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Bilderberg-Konferenz Telfs

Globalisierungsgegner wollen auf Gewalt verzichten

Bei einer Demonstration am 13. Junii Tiroler Telfs werden voraussichtlich 1000 bis 2000 Teilnehmer erwartet. Die überparteiliche Plattform betonte ihre "Friedenshaltung".

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© APA/EPA/YOAN VALAT
 

Die Bilderbergkonferenz von 10. bis 14 Juni in Telfs in Tirol ruft auch die Gegner auf den Plan. In Tirol formierte sich eine "Überparteiliche Plattform" aus Vertretern politischer Organisationen, NGOs und Einzelpersonen. Die Plattform wird eine mehrtägige "Alternativkonferenz" in Innsbruck sowie einen großen Protestmarsch in Telfs mit voraussichtlich "1.000 bis 2.000 Teilnehmern" abhalten.

Dies kündigten Proponenten am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in der Tiroler Landeshauptstadt an. Zu der Plattform "Bilderbergproteste 2015" gehören unter anderem Attac Tirol, KPÖ, Grüne, die Piraten sowie das Friedensforum Innsbruck. Sie betonte ihre klare Abgrenzung zu möglichen gewalttätigen Protesten. "Wir stellen klar, dass sämtliche vier Tage auf positiver Energie aufgebaut sind und auf einer Friedenshaltung beruhen", erklärte der Innsbrucker Grünen-Gemeinderat Mesut Onay.

Ärger machen

So habe man mit dem großen Protestmarsch am 13. Juni in Telfs etwa bewusst nicht die Nähe des Interalpen Hotel Tyrol gesucht, in dem das Bilderbergtreffen stattfinden wird. Der Treffpunkt für die Demonstration ist der Telfer Rathausplatz. "Wenn Leute kommen sollten, um Ärger zu machen, stehen sie alleine da", machte Onay klar. Zudem würden die Plattform vor Ort eine Einschätzung vornehmen. "Unruhestifter" hätten jedenfalls keinen Platz. Es werde eine friedliche Demonstration sein, zu der auch Familien und Kinder eingeladen seien. Zudem sei man auch mit der Polizei "in gutem Einvernehmen". Onay erwartete auch Protestteilnehmer aus anderen Bundesländern sowie aus Deutschland.

Die Plattform sah auch keine Gefahr, dass gewaltbereite Demonstranten nach dem G-7-Treffen in Bayern am 7. und 8. Juni nach Tirol überwechseln. Unter den friedlichen Demonstranten gehe die Einladung aber "grundsätzlich an alle".

An der Bilderberg-Konferenz selbst ließen die Proponenten unterdessen erwartungsgemäß kein gutes Haar. Es handle sich um ein "organisiertes Geheimtreffen", bei dem über die Köpfe der repräsentativen Demokratie und der Bürger hinweg entschieden werde.

Kommentare (1)

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Lesenswert?

Also mir würd's taugen

wenn die Bilderberger ein paar auf's Maul kriegen! :-)