nicht gesagt. Vor Weihnachten sollte der Verfassungsgerichtshof über die bestehenden Raucherbestimmungen in der Gastronomie entscheiden, das Urteil wurde auf das Frühjahr verschoben - mit offenem Ausgang. Die Stadt Wien, zwei Gastronomiebetriebe und eine jugendliche Nichtraucherin hatten sich an das Höchstgericht gewandt. Sie wollen erreichen, dass die Aufhebung des - eigentlich ab Mai 2018 verfügten - Rauchverbots in der Gastronomie durch die türkis-blaue Regierung gekippt wird. Seither darf unter bestimmten Voraussetzungen in Lokalen weiter gequalmt werden.

Am 5. Dezember führte der VfGH eine öffentliche Verhandlung durch, um Details im Zusammenhang mit dem „Tabak- und Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetzes“ zu erörtern. Die Antragsteller erläuterten dort, dass sie das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit verletzt sehen. Auch gebe es eine Ungleichbehandlung von Lokalen mit und ohne räumliche Trennung. Ebenso werde in die Erwerbsausübungsfreiheit von Arbeitnehmern eingegriffen.

Kommentare (7)
gerr
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Ich glaube kaum, dass es viel bringt.

Mir hat als Jugendlicher das Ambiente in diversen Lokalen nie gefallen.
Die Musik war schlecht, die Leute hüpfen komisch in der Gegend herum. Das was einfach nur fad.
Bei dieser Massen"kultur" ist es auch kein Wunder. Dann treffen sich Jugendliche halt bei Freunden.
Meine Erziehung war wunderbar. Behühtet und führsorglich.
Und was bin ich heute? Jemand der McDonalds und Werbung verabscheut wie die Pest, mit rauchen und Alkohol aber keine Probleme hat.

mapem
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In den USA bekommst unter 21 nicht mal ein Bier – aber eine Puffn kannst dir wie a Packerl Milch kaufen.

Und in Österreich bist bis 18 offenbar noch zu unreif oder zu blöd, um selbst entscheiden zu können, obst qualmst – aber mit 16 bist offenbar doch schon reif genug, um solche Kapazunder zu wählen, die sich solch einen Schwachsinn zurechtschreinern?!
Kein Wunder, dass Trump den Basti-Ponyhof so lobt – Österreich scheint offenbar schon sowas wie eine gesellschaftspolitische Dependance des La La Trumpellandes zu sein …

Tja, die kleinen Manderl hier können sich ja mal informieren, wie´s den kleinen Manderl dort geht …

lilith73
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Paradox

Laut unserer Regierung soll ein Kellnerlehrling in einer verqualmten Gaststätte 8h am Tag arbeiten, darf aber aus Jugendschutz selber nicht rauchen.

Hat das gesundheitlich einen Sinn?

Irgendeiner
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Naja das interessante an dieser Regierung ist halt

wie sich da in Hirnen auf dadaistische Weise die Welt malt,da gilt einer befähigt mit 16 komplexe Fragen der Res publica zu entscheiden,etwas was aus meiner Sicht diese seltsame Regierung der Dampfplaudertaschen auch nicht schafft und was ich, mit Verlaub einem 16jährigen nicht zutraue, wobei ich ohnehin langsam dazu tendiere das Wahlalter auf 80 raufzusetzen,dazu ist der also mündig genug.Aber ob er rauchen will oder nicht,das kann er offenbar nicht entscheiden, dazu ist er noch zu unmündig.Und der Vergleich der beiden Sachen macht in einer dritten sicher, der Intelligenz dieser Regierung.

H260345H
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Dieses 18-Jahre-Limit ist reine

Augenauswischerei und wird ebenso "Wirksam" sein wie bisher das niedrigere Limit!
Einzig und allein schuld am Kippen des generellen Rauchverbotes in ALLEN Lokalen ist der schwerst nikotinsüchtige FÜHRER STRACHE, der sich einfach nicht im Zaum halten kann! ER hat die Wähler angelogen mit dem Rauchverbot wie auch mit der Direkten Demokratie, die ihm wichtig war, als er in Opposition war, danach wurde das Projekt auf den St. Nimmerleinstag verschoben!
Mitschuld ist natürlich sein HERRL KURZ, den sich der VIZE hält wie einen "Kettenhund", denn ER klammert sich mit STRACHES Hilfe an seinen wackeligen Stuhl, denn ein einziges NJET des STRACHE wäre des KURZ` kurzes ENDE!

UHBP
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Rauchen erst ab 18 Jahren

Aber Kleinkinder dürfen weiterhin stundenlang in Raucherlokalen sein. Das hätte die Gastronomie zu sehr eingeschränkt und womöglich hätten es in Zukunft keine Wahlspenden mehr gegeben.

Andreas9938
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Hoffnung

Warte voller Hoffnung auf die Entscheidung des Vfgh, damit dieses leidige Thema endlich vom Tisch ist!!! 🚭🚭🚭