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Nach derber NachrichtBier-Händler klagt über "Lynchjustiz"

Nachdem Grünen-Politikerin Sigi Maurer den vermeintlichen Verfasser einer obszönen Nachricht geoutet hatte, wird dieser nun bedroht - und will Maurer klagen.

PK BILDUNGSREFORM: MAURER
Geklagt: Sigrid Maurer © APA/HANS PUNZ
 

Eine derbe Facebook-Nachricht brachte den Betreiber eines Bier-Lokales in Wien in die Schlagzeilen. Die ehemalige Grünen-Nationalratsabgeordnete Sigrid Maurer veröffentliche eine vermeintlich von ihm verfasste Nachricht auf Facebook, in der er Maurer beschimpft.

Wie der "Kurier" berichtet, kämpft Herr L. seither um sein berufliches Überleben. Passanten würden ihn beschimpfen oder den Mittelfinder zeigen, er erhalte Drohungen. Seine Facebook-Seite habe er seither gelöscht, dort habe man gedroht, sein Geschäft "abzufackeln". „Was hier passiert, ist Lynchjustiz“, wird der Biershop-Betreiber zitiert.

"Weinstein der Bier-Szene"

Dieser wehrt sich nun - und zwar mit einer Klage. Der Anwalt des Gastwirtes, Adrian Hollaender, erklärte zur Klage: "Die öffentliche Anprangerung meines Mandanten hat seine Persönlichkeitsrechte in eklatanter Weise verletzt. Es bedarf daher einer deutlichen juristischen Reaktion auf diesen massiven Eingriff in die Rechtssphäre seiner Person und seines Betriebes. Aus diesem Grund war die Erhebung einer Privatanklage erforderlich!" Sein Mandat werde "zum Harvey Weinstein (Hollywood-Filmproduzent, dem sexueller Missbrauch vorgeworfen wird, Anm.) der Bier-Szene gemacht. Und das zu Unrecht.“

Denn Herr L. selbst beteuert laut "Kurier", die Nachricht nicht geschrieben zu haben. Ein Gast habe sie über seinen Computer und Account verfasst. Er habe Maurer anschließend kontaktiert, als die Medien ihn um ein Statement gebeten haben und er von der Sache erfahren habe. Diese habe jedoch nicht reagiert.

Maurer bestätigt das, an einer Aussprache habe sie jedoch kein Interesse. "Ich treffe mich sicher nicht mit jemandem, der mir droht, und ich besuche ihn auch nicht in seinem Geschäft. Das Gericht wird nun klären, ob seine Behauptungen stimmen.“

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

dude
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"Ein Gast habe die Nachricht über seinen Computer und seinen Account verfasst"...

Diese Ausrede ist doch mehr als lächerlich! Ich hoffe sehr, daß dieser Herr L. eine ordentliche Abfuhr vor Gericht bekommt, damit diesen Beschimpfungen, Verunglimpfungen und obszönen Erniedrigungen in der vermeintlichen Anonymität des Internets ein wenig Einhalt geboten wird!

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Planck
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Im Grund isses komplett egal,

ob's der Wirt selber war oder einer seiner Insassen.
Fest steht, in dem Wirtshaus verkehren Proleten.

Da möchte man doch nichts damit zu tun haben.
Rot: doch, ich schon *gg

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Planck
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*gg*

Drei Proleten bisher, die zugeben, es zu sein.
Gutes Ergebnis.
Nazis findet man viel weniger, im Vergleich *ggg

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voit60
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Ist ja ganz normal,

Dass man den PC vom Stammtisch- Wirt jederzeit benutzen darf. E-mail sind ja meistens öffentlich zugänglich. Selten eine blödere Ausrede gehört.

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marobeda
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Soweit icht es mitbekommen habe,

wurde auf seinem PC etwas beleidigendes verfasst und an die Frau via Mail verschickt. Sie hat es gelesen. Das verstehe ich als Ehrenrührung bzw. Ehrenkränkung, weil nicht öffentlich. Sie hat es öffentlich gemacht, ist deshalb auch keine Ehrenbeleidigung, die Veröffentlichung wurde durch sie veranlaßt und ihn als Täter bestimmt, obwohl es dafür keine Zeugen oder Beweise gibt. Der Mann hat daher vollkommen recht, wenn er Maurer gerichtlich klagt (Geschäftsstörung, Kreditschädigung etc.) und den finanziellen Verlust einklagt.

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Feja
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Etwas beleidigendes verfasst

Empfinde ich genauso wie das von der Redaktion verwendete "derb" als Verharmlosung des Geschehens.
Beleidigend ist für mich wenn jemand einen anderen als blöde Kuh oder ähnliches bezeichnet.
Derb heißt grob und triffts auch nicht annähernd.
Man sollte das was da geschrieben wurde - egal von wem - schon so nennen wie es ist, nämlich sexuell belästigend, untergriffig bis hin zu einer Drohung. Immerhin wurde Fr. Maurer kurz davor schon auf der Strasse, beim Vorbeigehen von dem selben Mann angepöbelt.

Sie hat ihn auch nicht einfach so "als Täter bestimmt" sondern die Nachricht kam unter seinem Namen von seinem FB Account.

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checker43
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Dann

wird das Gericht als erstes den Kunden, der die Nachricht verfasst hat und dieselben Rechtschreibfehler wie der Chef macht, ausfindig machen müssen. Der Chef hilft sicher gerne bei der Aufklärung. Er wird wissen, wer zum Zeitpunkt, als Maurer vorbeiging und ihm angeblich auf den S... gestarrt hat, ebenfalls mit ihm draußen saß. Das wäre dann derjenige, der an der Sache die Hauptschuld trägt.

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gluca
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Ganz einfach Herr Opfer aller Hirnlosigkeiten der Welt

Erst denken dann sprechen

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paulrandig
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Zwei Möglichkeiten:

(a) Er war es selbst: Blöd für ihn.
(b) Er stellt seinen Rechner (sind da eigentlich persönliche Daten oder gar Kundendaten darauf zu finden???) ohne Kontrolle und Einschränkung fremden Leuten zur Verfügung: Auch blöd für ihn.

Der Rechner gehört im Rahmen der Beweisfindung beschlagnahmt und untersucht. Wenn der Besitzer zu dumm ist für Datensicherheit zu sorgen, schafft er es sicher auch nicht eventuelle Datenspuren zu verwischen.

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the_critic
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Wer fasst die höhere Strafe aus?

Ich bin wirklich schon gespannt, wie die Gerichte entscheiden werden in (a) diesem Fall hier und (b) dem Fall von Strache (und Konsorten) gegen den Tiroler Bar-Besitzer.

Wer greift am Ende tiefer in die Tasche und was sagt das dann über unser Rechtssystem aus? Das Popcorn steht bereit.

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Feja
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So arm und missverstanden der Mann

Da posten fremde Menschen mit seinem Namen und dann wird er auch noch dafür zur Verantwortung gezogen.
Wo kommen wir den da hin wenn so etwas Schule macht.. Erst metoo und jetzt soll man auch noch sein Passwort schützen.
Als Mann hat mans echt schwer heutzutage. Gut, dassunsere Regierung da endlich hart durchgreift und die Fördergelder für feministische Vereine Streicht. Die Frauen werden durch so etwas nur unverschämt, weil als Mann wird man ja wohl noch jemand privat ein "Kompliment " machen dürfen ohne, dass es gleich alle erfahren.

So und jetzt im Ernst - möglich, dass ers gar nicht war, sondern wirklich einer seiner Freunde.
Nur wie heißtsso schön, zeig mir deine Freunde und ich sag dir wer du bist..
Weil ein fremder Mensch wird wohl nicht alleine in seinem Laden zugang zum PC haben ( und zur Kassa) während der Besitzer draussen eine raucht.

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paulrandig
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Wäre eine Möglichkeit gewesen,...

...dass sie zwar den Text veröffentlicht, aber die Information, wer es war, zurückhält, bis die Sache gerichtlich entschieden ist?
Ich bin absolut auf ihrer Seite, und gerade deshalb stört mich dieses Plumpheit. Mit der Veröffentlichung hätte sie Aufmerksamkeit auf das Thema bekommen, diese aber durch Nichtkundtun des mutmaßlichen Täters noch besser aufrecht erhalten können, während sie sich gleichzeitig weniger angreifbar macht.

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schadstoffarm
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?

nein. Ihn bloßzustellen ist aller Wahrscheinlichkeit die einzige möglich Sanktion. Keine Drohung und keine Beleidigung da nicht öffentlich.

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paulrandig
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schadstoffarm

Das Problem: Eine Bloßstellung ist eine "Strafe" und verursacht messbaren Schaden. Und Strafen ist Sache des Rechtssystems und somit auch der Beweise.
Wir haben glücklicherweise ein System, das verhindert, dass wir einander nach unseren jeweiligen Befindlichkeiten selbst bestrafen. Und all die Taten zur Wiederherstellung einer "Ehre", wie sie in diversen Kulturkreisen passieren und auch zu uns importiert werden, lehnen wir zu Recht ab.
Wenn, wie in diesem Fall, das Rechtssystem vielleicht nicht ausreicht, ist es vielleicht zielführender, diesen Mangel öffentlichkeitswirksam zu kommunizieren und damit Druck in Richtung einer Anpassung des Rechts zu machen, damit in der Sache etwas weiter geht, was wahrscheinlich in Hinblick auf künftige Opfer sogar befriedigender sein kann als für sich selbst Justiz zu üben.
Noch einmal: Ich bin völlig auf Maurers Seite, denke aber, dass sie impulsiv einen Vorteil leichtfertig aus der Hand gegeben hat.

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schadstoffarm
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??

öffentlichwirksamer kannst diesen Mangel eh nicht kommunizieren. Allerdings mündet dann auch jede private Streiterei vor Gericht .

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paulrandig
1
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schadstoffarm

Wenn bei einer privaten Streiterei Schaden angerichtet wird - ja. Wenn man einfach streitet, dann aber einen Konsens findet - nein. Wozu auch?
Noch einmal: Jemandem tatsächlich zu schaden, weil man der Meinung ist Unrecht erlitten zu haben oder es tatsächlich hat, ob man Beweise oder nur einen Verdacht hat, ist Selbstjustiz und nicht mit unserem System vereinbar.
Es ist nur mehr ein quantitativer, aber kein qualitativer Schritt zum Ehrenmord, weil jemand jemandes Schwester schief angeschaut hat.

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schadstoffarm
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seine feministische Kundschaft

im Bierhandel kann er jetzt vergessen. Der Geschäftsausfall von ca. 0€ ist einzuklagen.

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waggef
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Schuld liegt beim Händler

Jedes Unternehmen ist verpflichtet sicherzustellen, dass Computer nicht von betriebsfremden Personen verwendet werden können. Das nächste Mal werden vlt Bombendrohungen verschickt. Wer ist dann schuld? Also selbst wenn dieser Händler das Posting nicht selbst verfasst hat, trifft ihn zumindest eine Teilschuld. Und das Frau Maurer sich wehrt und diese Schweinerei öffentlich macht, finde ich absolut ok! Auch als Abschreckung gegenüber all jenen die glauben, sie könnten über das Netz verbreiten, was sie wollen!

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ACorven
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Schon lange her,

dass in einem Lokal warst, oder?
Das was früher Jukeboxen waren, sind heute Computer/Tablets oder ähnliches mit Internetzugang und Boxenanschluss ... Sprich du gibst dein gewünschtes Lied ein und es wird dann abgespielt ... Blöderweise kann man mit so einem Computer aber auch andere Sachen anstellen und einmal Nichtausloggen über FB und schon ist es passiert.

Will hier niemanden verteidigen, aber nochmal, sowas kann schneller gehen als man denkt - zB Handy verloren mit FB App und automatischen Login - und schon ist man ausgeliefert.

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paulrandig
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ACorven

Das ist aber alles sehr leicht vermeidbar. Und wer tatsächlich derart patschert ist hier keine Vorkehrungen zu treffen, dem traue ich auch nicht zu z.B. einen Zebrastreifen oder eine Fußgängerampel zu kennen, geschweige denn zu benutzen. Und wenn ihm dann etwas passiert, verstehe ich es zwar, kann aber solche Dummheit einfach nicht akzeptieren.

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waggef
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Stimmt nicht

Ich kann JEDES GERÄT (PC, Laptop, Handy, Tablet) vor unbefugtem Zugriff schützen! Viele sind einfach nur zu faul dazu!

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joker1234
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@AC

Deshalb ist trotzdem der PC zu schützen. Nur weil es viele nicht machen wird es nicht zum Recht....

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ACorven
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Interessant....

...Die eine hebt den Mittelfinger und nach einer fadenscheinigen Rechtfertigung via Twitter ist alles gut .... Der andere hat "möglicherweise" eine zutiefst beleidigende Nachricht verschickt und wird quasi gelyncht ...

...sollte man, bevor man ein Leben zerstört, nicht wenigstens ein Gerichtsurteil abwarten? Man stelle sich vor, dass die Nachricht wirklich von einem xbeliebigen Gast verfasst wurde. Was macht man dann? Alle I-Net Cafe's der Welt schließen und der Wirt kann weiter baumeln.

Sollte er selbst die Nachricht verfasst haben, ist es selbstverschulden und Blödheit gehört nun mal bestraft.

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schadstoffarm
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auch wenn er die Nachricht selbst verfasst hat

ist eine Klage sehr wahrscheinlich nicht erfolgreich. Es ist keine Drohung und auch keine Beleidigung.

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glashaus
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Ganz schlimm!

wenn es den L. nicht mehr gibt, wo werden die Bläulinge dann ihr Bier holen?

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Adler48
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Grüne

Mit dieser Posse zeigt sich wieder einmal mehr, wie gut es ist das diese "GrünInnen" nun nicht mehr im Parlament vorhanden sind. Danke Österreich!

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