Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Elisabeth Köstinger Kurzzeit-Präsidentin des Nationalrats wird Nachhaltigkeitsministerin

EU-Parlament, ÖVP-Zentrale, Nationalratspräsidium, Ministerin: Die Kärntnerin Elisabeth Köstinger wird Ministerin für Landwirtschaft, Umwelt und Tourismus.

Elisabeth Köstinger
Elisabeth Köstinger © (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Elisabeth Köstinger (38) klettert auf der politischen Karriereleiter weiter nach oben. Am Montag wird die enge Vertraute von ÖVP-Chef Sebastian Kurz als Ministerin für Nachhaltigkeit, sprich Landwirtschaft und Umwelt, sowie Tourismus angelobt.

Der Wechsel ins Regierungsamt wird wohl von einiger Kritik begleitet werden, übernahm Köstinger doch erst am 9. November das Amt der Nationalratspräsidentin. Schon damals kritisierten die Oppositionsparteien, dass das Amt des Nationalratspräsidenten nicht dazu da sei, "Platzhalterinnen" einzusetzen. Köstinger war erst die dritte Frau, die in das protokollarisch zweithöchste Amt der Republik Österreich hinter dem Bundespräsidenten gewählt wurde. Ihren Posten wird nun voraussichtlich der bisherige Innenminister Wolfgang Sobotka übernehmen.

Thematische Heimkehr

Der Wechsel ins Landwirtschafts- und Umweltministerium ist für Köstinger eine Art thematische Heimkehr. In Wolfsberg, Kärnten, geboren, wuchs Köstinger in einem landwirtschaftlichen Betrieb im Granitztal auf. Landwirtschaft ist bei ihr Programm und so wundert es nicht, dass sie lange als das junge, weibliche Gesicht des Bauernbundes galt, dessen Vizepräsidentin Köstinger seit 2009 ist. Für den ländlichen Raum engagierte sie sich schon in jungen Jahren und war für die Landjugend von 2002 bis 2006 als Bundesleiterin tätig. Einige Jahre stand sie zudem der Jungbauernschaft als Bundesobfrau vor (2007 bis 2012).

Den Einzug ins Europaparlament nach Brüssel beziehungsweise Straßburg schaffte die Bauernbündlerin erstmals 2009 und erneut 2014 - jeweils mit hervorragenden Vorzugsstimmen-Resultaten. Die Abgeordnete war zuletzt stellvertretende Leiterin der ÖVP-Delegation und Landwirtschafts-, Umwelt- und Frauensprecherin ihrer Delegation. Bei der Nationalratswahl am 15. Oktober kandidierte sie hinter Sebastian Kurz gleich auf Platz zwei der ÖVP-Bundesliste und wurde als Abgeordnete ins Parlament gewählt.

Mehrere hochrangige Partei-Funktionen

In der Partei übte die 38-Jährige gleich mehrere hochrangige Funktionen aus. Sie war eine der Stellvertreterinnen des zurückgetretenen Obmanns Reinhold Mitterlehner - und als solche auch im verkleinerten Bundesparteivorstand vertreten. Im Mai 2017 übernahm sie bis zu ihrer Wahl ins Nationalratspräsidium den Posten des ÖVP-Generalsekretärin und zählte zum engsten Führungskreis um Kurz. Auch im Nationalratswahlkampf war sie stets vorne mit dabei.

Sehr aktiv ist Köstinger, die sich bezüglich ihres Lebens außerhalb der Politik recht bedeckt hält, in den Sozialen Medien. Neben ihrer Homepage www.elli-koestinger.at postet sie regelmäßig auf ihrer Facebook- und Twitter-Seite. Nicht nur für ihre Freunde ist sie die "Elli Köstinger", auch auf ihren öffentlichen Social Media Accounts heißt sie so. Sprachlich ist sie als Kärntnerin identifizierbar, österreichische Besuchergruppen im EU-Parlament begrüßte sie gerne mit Worten wie "Griaß enk, kemmts lei eina!".

Zur Person: Elisabeth Köstinger, geboren am 22. November 1978 in Wolfsberg (Kärnten). Volks-, Haupt- und Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Kärnten, seit 2003 Studium an der Universität Klagenfurt (Publizistik und Kommunikationswissenschaften, Angewandte Kulturwissenschaften). Schon als Jugendliche engagierte sie sich bei der Landjugend, später im ÖVP-Bauernbund, über den sie ihren Aufstieg in der Volkspartei bewerkstelligte. Köstinger ist ledig.

Kommentare (6)

Kommentieren
checker43
0
0
Lesenswert?

Geht

schon chaotisch los die Stellen(um)besetzung beim Basti. Nicht einmal sechs Wochen war sie Nationalratspräsidentin. Wozu diese Posse?

dude
1
2
Lesenswert?

Umwelt- und Landwirtschaftsministerium...

gehören getrennt!!! Bei diesen beiden Themen gibt es so viele unterschiedliche Interessen. Wenn es in einem Resort ist, bemüht sich der Minister, es allen Interessengruppen recht zu machen. Da kommt nichts raus! Ich weiß, es war immer so, aber diesmal wurde ja "alles neu" proklamiert. Den Tourismus dazuzupacken ist mE der noch größere Unsinn! Da kommen nur unselige Kompromisse heraus, die weder den Bauern noch dem Tourismus und schon gar nicht der Umwelt nützen werden!

gerry2kzf
0
1
Lesenswert?

Es lebe die Freunderlwirtschaft weiterhin in allen Parteien.

Da werden wieder Freunde/innen in Positionen gehoben, von denen sie im Grunde keinerlei Ahnung haben. Also das gleiche Theater wie schon in den vorigen Regierungen

Irgendeiner
4
12
Lesenswert?

Ja, war sehr nachhaltig, die Nachhaltigkeitsministerin

als Nationalratspräsidentin, ist ja nur eines der allerhöchsten Ämter der Republik, muß man nicht ernst nehmen,wo würden sie 2018 gleich noch sein, Frau Köstinger, was ist so ein Wort bei Ihnen wert? Aber sie machen den Platz ja frei für einen Exinnenminister in Phantasieuniform, man lacht,der schon dort nicht verstanden hatte, daß er in laufende Verfahren nicht reinzukommentieren hat und der fake.news schrie,bei einer Sache an der er selbst beteiligt war,der Stiftungshelfer, den wolltma glaub ich parteiübergreifend alle unbedingt dort haben.Ja, eine neuer Stil, ein ganz neuer.

Lodengrün
6
6
Lesenswert?

Immer wieder führt man an

Stundium von ...... . Das ist Beschönigung. Entweder hat man eines beendet oder nicht. Wurde es nicht beendet so hat keines angeführt zu werden denn das sind dann letztlich nur Inskriptionen, man fiel so oft irgendwo durch das man es nicht beenden konnte, oder war zu faul sich dem ernsthaft zu widmen.-
Würde man da bei der FPÖ vorgehen dann käme es zu armseligen Lebensläufen. So von Kickl, Köstinger, Kitzmüller, .......................

voit60
2
4
Lesenswert?

als Studienabbrecherin

passt sie doch bestens in die neue Regierung, da gibt es leider eine Menge davon.