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BurschenschaftenJetzt auch Vorwürfe gegen Heinz-Christian Strache

Nach Recherchern des Magazins "Spiegel" war der FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zu Gast bei der deutschnationalen Burschenschaft "Germania". Strache-Sprecher dementiert. Es habe sich um den Pennälertag gehandelt.

Strache bei der Holocaust-Gedenkverstaltung in Wien
Strache bei der Holocaust-Gedenkverstaltung in Wien © (c) APA
 

Nach Recherchen des deutschen Nachrichtenmagazins "Spiegel" war der FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache 2017 zu Gast bei der 100-Jahr-Feier der deutschnationalen Burschenschaft "Germania". Strache-Sprecher Martin Glier dementiert: Es habe sich um ein Fest des Österreichischen Pennälerringes (ÖPR) gehandelt, in Wiener Neustadt. Das 100-Jahr-Jubiläum der Germania sei dabei allerdings im Mittelpunkt gestanden.

Auf einem Foto, das dem Magazin zugespielt wurde, trägt der FPÖ-Chef seine Burschenkappe. Er bekam vom Pennälerring das Ehrenband überreicht.  Strache ist seit dem Alter von 15 Jahren Mitglied der Burschenschaft Vandalia Wien. Laut Facebook-Profil ist der ÖPR der Dachverband für ca. 190 Schülerverbindungen in Österreich, Bayern und Südtirol, von denen rund 70   aktiv sind.

"Strache wurde vor der offiziellen Veranstaltung geehrt und verschwand dann schnell wieder", zitiert der "Spiegel" einen Teilnehmer der Feier: "Es hatte den Anschein, dass er keine mediale Aufmerksamkeit in Zusammenhang mit seinem Auftritt dort will."

Kommentare (24)
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Mein Graz
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"Burschenschaften haben nichts mit der FPÖ zu tun", meinte Strache "

Richtig?
Strache nimmt eine Auszeichnung von einer Burschenschaft an, aber die Blauen haben mit den Burschis nix zu tun.

Irgendwie erscheint mir das nicht ganz glaubwürdig. Warum nur?

3GXD3JEOE2FPOHCG
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Spiegelgeschichte

Hoffentlich kommt der Spiegel nie drauf, dass Kreisky insgesamt 6 Minister in seinen Regierungen hatte, die Mitglieder der NS.AP waren. Und hoffentlich recherchiert der Falter nicht, das Kreisky einen Offizier der Waffen XX zum dritten Nationalratspräsidenten machen wollte.
Und hoffentlich kommt keiner drauf, das Michael Häupl Burschenschaftler war.
Dann leben wir wirklich in einem Land wo haufenweise Na.is im Keller modern.
Und hoffentlich kommt der Falter nicht drauf, dass Mag. Kern die Gedenkveranstaltung im Parlament schwänzte, weil er "Wahlkampf" in NÖ machen "musste".
Die Holocaust-Überlebenden, denen er damit seine Referenz erwiesen hat, werden sich schon ihren Teil denken.
Mal sehen wann die "Vergangenheit" und Gegenwart der SPÖ durchleuchtet wird. Historikerkommission her, aber sofort!

X22
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Ja so ist es gewesen, Gerhard,

es ist schwierig zu vermeiden gewesen, allein wenn man den Umstand, dass 99,x%
den Anschluss gewollt haben, ohne die bereits verhafteten Gegner des Nationalsozialismus und den damals noch lebenden jüdischen Mitbürgern, die hatten kein Stimmrecht.
Und was du vergisst, ist, dass sich Leute ändern "können", und selbst dann müssen sie mit diesem Brandmal leben.
Und zu Häuptl, ja er war auch als Schüler "Burschenschafter", hat sich dennoch in der Studienzeit dem anderen Lager angeschlossen, weil er es erkannte.
Und erinnere dich an Vranitzky, der hat es angepackt und klargestellt, was in der SPö nicht erwünscht ist.
Und bitte vergiss das nächste mal nicht den CV zu erwähnen.
Leichter zu vergleichen wären, weil ein gleichsetzen der Parteien nie und nimmer funktionieren könnte, die Aussagen der Parteien bzw. der Parteiangehörigen und aus den daraus folgenden Prämissen könnte man sich den tatsächlichen Wahrheitsgehalt der Ausrichtung einer Partei herausfiltern.

Mein Graz
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@gerhard1224

Whataboutism.
Die anderen haben auch Dreck am Stecken - ist zwar schon länger her, aber immerhin.

Zur Erinnerung: weder Kurz noch Strache wollten zu dieser Gedenkfeier. Sie haben sich wohl kurzfristig umentschieden, möglicherweise um Schadensbegrenzung zu üben?

3GXD3JEOE2FPOHCG
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Mein Graz Ja, sie haben gesehen, dass sie jetzt Farbe bekennen müssen,

Mag. Kern war gar nicht dort. Aber Zeitzeugen, und die sind mit Strache im selben Saal gewesen. Der Boykott durch die jüdische Kultusgemeinde ist mehr als verständlich, aber eigentlich ein Fehler. Und Whataboutism ist das falsche Wort. Der Spiegel will uns ja damit etwas "sagen". Und genau da, Mein Graz, wird es gefährlich.
Weil Strache - der ja ein "Alter Herr" ist, bei einer Burschenschaftsfeier dabei war - offenbar eine Stunde oder so - kann man da nicht gleich einen Zusammenhang herstellen. Als Maturant war ich auch einmal auf einer Bude - weil ein Mitschüler mich eingeladen hat der so ein Dingsbums-Fuchs war. Und er hat dann mit dem Säbel gegen einen Holzpflock gekämpft. Und gesungen haben wir auch - allerdings das Lied "Is des net die Feierwehr..". Und sturzbesoffen sind wir dann heimgetorkelt. Keiner von uns ist beigetreten.
Weißt du, Mein Graz, genau das Gegenteil wird eintreten. Die Menschen werden sagen, na wenn man jetzt schon ein Na..i ist, wenn man mal bei einer Burschenschafts Veranstaltung war, dann ist das sowieso alles fauler Zauber. (Zur Erinnerung die Burschenschaften waren in der NS Zeit verboten) Deutsch-National ist nicht automatisch Na..i. Das muss man wissen. Die Na..i waren auch sehr "grün" eingestellt - viele ihrer Ideen kamen von den "Wandervögeln". Man muss da aufpassen, sonst muss man auch noch das Wort Heilberuf umändern.
Für die Blauen ist der Spiegel-Artikel beste Wahlwerbung. Das ist es was ich mit Hysterie meine.

dmastermindm
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Die Kunst der Verharmlosung

Es ist schon eigenartig, egal was passiert, es wird immer eine Ausrede gefunden warum das alles ganz normal ist was die FPÖ und die Burschenschaften so treiben.

"Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million" - Deutsch-National bedeutet nicht Nazi, soweit so gut. Anscheinend identifizieren sie sich allerdings sehr stark mit dieser Zeit, auch wenn sie damals verboten waren. Wie ist jetzt dieser Liedtext zu verstehen?

"Burschenschaften haben nichts mit der FPÖ zu tun" - Strache war eindeutig auf einer Veranstaltung und holte sich sein Ehrenabzeichen (oder was auch immer). Naja, er war ja nur eine Stunde anwesend, ist ja nicht so schlimm. Wozu diese Hysterie?

"Wir möchten zukünftig Asywerber konzentrieren" - ja meine Güte, was ist denn da schon dabei? Sagen wir halt zusammefassen.

Ständige Posts aus der NS Zeit - Naja, sind doch schöne Bilder, ein bisschen nostalgisch darf man ja auch sein, war ja nicht alles schlecht.

Teilnahmen an Veranstaltungen der IB, die eindeutig rechtsradikal ist, ihr Anführer faselt mist über den großen Austausch und die Islamisierung.

Am besten sollten wir das auch nicht kommentieren. Mittlerweile sind wir also so weit, dass das die Leute so richtig "geil" macht auf die FPÖ je weiter diese nach rechts außen abdriftet. Da kann man endlich offen gegen Ausländer, Asylanten und Co sein.

Was ich traurig finde, vor 10 Jahren wäre Landbauer rücktrittsreif gewesen - heute, kein Problem!

Mein Graz
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@dmastermindm

Ergänzung:
"wir wollen Asylwerber konzentriert HALTEN"

Ich halte mir ein Hausschwein oder eine Katze. Blaue Politiker wollen sich Asylwerber halten.

Mein Graz
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@gerhard1224

Wie ich gestern schon geschrieben habe:
Allein durch den Besuch einer Veranstaltung zeigt man seine Gesinnung. Denn wenn einem die Richtung nicht passt, geht man nicht hin. Und nimmt schon gar keine Auszeichnung entgegen!
Auf deine "Jugendsünden" will ich hier nicht eingehen.

Zu deiner Feststellung "die Burschenschaften waren in der NS Zeit verboten" empfehle ich dir, die heutige Printausgabe zu lesen, und zwar den Artikel "Seltsame Rückkehr zum Völkischen".
Hier sagt Dieter A. Binder: " Die Burschenschaften lösten sich zwar auf, gingen aber direkt in die NS-Studenten-Kameradschaft über."

Von Hysterie bin ich noch weit entfernt. Ich betrachte nur alles, was den Hauch von Nati-on-al-sozial-ismus haben könnte mit Argwohn.

3GXD3JEOE2FPOHCG
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Mein Graz

Ich verstehe deine Position.
Schau mal, dein Vergleich mit dem Gottesdienst.
Ich sehe mich als Agnostiker. Aber ich besuche ab und an einen Gottesdienst, z.B. wenn die Messe meinen verstorbenen Großeltern gewidmet ist. Meine Mutter zahlt einmal im Jahr eine Messe. Das kann man jetzt nicht mit Strache und den Burschenschaften vergleichen. Aber, für mich ist deutsch-national noch lange nicht "Na..i". Die "Burschen" haben damals 1848 erst die Demokratie, die wir heute kennen mit ermöglicht. Darum wurden sie ja verboten (es gab auch jüdische Burschenschaften) dass die Mitglieder (nicht alle) dann in den NS Studentenverband übergetreten sind. Na ja, dann müssten wohl alle Vereine in Österreich die es vor 1938 schon gegeben hat, aufgelöst werden. Bitte nicht in die selben Verallgemeinerungen verfallen, die man bei den "Rechten" so scharf kritisiert.

Mein Graz
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@gerhard1224

Du nimmst an Gottesdiensten teil und nennst dich Agnostiker?
Nimmst du nur teil, weil sich das "so gehört"?
Oder um deine Mutter nicht vor den Kopf zu stoßen?
Und wenn du teilnimmst, betest und singst du dann auch mit?
Das ist ziemlich pharisäerhaft.

Genau so sehe ich deine Ansichten bzgl. deutsch-national. Entweder bin ich Österreicher oder ich bins nicht. Wenn ich deutsch-national bin, hab ich in Österreich nix verloren, dann geh ich nach Deutschland.
Die deutsch-nationalen huldigen doch dem Gedankengut, dass Österreich kein eigener Staat ist - und das ist Na-zi-Gedankengut, sie sind aber keine Na-zis?

cleverstmk
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Die Geister die Basti rief!!!

Ist doch alles nur von den Linken erfunden - wahrscheinlich hat es sogar Hitler gar nicht gegeben.
Es ist zum Kotzen!!

3GXD3JEOE2FPOHCG
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clever

Ja, richtig, dass Mag. Kern wahlkämpfte während der böse Basti bei der Gedenkveranstaltung war ist auch zum ........

ohooho
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das alles

kann man nicht mehr lesen, hören und verarbeiten. man kann nur noch kotzen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Sepp57
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Wenn

Sie kotzen müssen, dann ist das hier der richtige Ort.

juniors
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Die Burschenschaften

Sind meiner Meinung nach, zeitgeschichtlich und nicht vergangenheitsbezogen betrachtet, die andere Seite der Polarität zu dem "bund machtgeiler Mädels" des Gender Mainstreaming. Oder zumindest eine der wenigen alternativen für junge Männer sich zu organisieren, im Zeitalter der verherrlichung der Individualität 🤔

Sepp57
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Die FPÖ ist

nun wesentlich stärker auf dem Präsentierteller als noch in der Opposition, da sie ja nun in der Regierung ist. Dadurch können gewisse "Einzelereignisse", die bei der FPÖ seltsamerweise laufend vorkommen, immer weniger unter den Teppich gekehrt werden.
Das In- und auch das Ausland schaut da nun sehr genau drauf. Und das ist gut so. Die FPÖ kann nicht davonlaufen. Die mehr oder weniger unabhängige österreichische Justiz ist da auch schon dahinter her. Und dass man das nicht einfach so abbiegen kann, hat mittlerweile sogar schon der Herr Kickl kapiert.
Das Thema Burschenschaften muss in Österreich einfach mal angegangen und aufgearbeitet werden. Das ist längst überfällig! Es kann doch nicht sein, dass wir hier im Land rechtsextreme Akademikerverbände dulden! Die da im stillen Kämmerlein bei reichlich Biergenuss ihre nationalistischen Umtriebe veranstalten, welche dann gelegentlich als "Einzelereignisse" an die Öffentlichkeit kommen . . .

Planck
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Nossowoss.

Der Strach bei die Nazi.
Jetzt tät' fehlen, dass der Propagandaminister Vorträge halten tut bei die Verteidiger des Abendlandes.
Oder der Vilimsky in Ohnmocht foit, wenn der Trumpl redt.
Ooopps.

Kicklgruber
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So, jetzt reicht es!

Dass ich jemals ausrücken würde, um den Strache zu verteidigen, hätte ich mir nicht einmal nach der dritten Flasche Bordeaux jemals denken können.

Was, bitte, will man ihm da jetzt vorwerfen? Dass er bei dieser hundsverreckten Nazi-Bruderschaft irgendwann einmal auf ein Stünderl vorbeigeschaut hat?

Man weise ihm bitte nach, dass er deren Gedankengut, wie es aus dem abscheulichen Liederbuch hervorgeht, teilt. Man weise ihm nach, dass er die inkriminierten Lieder dort mitgesungen hat.

Nein, kein Nachweis? Der HC ist für mich eines der größten Übel der Zweiten Republik. Dafür genügt das, wofür er steht und was er gesagt und getan hat. Aber diese Form der sinnbefreiten Anpatzerei ist unfassbar.

Mein Graz
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@Kicklgruber

Ich verstehe nicht, aus welchem Grund du Strache verteidigst.

Wenn ich zu einer Veranstaltung gehe, dann ist das ein klares Statement, wie ich zum Veranstalter stehe.
Ich nehme ja auch nicht an einem Gottesdienst teil, wenn ich nicht glaube, was mir die Kirche erzählt.
Oder ich gehe nicht zum Maiaufmarsch, wenn ich mit den Roten nichts am Hut habe.

Sein Erscheinen dort und die Annahme einer Auszeichnung spricht schon dafür, dass seine Einstellung mit der dieser Burschenschaft übereinstimmt.

"Nachweisen" im rechtlichen Sinn wird man nichts können, nichts desto Trotz gibt es eine moralische Integrität, die dieser Herr vermissen lässt.

3GXD3JEOE2FPOHCG
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Mein Graz

"Ich nehme ja auch nicht an einem Gottesdienst teil, wenn ich nicht glaube, was mir die Kirche erzählt."

Meinst du was du da schreibst. Ich hoffe nicht.

Mein Graz
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@gerhard1224

Doch.
Welchen Grund gäbe es für mich, an einem Gottesdienst teilzunehmen, wenn ich nicht an das glaube, was die Kirche uns als das "wahre Heil" verkündet?

Nicht an die Kirche zu glauben heißt nicht, dass man nicht an einen Gott glaubt.

Planck
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Najo.

"Dass er bei dieser hundsverreckten Nazi-Bruderschaft irgendwann einmal auf ein Stünderl vorbeigeschaut hat" macht den Gebissarbeiter unverdächtig?
Wenn ja, in welcher Hinsicht?
Und: Der teilt das Gedankengut selbstverständlich, weil er "Waffenbruder" seiner Purschischaft ist.
Sowas ist kein Karnickelzüchterverein, in den man ein-, und wieder austritt, wie man lustig ist.
Der ist noch gefährlicher als alle Landbauers zusammen, weil der seine Agenda wie Eichmann verfolgt.

Kicklgruber
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@Planck

Ich denke, ich habe mich hinsichtlich meiner "Wertschätzung" für Strache klar genug ausgedrückt.

Aber es geht einfach nicht, ihn nur für seine Anwesenheit in diesem fragwürdigen Haufen zum Judenvergasungsadoranten zu stigmatisieren.

Dein Vergleich mit Eichmann zum Beispiel. Geht's noch?

Und warum beschimpfst Du ihn als "Gebissarbeiter"? Ich halte das nicht mehr aus, wie Tief das Niveau in der politischen Auseinandersetzung geworden ist. Wie hat hier heute jemand geschrieben? Nicht der "Kornblumenverein" sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen, sondern die Mitte der Gesellschaft im "Kornblumenverein". Ja, ok, das ist auch Spott, aber wollt ihr euch aller Redlichkeit, die ihr doch so gerne in Anspruch nehmt, entschlagen, und nur noch auf Kickl-Niveau dreschflegeln?

Kapiert hier endlich der karge Restbestand an Leuten, die von wenigstens einigen der Grundpfeiler des demokratischen Diskurses gestützt werden, dass sich die Anpassung an das Niveau der Niveaulosen nur als Niveaulosigkeit offenbart?

pink69
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das

wird spannend ..die Linken beginnen die FPÖ und deren Protagonisten zu zerlegen an...