AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Diesel-SteuerRupprechter: Wer Diesel kauft, muss mit höheren Kosten rechnen

In der ORF-Pressestunde bringt Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) höhere Abgaben für Dieselautos ins Spiel.

Rupprechter © (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)
 

Käufer von Dieselautos müssen in Zukunft wohl damit rechnen, vom Staat verstärkt zur Kassa gebeten zu werden. Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) hat in der heutigen ORF-Pressestunde durchblicken lassen, dass es im Zuge der neuen Klima- und Energiestrategie der Bundesregierung für Dieselautos zu Steuererhöhungen kommen wird.

"Wer sich jetzt ein Dieselauto kauft, muss damit rechnen, dass es in den nächsten Jahren zu Änderungen kommen wird", sagte Rupprechter. Ob es sich dabei konkret um Steuererhöhungen handeln werde, wollte der Minister nicht bestätigen. "Vorher über Einzelmaßnahmen zu diskutieren ist nicht sinnvoll".

Die neue Klima- und Energiestrategie solle bis Jahresmitte fertig werden. Grundsätzlich gehe es ihm dabei um ein Anreiz- und Bonussystem. "Wir brauchen insgesamt eine breite Ökologisierung des Steuersystems", sagte der Minister. Dabei werde es sich um ein größeres Reformpaket der Bundesregierung handeln.

Ländlichen Raum fördern

Rupprechter erneuerte auch seine Unterstützung für die - auch vom ÖVP-Bauernbund geforderte - Wiedereinführung der Rückerstattung der Mineralölsteuer (MÖSt) für Bauern. Das sei in dieser Regierung aber nicht mehr realisierbar. Im Grundsatz sei das aber klar, weil bei allen europäischen Nachbarn dafür ein Grundverständnis vorhanden sei.

Wichtig sei ihm auch die Förderung des ländlichen Raumes, weil dort Bevölkerung verloren werde. Deshalb habe man auch ein großes kommunales Investitionspaket über 175 Mio. Euro für zwei Jahre geschnürt.

Kein Verständnis zeigte Rupprechter für die geplante Trennung des deutschen und österreichischen Strommarktes. "Es gibt keine wirkliche Rechtfertigung dafür, dass es wieder eine Rückführung in die nationale Staatlichkeit in Deutschland gibt", so der Minister. Die gemeinsame Stromregion solle erhalten bleiben. Österreich sei nicht schuld an dieser Entwicklung. Rupprechter sprach sich erneut auch für den Ausbau der erneuerbaren Energien für den Klimaschutz aus. Ziel sei, bis 2030 einen Anteil von 100 Prozent zu erreichen.

Das europäische Einigungswerk muss laut Rupprechter vorangebracht werden, Europa müsse sich aus sich heraus weiterentwickeln. Die EU habe in der Vergangenheit ein bisschen zu wenig für die großen sicherheitspolitischen und außenpolitischen Fragen gemacht. Brüssel müsse lernen, loszulassen, es brauche mehr Subsidiarität. "Wir brauchen eine schlankere Verwaltung, weniger Kommissare und eine Konzentration auf große Aufgaben". Eine Sozialunion sei dagegen ein "Irrweg". Dann müsste Österreich seine Nettozahlungen mehr als verzehnfachen. 20 bis 30 Mrd. Euro wären dann weg. Hier müsste auch die SPÖ ehrlich zur Bevölkerung sein.

An Spekulationen über einen Neuwahltermin wollte sich Rupprechter nicht beteiligen. Er gehe davon aus, dass die Regierung ihr Arbeitsprogramm auch zu Ende bringen wird. "Wenn der Tag X kommt, werden wir in Wahlen treten".

Auch Spekulation, wonach Außenminister Sebastian Kurz die ÖVP als Spitzenkandidat in eine Wahl führen soll, wollte der Landwirtschaftsminister nicht näher kommentieren. Kurz sei aber "ein Ausnahmetalent, absolut eine Zukunftshoffnung". Innerhalb der ÖVP seien die Bünde nicht das Problem, "die sind starke Säulen", so Rupprechter. Er selbst werde bei den Wahlen wieder für den Nationalrat kandidieren und wolle auch wieder in einer Bundesregierung vertreten sein.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

TierquaelerSunrise
0
0
Lesenswert?

...

Wann werden diese stinkenden Ölbrenner endlich von der Straße verbannt?

Antworten
Oberwoelzer
1
2
Lesenswert?

Abzocke

Laut Landwirtschafts Minister Rupprechter werden in Zukunft Dieselfahrer zur Kasse gebeten.Was wird in der Landwirtschaft E-Traktoren oder gibt es für diese Zunft wieder eine Ausnahme ?

Antworten
marinerjoe
0
0
Lesenswert?

Können Sie lesen?

"Rupprechter erneuerte auch seine Unterstützung für die - auch vom ÖVP-Bauernbund geforderte - Wiedereinführung der Rückerstattung der Mineralölsteuer (MÖSt) für Bauern. "

Antworten
top8
11
1
Lesenswert?

richtig so

der diesel gehört wesentlich höher besteuert als benzin, wir haben die höchste dieselquote bei pkw in europa da muss was dagegen getan werden, nachdem man sich bei uns nicht für feinstaubzonen entschliessen kann muss man eben den diesel verteuern das es sich nicht mehr rechnet einen diesel zu fahren!

Antworten
marinerjoe
0
1
Lesenswert?

Transitverkehr und Lkw könnte man so auch bekämpfen?

Achso dann werden alle produkte auch teurer? So ein Pech aber auch.

Antworten
burgring0
1
12
Lesenswert?

Ich dachte, die ÖVP hat vor den letzten Wahlen verkündet:

Keine neuen Steuern ! So rasch vergessen Politiker ihr Versprechen!

Antworten
gerry2kzf
1
12
Lesenswert?

Vollkommen richtig

Das Volk gehört im Namen des Umweltschutzes ausgepresst und abgezockt. So haben die VolksZertreter wieder Geld zum Verprassen.

Antworten
iwasasbessa
1
4
Lesenswert?

So, so.

Dann aber bitte die Mineralölsteuerrückerstattung auch wieder für die Bahnunternehmen einführen. Sonst könnte das gemeine Wahlvolk doch womöglich annehmen es würde seitens des Ministeriums nur altbekannte VP-Klientel- bzw. Ankündigungspolitik betrieben.

Antworten
712c01f5b2aa58d0ab2370631feeb5a4
2
10
Lesenswert?

Kann mir einer erklären ...

Warum wird Diesel für die Landwirtschaft gefördert? Ich kenne Bauern, die haben eine eigene Dieseltankstelle!

Antworten
silentbob79
2
3
Lesenswert?

@Disneyland76

Weil ein garnicht mal so kleiner Anteil der Mineralölsteuer zum Straßenbau und -erhalt verwendet wird, und damit zumindest ein Teil dieser Kosten direkt auf den Verursacher, den Verkehr der über diese Straßen führt, umgelegt wird. Der Diesel der in der Landwirtschaft verbraucht wird, wird aber zu 90% oder vmtl. sogar mehr nicht auf der Straße verbraucht sondern am Feld.

Und eine eigene Tankstelle am Betrieb zu haben ist einfach nur ein Gebot der Vernunft: 1. kann man damit größere Mengen einkaufen (besserer Preis und man kann evtl. dann kaufen wenns billiger ist) 2. muss man damit nicht jedes mal mit dem Traktor zur Tankstelle fahren, die uU relativ weit entfernt ist (Zeit- und Spritersparnis). Können Sie ürigens auch machen: Es hindert dich niemand daran einen 5000l Tank zu kaufen und zuhause in der Garage aufzustellen. Machen übringes nicht nur Bauern so sondern auch sehr viele Speditionen, Busunternehmer, ...

Antworten
sepp147
1
3
Lesenswert?

.

über die Siemens-Luftleitung wird der Diesel nicht in den Traktor kommen

Antworten
fwf
1
15
Lesenswert?

Abhocke

Zuerst kam die Katalysatorenlüge: Benziner sind giftig, daher muß ein Kat her (zahlt der Konsument).Benziner brauchen zu viel, Diesel sind sparsamer aber rußen: Dieselpartikelfilter muß her. (zahlt der Konsument).Diesel produzieren zuviel Stickoxide: Abgasreinigung muß her (zahlt der Konsument). Diesel sind die Verursacher der Feinstaubbelastung: Steuer muß angehoben werden.
Kaum steigen mehr Leute auf e-Mobilitat um, gibt es keine Gratisstrom mehr zum Laden.
Hat der Herr Rupprechter schon einmal in Erwägung gezogen, die Steuer auf Benziner und Diesel aufkommensneutral auszugleichen? Schon wieder eine Steuererhöhung, wo Autos in Österreich so schon einer unverschämten Besteuerung unterliegen, ist wohl eine Mega-Frechheit.
Und dies von einem Minister der "Volks"-Partei ??? Pfui !

Antworten
baldasar
11
18
Lesenswert?

No

Und gleichzeitig wird das Fliegen verbilligt dass kann nur einer Lobbyisten Partei einfallen

Antworten
HerbertKoenig
6
22
Lesenswert?

Ja unsere beste Regierung die Österreich je hatte!

Sogar mit der Masche Umweltschutz zocken sie ab.

Ölkessel, Bellets, werden immer noch gefördert.
Photovoltaik, Strom aus Wind und Wasser wird verhindert.
Wo ist unser Land das laut unseren Politikern ja überall im positiven Sinn Beispiel gebend ist? Eigenlob stinkt zum Himmel und das war es mit diesen Schädlingen
Die Top 10 der saubersten Länder der Welt:

1. Kenia
2. Tansania
3. Äthiopien
4. Mosambik
5. Kamerun
6. Sambia
7. Indonesien
8. Simbabwe
9. Brasilien
10. Demokratische Republik Kongo

Antworten
Passsteirer
1
6
Lesenswert?

Liegt es an Regierungen oder System ??

Unser System ist gleich wie in BRD, drüberfahren und bestimmen über Volk!
Belogen werden wir immer werden Ölkessel werden nicht gefördert Es gibt einen Zuschuß der Ölindustrie,(Heizen mit Öl) was ist Unabhängig ist von Staatsförderungen. Pellet werden gefördert, nur es gibt die HOLZ LÜGE. Den Holz ist teuer, ganze Gebirge werden in Rumänien abgeholzt. ZB zahlt man im Ennstal für 1 RM HOLZ in Kiste Lagerhaus 104,99 Euro. Dann Dieselsteuer, gilt die auch für Landwirte? Die fahren spazieren mit 1 Siloballen hinten drauf.
Es geht um Gleichheitsprinzip- Traktoren sind gefördert. Eines ist EINMALIG in dem Land. Landwirtschaftminister ist Umweltminister, weil Bauern genug Co2 produzieren Überings, sind diese von Polizeistrafen ausgenommen.
1. Antwort ist man mir SCHULDIG; Warum kaufte der Pröll die Hypo Kärnten zurück???

Antworten
EvaSchnabl
11
1
Lesenswert?

Bin überrascht 😳

Ich selber habe Dieselautos immer gemieden, nicht wegen dem günstigen Treibstoffverbrauch, sondern rein wegen dem ruppigen Fahrverhalten.
Dieselfahrzeuge sind mir zu bodenständig. Sie haben zuviel Drehmoment beim Wegfahren vom Stand,und zuwenig Leistung beim Überholen bei höherem Speed.
Deshalb fahre ich einen BMW Z4 3.0si.....ein Traum von Laufruhe und Leistungsentfaltung.

Antworten
alsoalso
11
28
Lesenswert?

Förderung für den Ländlichen Raum ?

Bei diesem Geschwätz des Tirolers kommt einem die Galle hoch ! Verlegung von Bundesdienststellen auf das Land = neue Kosten für Umsiedlung und dann lange Dienstfahrten nach Wien mit viel Zeit und Dienstkilometer - alles ein Kasperltheather . Oder : Rückerstattung der Mineralölsteuer (MÖSt) für Bauern / zuerst mit Hilfe des Bauernbundes abgeschafft und jetzt dann bei der nächsten Nationalratswahl ist es dann ein griffiger Wahlschlager des Bauernbundes (so ein Kurzzeitgedächtnis haben nur wenige !) Oder ein weiteres Beispiel : Da wird BIO als große Zukunft den Bauern präsentiert und empfohlen / in der Praxis holt die vom Bauernbund dominierte Großgenossenschaft BERGLANDMILCH die BIOMILCH nicht ab ( auch bei einem Bauernbund Landeskammerat - er hat daraufhin sein Mandat zurückgelegt )

Antworten
duesentrieb1
17
18
Lesenswert?

Benziner, klar doch

Die Diesel-Lüge war schon mehr als aufdringlich, die Skandale um die VAG-Gruppe ebenso. Die nächste Lüge ist die E-Mobilität. Ich bleib beim Benziner, mit Abgasregulierung, perfekter Ventilsteuerung und entsprechender Fahrweise.

Antworten
sapientia
26
17
Lesenswert?

Aufbrausende Entrüstung, wenn es um das liebste Spielzeug des Österreichers (ohne Genderung) geht!

Dabei genießt der Dieseltreibstoff über die vielfältigen immensen technischen Vorteile (siehe Kristianjarnig weiter unten, ausser beim höheren NOx-Ausstoß) hinaus auch noch (in ungerechtfertigter Weise den Vorteil der steuerlichen Besser-Behandlung:
Steueranteil bei Benzin (Anfang 2016) ist 0,482 EUR/lit, bei Diesel 0,397 €/lit, das ergibt bei einem 60 Liter-Tank Mehrkosten von 5 (fünf) EUR, dem Gegenwert einer Zigarettenpackung! Und deswegen die ganze Aufregung?
Weit mehr wäre zu beanstanden, dass Flugbenzin überhaupt keiner Besteuerung unterliegt!
Dass Diesel nun Steuer-mäßig gleich wie Benzin behandelt werden soll, regt wohl nur jene auf, die das "berufsmäßig" immer tun.
PS: Fahre auch ein Diesel-Auto ...

Antworten
dalvero
13
23
Lesenswert?

Achtung:

Rauchen ist ungesund!

Antworten
gerry2kzf
14
47
Lesenswert?

Das Theater hatten wir auch schon mit dem Strom.

Damals wurde Heizen mit Strom propagiert und kaum waren die Stromfresser montiert, ging der Strompreis nach oben. Jetzt läuft das gleiche mit dem Diesel. Die Frächter müssen auch mehr bezahlen, damit werden alle Frachtgüter teurer, natürlich auch Lebensmittel und so kann sich unsere Regierung wieder über viele Steuermillionen freuen, die sie dann verprassen kann.

Antworten
kurt kofler
25
50
Lesenswert?

klar

Steuern rauf das die rot-grünen-schwarzen die Steuergelder verprassen können und noch mehr Schulden machen.

Antworten
Lupoo
13
48
Lesenswert?

Typisch für einen Vertreter

der schwarzen Partie !
So ein elendiger Herz-Jesu-Pharisäerminister !
Die Autofahrer sollen beim Diesel abgezockt werden, aber bei den Bauern soll der Diesel günstiger werden.
Und 10% der Dienststellen in die Pampa verschieben ( mit dem Vorschlag kommt er auch jährlich einmal - mindestens ), damit mehr Dienstautos gebraucht werden um zu den Besprechungen in die Zentrale zu fahren. Da solltens fairerweise aber keine Dienstautos sondern Diensttraktoren bekommen ( wegen dem billigeren Bauerndiesel ) - und bitte nicht, wie es schon vorgekommen ist bei manchen Agrariern, mit Heizöl tuckern.

Antworten
bountylover
17
55
Lesenswert?

...eiskalte Berechnung?

Jetzt, wo jeder zweite Pkw-Besitzer einen Diesel hat, hat man natürlich eine große Zahl an verunsicherten Menschen, die man durch ein bisschen Populismus zum Kauf eines neuen Autos bewegen kann. Nachdem das Thema der "unbedingt erforderlichen" Fassadendämmung wohl nicht mehr zieht bzw. endgültig ausgelutscht ist, nimmt man halt das Auto ins Visier.

Antworten
Marcuskleine
39
15
Lesenswert?

ja genau???

Das arme arme Auto ist wieder die Melkkuh, oder wie?
Dass PKW-Diesel niemals die Abgaswerte eines durchschnittlichen Benziners erreicht haben, war jedem Dieselbesitzer der vergangenen 20 Jahr klar. Man hat trotzdem Diesel gekauft, weil man sich an der Tankstelle was gespart hat.
Heute kommt heraus, dass VW, Renault und ALLE anderen PKW-Diesel-Anbieter nicht einmal die laxen Euro NOx-Grenzwerte eingehalten haben. Heute kommt ans Licht, dass die (mittlerweile durchaus sparsamen) Benziner im Test und im Realbetrieb bei etwa 10-20 mg NOx/km liegen, während auch Euro6-Diesel statt der geforderten 80 mg auf sagenhafte 500 - 800 mg NOx/km kommen. Genau heute, am heutigen Tag, ist der Zeitpunkt gekommen , wo die letzten Diesel Käufer (manche wohl auch im guten Glauben, getäuscht durch die Industrie) den Diesel als das abstempeln müssen, was er ist: eine illegale "Abkürzung" auf Kosten unser aller Lungen und Gesundheit!

Antworten
cindymax1
8
12
Lesenswert?

und werden sie

auch vorschlagen, dass alle Lastkraftwagen, Omnibusse, Traktoren, Baumaschinen, Aggregate, Lokomotiven, sowie alle Ölheizungen etc. auf Benzin umgestellt werden ???

Die Raffinerien werden sich freuen, wenn sie den überschüssigen Diesel in den Bach schütten dürfen.

Antworten
 
Kommentare 1-26 von 37