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BrexitEU lehnt Großbritanniens Bitte um Gespräche am Wochenende ab

Die Vorschläge von Boris Johnson seien keine Basis für seriöse Gespräche, heißt es aus Brüssel.

Kein weg zurück? EU verweigert vorerst Gespräche mit Boris Johnson © (c) EPA (SCOTT HEAVEY/POOL)
 

Die EU-Kommission hat eine Bitte der britischen Regierung um Brexit-Gespräche an diesem Wochenende abgelehnt. Die von Premierminister Boris Johnson am Mittwoch unterbreiteten Vorschläge seien keine Basis, um ein Abkommen über den für 31. Oktober geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zu schließen, erklärte die Kommission zufolge.

Es werde an diesem Wochenende nicht über Johnsons Vorschläge gesprochen, den Backstop zu ersetzen, zitierte der britische Sender eine Sprecherin der EU-Behörde. Großbritannien werde am Montag eine weitere Gelegenheit erhalten, seine Vorschläge im Detail zu präsentieren.

Die "Times" hatte zuvor einen EU-Diplomaten mit den Worten
zitiert, wenn es am Wochenende Gespräche gäbe, dann hätte das den Anschein ordentlicher Verhandlungen. "Davon sind wir noch ein großes Stück entfernt."

Streitpunkt Nordirland

Die künftige Ausgestaltung der Grenze zwischen dem EU-Mitglied
Irland und der britischen Provinz Nordirland ist der größte
Streitpunkt. Die "Backstop" genannte Notfalllösung sieht vor, dass
die Grenze nach dem EU-Austritt Großbritanniens durchlässig bleibt,
bis eine endgültige Regelung gefunden wird. Allerdings soll
Nordirland bis dahin Teil des EU-Binnenmarktes bleiben. Johnson und die Mehrheit des Parlamentes in London lehnen dies ab. Am Mittwoch schlug Johnson einheitliche Regelungen auf der gesamten irischen Insel für bestimmte Bereiche des Handels vor. Ein Wiederaufbau von Grenz- und Zollanlagen soll vermieden werden.

Der Premierminister hatte am Freitag bekräftigt, er wolle die EU
nicht um eine erneute Verschiebung des Brexit-Termins ersuchen.
Zugleich erklärte seine Regierung aber ebenfalls am Freitag, Johnson werde die EU schriftlich bitten, den Brexit zu verschieben, sollte bis zum 19. Oktober keine Scheidungsvereinbarung erreicht sein. Die Staats- und Regierungschefs kommen am 17. und 18. Oktober zu ihrem Gipfeltreffen in Brüssel zusammen.

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Kommentare (7)

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Mein Graz
1
13
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Brexit - ganz einfach erklärt:

UK: Wir wollen ein Einhorn
EU: Einhörner gibt's nicht - ihr könnt ein Pony haben.
UK: Wir haben abgestimmt. Das Pony wollen wir nicht.
EU: Ein Pony oder gar nichts.
UK: Wir haben abgestimmt. Gar nichts wollen wir nicht.
EU: Ihr habt’s noch nicht verstanden, oder?
UK: Wir brauchen mehr Zeit zum Nachdenken.
EU: Über das Pony oder über das gar nichts?
UK: Wir wollen ein Einhorn.

(Quelle: What's-app...)

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Hintschi
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7
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Spitze!

Der Kommentar ist spitze und bringt es auf den Punkt! 😂

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artjom85
0
5
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War ja auch klar.

Boris Johnson hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er persönlich die "No Deal"-Variante des Brexits bevorzugt. Ihm waren die negativen Konsequenzen davon von Anfang an egal. Nachdem er aber noch immer einem Parlament seine Taten erklären muss, hat er offensichtlich ein paar unannehmbare "Deals" inder Tasche, damit zumindest einige wenige Parlamentarier glauben, er wolle nicht nur stur sein Ding durchziehen.
Einfach nur naiv, der Boris.

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Think_simple
1
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Ultimatum

Ich könnte mich da an ein Kommentar vom letzten Brexit-Treffen erinnern, dass der 30.9. Das allerletzte Limit für einen Vorschlag sei, da dieser ja auch noch geprüft und beschlossen werden müsste. Nun, der 2.10
Ist nicht weit weg, aber: es wäre ja auch nicht so dass die Briten nicht schon etwas Zeit gehabt hätten.
Nein, jetzt heißt es hart bleiben, nutzt nix.

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tigeranddragon
2
10
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Jetzt

kommts dick fürn BJ

Man sieht diejenigen die EU darstellen können eben nicht nur posen, wenn sie am viel viel längeren Ast sitzen.

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umo10
3
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Lausbübischer Boris

Mich wundert, dass dieser Clown ernst genommen wird.

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gm72
3
60
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Finde ich in Ordnung

Mir tut zwar die britische Bevölkerung leid, denn denen war 2016 nicht bewusst, was auf sie zukommt, aber meiner Ansicht nach darf die EU jetzt nicht klein beigeben, nur damit die Briten einen geschmeidigen Austritt ermöglicht bekommen. Scheiden tut halt mal ein bisserl weh.

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