Die FPÖ bastelt weiter an der Expansion ihres mittlerweile beachtlichen Medienimperiums. Am 17. Jänner, wenn sich die FPÖ zu ihrem Neujahrstreffen in Klagenfurt trifft, soll das neue Onlineradio „Austria First“ starten – angelehnt an Donald Trumps Mantra „America First“. Das kündigte FPÖ-Obmann Herbert Kickl am Donnerstag an: „Dieser Sender wird Österreichs erstes Patriotenradio“.

Der neue Sender soll, so Kickl, rund um die Uhr senden und, umgeben von viel Musik, live moderierte Sendestrecken in der Früh, zu Mittag und am späten Nachmittag sowie für Österreich relevante Nachrichten zur vollen Stunde umfassen.

FPÖ verfügt über eigene Medienwelt

Der neue digitale Radiosender wird damit Teil eines weiter wachsenden Medienbiotops, das direkt oder indirekt eng mit der FPÖ verbunden ist. Dazu gehören etwa FPÖ-TV, etliche weitere blau-affine Kanäle wie AUF1 und ein reichweitenstarker Social-Media-Auftritt der Freiheitlichen quer über mehrere Plattformen.

In diesem Bereich waren die Freiheitlichen die ersten, die auf eigene Medien setzten, um kritischen Journalismus zu umgehen. Auf diesen Trend sind auch bereits andere Parteien aufgesprungen. Erst kürzlich hat die SPÖ mit „SPÖ eins“ einen eigenen digitalen TV-Kanal gestartet. Daneben betreiben sämtliche Parteien auch Podcasts und nahestehende Plattformen. Alles aus den Mitteln der in Österreich besonders großzügigen Parteienförderung finanziert.