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EU-Asylgipfel beendetMerkel: "Alle müssen sich um alles kümmern"

Angela Merkel tritt für individuelle Lösungen ein, es könne nicht immer auf alle 28 Staaten gewartet werden. Alle EU-Staaten seien sich einig, dass "wir die illegale Migration reduzieren wollen".

Angela Merkel und Jean-Claude Juncker © 
 

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat nach Ende des EU-Asylgipfels mit 16 Staaten in Brüssel Sonntagabend zwar "viel guten Willen" der Länder, aber auch einige Unterschiede" in der Migrationsfrage geortet. Merkel erklärte, es gebe aber ein "großes Maß an Gemeinsamkeit". Sukkus sei, dass sich "alle um alles kümmern müssen".

Zeit für Fragen von Journalisten auf die Lage in Deutschland und das Verhältnis zu Horst Seehofer gab es nicht. Merkel sagte in ihrem Statement lediglich, es habe eine sehr gute und wichtige Diskussion gegeben. "Wir sind uns alle einig, dass wir die illegale Migration reduzieren wollen". Es gehe darum, "unsere Grenzen zu schützen und wir sind alle für alle Themen verantwortlich. Es kann nicht sein, dass sich die einen um Primärmigration kümmern, die anderen um die Sekundärmigration".

Wo möglich, sollte europäische Lösungen gefunden werden. "Wo nicht, sollen die, die willig sind, zusammengeführt werden und gemeinsam einen Rahmen des Handelns ausarbeiten". Dabei gehe es um die Frage der externen Dimension, die Beziehung zu den Herkunftsländern, den Transitländern. Das EU-Türkei-Abkommen bezeichnete Merkel als "beispielhaft". Doch jetzt müsse die EU die zweite Tranche zahlen.

Abkommen mit Herkunftsländern entwickeln

Deutlich sei auch gemacht worden, dass Abkommen mit Herkunftsländern zur Migration entwickelt werden müssten. Dazu werde man sich die Aufgaben unter den Mitgliedsländern aufteilen, "damit immer einige für ganz Europa arbeiten können". Schließlich gehe es um die Stärkung von Frontex, wo das Mandat gegebenenfalls ausgeweitet werden soll. Ferner dürfe man die Herkunftsländer nicht allein lassen. "Die Schlepper und die Flüchtlinge dürfen sich nicht aussuchen, in welchen EU-Ländern sie Asylanträge bearbeiten lassen. Wir müssen bestimmen, wer welche Aufgaben hat".

Bei ihrer Ankunft in Brüssel sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, es sei ein Treffen, um einen fairen Umgang innerhalb der EU mit der Migrationsfrage zu schaffen. Einerseits gehe es um die Primärmigration, also den Zustrom zu den Außengrenzen, aber auch um die Sekundärmigration, den Migrationsfluss innerhalb der EU.

Eine Lösung werde Zeit in Anspruch nehmen, es sei damit auch beim EU-Gipfel in der kommenden Woche noch nicht zu rechnen. Bundeskanzler Sebastian Kurz hat Stunden vor dem Treffen seine Bereitschaft erneuert, Österreich als Brückenbauer zu positionieren. In Brüssel betonte er, es gehe nicht um einen innerdeutschen Streit, sondern um eine eine große europäische Frage. Kurz sieht eine Chance für konkrete Maßnahmen frühestens beim Gipfel in Österreich am 20. September. Bis dahin zeigt er sich aber eher optimistisch: "Es ist möglich, Lösungen zu finden und nicht alles den Schleppern zu überlassen."

Der italienische Plan

Die Italiener haben dem Vernehmen nach einen zehn Punkte umfassenden Plan unter dem Titel "European Multilevel Strategy for Migration" mit dabei, in dem sie Vorschläge für eine Systemerneuerung zusammengefasst haben. Unter anderem soll es dabei um die Einrichtung "sicherer Häfen" gehen, von denen aus ankommende Flüchtlinge auf Europa verteilt werden könnten. Die Dublin-Regelung, nach der Migranten in dem Land einen Asylantrag stellen müssen, das sie zuerst innerhalb der EU betreten hätten, müsste komplett überwunden werden. Italien fordert "gemeinsame Verantwortung" aller EU-Mittelmeerländer bei der Aufnahme von Migranten. "Die Rettungspflicht kann nicht zur Pflicht werden, die Asylanträge aller eingetroffenen Migranten zu prüfen", heißt es im Programm, das auszugsweise von Premier Conte vorgestellt wurde.

 

Mini-Gipfel Live

19.30 Uhr

Der EU-Asylgipfel ist beendet. Die deutsche Kanzlerin ortet "viel guten Willen" und trotz Unterschieden "großes Maß an Gemeinsamkeit".

18.15 Uhr

Die Beratungen dauern an, über konkrete Ergebnisse ist vorerst noch nichts bekannt. Die Staats- und Regierungschefs haben aber con Beginn an klargestellt, dass sie so knapp vor dem Gipfel kommende Woche ohnehin nicht mit fixen Entscheidungen, wohl aber mit Bestimmungen der Marschrichtung rechnen.

15.30 Uhr

Giuseppe Conte, italienischer Regierungschef, will einen völlig neuen Vorschlag einbringen, mit dem die bisherigen Dublin-Regeln hinfällig wären - ein Punkt, der von vielen gewünscht wird. Das Schlagwort lautet "European Multilevel Strategy for Migration" (etwa: Mehrphasen-Strategie für eine europäische Migrationslösung).

15.20 Uhr

Josef Muscat, Regierungschef in Malta, spricht von einer "extrem präkeren Situation". Es gehe jetzt nicht darum, jemandem die Schuld an allem zuzuweisen, sondern wie man zu einer Lösung kommt. Eine Mauer auf hoher See zu bauen, sei zu wenig.

15.10 Uhr

Emmanuel Macron weist darauf hin, dass bei allen notwendigen Maßnahmen die Menschlichkeit nicht vergessen werden sollte. Auch er meinte, Lösungen könnten für alle Mitgliedsländer angestrebt werden, oder aber für einzelne, die sich auf einen gemeinsamen Weg einigen.

14.50 Uhr

Der Luxemburger Premier Xavier Bettel sagt, es gehe hier nicht um das politische Überleben von Angela Merkel. Es gehe um eine Lösung für die Zukunft.

14.45 Uhr

Angela Merkel trifft ein. Sie spricht (siehe oben) von einem längeren Arbeitsprozess. Es werde tri- und bilaterale Gespräche geben müssen, zwischen den einzelnen Ländern.

14.40 Uhr

Als erste treten der belgische Ministerpräsident Charles Michel und der bulgarische (noch-)Ratspräsident Boyko Borrissow vor die Presse. Borrisow spricht in seiner Landessprache; danach folgt der dänische Ministerpräsident Lars Lökke Rasmussen, der ebenfalls in seiner Sprache referiert. Übersetzung gibt es nicht, das allgemeine Verständnis ist begrenzt. Dann stellt Rasmussen auf Englisch um: Er sagt, es sei schon viel geschehen und es gebe nun zahlreiche Vorschläge, wie man das Migrationsproblem in Zukunft angehen könnte, vor allem näher an den Ausgangspunkten. Immerhin: Dänemark habe die niedrigste Zahl an Asylwerbern in den vergangenen neun Jahren.

14.15 Uhr

Das Medieninteresse ist enorm, es wird auf das Eintreffen der Staats- und Regierungschefs gewartet. Ob es schon zu Beginn Statements gibt, ist offen.

Riesiges Medieninteresse am Eingang Foto © Lieb

Die italienische Regierung drängt auf Flüchtlingseinrichtungen im Niger und in Libyen für die Erstaufnahme der Migranten. Hier soll festgestellt werden, welche Flüchtlinge Recht auf Asyl in Europa haben. Jene, denen kein Asyl zugestanden wird, sollen zurückgeführt werden. Daher solle die EU mit dem Flüchtlingswerk UNHCR und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) an Programmen für die Rückführung von Migranten arbeiten. Migranten, die trotzdem illegal in Europa eintreffen, sollen auf mehr EU-Länder verteilt werden. Die italienische Regierung drängt auf eine Stärkung der EU-Außengrenzen. Italien unterstütze bereits die EU-Missionen EunavforMed, Sophia und Themis. Das Land fördere hinzu die libysche Küstenwache. Diese Initiativen sollten gestärkt werden, betonte Conte. "Wir wollen komplett das Dubliner Asylabkommen überwinden und strukturelle Lösungen für die Flüchtlingsproblematik finden. Die Öffentlichkeit in unseren Ländern fordert das von uns", meinte Conte.

Merkel unter Druck

Kommentatoren reden bereits vom "Endspiel" für die deutsche Kanzlerin. Mit dem heutigen Mini-Migrations-Gipfel in Brüssel beginnt für Angela Merkel eine siebentägige Phase, in der über die Zukunft Deutschlands - und vielleicht auch der Europäischen Union - entschieden wird.

Am Dienstag muss sie in die CDU/CSU-Bundestagsfraktion, am Abend in den Koalitionsausschuss. Am Donnerstag und Freitag folgt der EU-Gipfel in Brüssel. Und am Sonntag, heute in einer Woche, will die CSU entscheiden, ob sie im Streit über die Flüchtlingspolitik die finale Eskalationsstufe zündet und Innenminister Horst Seehofer nationale Zurückweisungen an der Grenze anordnen soll. Merkel habe dann "aus der Würde ihres Amtes heraus keine Wahl" als den CSU-Chef zu entlassen, sagte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Die Ereignisse der Jahre 2015 und 2016 – holen sie Angela Merkel jetzt ein? Ist der innerdeutsche Zwist, der Streit in der Koalition um den Umgang mit Flüchtlingen jener Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt und nicht nur Deutschland, sondern die ganze Europäische Union in eine existenzielle Krise stürzen kann?
Dass sich heute, Sonntag, 16 der 28 Staats- und Regierungschefs zu einem „Minigipfel“ in Brüssel treffen, obwohl es kommende Woche ohnehin einen lange geplanten Gipfel der EU-28 gibt, geht auf Initiative von Deutschland zurück.

Merkel (CDU), die lange Zeit ihre umstrittene „Willkommenspolitik“ hatte verteidigen können, war angesichts der immer lauter geführten Flüchtlingsdiskussion in Europa von Innenminister und Koalitionspartner Horst Seehofer (CSU) unter Druck gesetzt worden. Dieser hatte – unterstützt von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) – darauf gedrängt, Flüchtlinge an den deutschen Grenzen zurückzuweisen, wenn diese bereits in anderen EU-Ländern registriert wurden – notfalls im Alleingang.

Sondergipfel zur Flüchtlingspolitik

Die Folge wäre unter anderem ein Dominoeffekt: Sowohl Kurz als auch Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) sahen als logische Konsequenz eine Kettenreaktion; Österreich und andere Länder würden dann ebenfalls ihre Grenzen hochziehen: „Wir sind selbstverständlich vorbereitet und werden unsere Grenzen sichern“, sagte Strache gestern.

Lagebesprechung mit Macron

Angela Merkel verschaffte sich eine Art Aufschub von zwei Wochen und traf sich zur Lagebesprechung mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Mit dabei auf Schloss Meseberg bei Berlin: EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Es ging um die Währungsunion – und um eine neue Asylregelung. Das heutige Treffen in der Kommission sollte als „informelles Arbeitstreffen“ zur Gipfel-Vorbereitung laufen. Doch es kam anders: Italien drohte abzuspringen, als vorab schon ein Positionspapier die Runde machte, die Visegrádstaaten, die Italien und Österreich als Verbündete betrachten, boykottieren das Meeting offen und die Auseinandersetzung um Lösungsansätze wird immer lauter.
Lauter werden nun auch die Warnungen. Europas Stabilität hänge von Deutschlands Stabilität ab, sagte gestern EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani.

Der Umgang mit der Zuwanderungsfrage darf nicht zur Zerstörung der Europäischen Union führen.

Antonio Tajani, EU-Parlamentspräsident
Er sei „gegen Maßnahmen an den Binnengrenzen“. Die Lösung liege beim wirksamen Schutz der Außengrenzen, die Migrationsfrage dürfe nicht zur Zerstörung der Europäischen Union führen. Sebastian Kurz sah das in einem „Bild“-Interview in Bezug auf den Verteilungsschlüssel ähnlich: „Wir müssen jetzt aufpassen, dass die EU nicht komplett auseinanderfällt, und endlich damit aufhören, weiter über ein Verteilungssystem zu sprechen, das einfach nicht funktionieren wird“, sagte er. Und Bundespräsident Alexander Van der Bellen warnte in der „Krone“ vor den Konsequenzen eines Zerfalls der Europäischen Union. „Wir sind alle gut beraten, uns klarzumachen, was es bedeuten würde, wenn die EU zerfällt. Insbesondere die kleinen Staaten wie Österreich tun gut daran, sich das zu überlegen.“

In Deutschland bereitet man sich indessen auf die Möglichkeit vor, dass die Koalition zerfällt und die Tage von Angela Merkel als Kanzlerin gezählt sind. Beim Asylstreit mit der CDU geht es der CSU nach Einschätzung von Die-Linke-Chef Bernd Riexinger gar nicht um die Sache: „Ich habe den Eindruck, dass das ein Putsch von rechts gegen Merkel ist. Und dass das eigentliche Ziel ist, Merkel zu stürzen.“ Als treibende Kräfte sieht er CSU-Länderchef Alexander Dobrindt und den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.
Frankreich ist pessimistisch: Es handle sich „um eine Krise unserer Stützpfeiler, unserer Werte“, so ein Sprecher. Macron brachte gestern in letzter Sekunde geschlossene Flüchtlingszentren innerhalb Europas ins Spiel – und finanzielle Sanktionen bei Nichtaufnahme.

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Danke für Ihr Verständnis.

ichbindermeinung
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Das sollen die Österreicher

entscheiden ob sie noch weiterhin "willig"sind für die Hunderttausenden die schon hier sind und die noch tagtäglich dazukommen zu zahlen. Dass das ein paar Politiker von Ö alleine entscheiden sollen ist zu viel Verantwortung

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Nadu1205
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Grenzen

Macht endlich die EU-Aussengrenzen zu! Die Schlepper gehören verhaftet, egal welche Organisation....
Italien u. Österreich geben den Ton an - Merkel ist Geschichte!
Forza Lega Nord u. FPÖ

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Mr.T
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Es ist egal...

... was Merkel sagt, plant oder tut... Basti ist dagegen... er hat nur EIN ZIEL: Merkel muss weg!!! So wie schon bei Mitterlehner... zu gemäßigt... zu Gesetzeskonform!!!

Er will, dass die Rechten (CSU, AfD usw.) in Deutschland mit an die Macht kommen... dann bekommt er mehr Macht!!!

Europa braucht einen Führer... jung, dynamisch, eloquent... Inhalt? Sicher... Grenzen zu, alle mit der falschen Religion müssen weg, Schwache werden enteignet... die Richtigen bekommen mehr und werden bevorzugt...

... und die Steigbügelhalter... dürfen auch mitspielen... bekommen die Polizei, das Bundesheer... damit sie ihre Wehrsportübungen in Ruhe durchführen können!!!

Bravo... so werden wir es sicher schaffen Europa an die Wand zu fahren!

Und alle die glauben, dass dann alles besser wird... ihr werdet es erst verstehen wenn alles GANZ anders kommt als euch das gesagt wurde!!!

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Lodengrün
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Ja und außer intrigieren

kann er ja nichts. Das aber macht er gekonnt. Dabei geht er mit jedem in die Heia der seinen Machtgelüsten dienlich sein kann. Ihn kann nur einer stoppen. Strache. Der will selber Nummer 1 werden und wenn die Zeit reif ist wird er Kurz fällen.

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voit60
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was glaubt der Junge eigentlich, wer er ist

mischt sich da in innerdeutsche Angelegenheiten ein, stellt sich eindeutig gegen die dt. Kanzlerin, ist der noch vor seinem Größenwahn zu retten? Wir hatten schon einmal einen Jungstar, der von einer dt. Talkshow zur nächsten gondelte, und sein sog. teuer erkauftes Nullerdefizit gelobt hatte, und den Deutschen sagen wollte, wie gut er ist, und wie schlecht die Deutschen. Die Deutschen hatten nur er kurz zuvor die bankrotte und ruinierte DDR übernommen. Wo der damalige Jungpolitstar im Moment steht, ist täglich auch nachzulesen.

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SoundofThunder
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Jetzt auf einmal ist es umgekehrt?

Merkel will nicht mehr auf alle 28 Staaten warten und KurzIV will dass alle Staaten eingebunden werden? Verkehrte Welt. Und natürlich mischt KurzIV aktiv im innerdeutschen Streit mit.Er verhält sich wie ein Elefant im Porzellanladen. Ein Ratspräsident sollte sich neutral verhalten und Brücken bauen als bestehende abzureißen. Wahrscheinlich benötigt er das Flüchtlingsthema um sich zu profilieren und sein Ego zu befriedigen obwohl er außer Unrealistische Realitätsferne Überschriften von sich gegeben hat. Wie er das umsetzen will weiß er nämlich nicht.Braucht er auch nicht wissen,man muss nur Überschriften von sich geben und schon beten ihn seine Jünger an.

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Lodengrün
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Unser Studienabbrecher

realisiert nicht einmal das die Migration Ursache der deutschen Zwistigkeit ist. Entweder er lebt wirklich in seiner Wolke oder ich muss mehr und mehr seinen IQ hinterfragen. Das wir es mit sehr viel Geist zu tun haben, dieser Beweis wurde bis dato nicht erbracht.

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zyni
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Ich zitiere nur

Einschätzungen von Migrationsexperten.
Mind. 200 Mio. Menschen möchten nach Europa. Vorzugsweise nach A, DE und Schweden. Die Bilder der euphorisch empfangenen Flüchlinge der Aquarius in Valencia sind wie eine kostenlose Werbung für die Schlepper-Industrie und bestärken die Flüchtlinge sich auf den Weg zu machen.
Merkel agiert mit ihrer Politik nicht im Interesse Europas. Hoffe sie ist bald Geschichte. Kurz hat den Ernst der Lage schon lange erkannt und handelt im Sinne Europas.

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spwolfg
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Migrstionsexperten

Migrationsexperten, so einen Unsinn zu verbreiten ist lächerlich. In diesem Bereich gibt es keine Experten. Der ganze Kommentar von "zyni" (Kurzform von Zyniker) entspricht seiner Lebenseinstellung. Zynikern muss man aus dem Weg gehen. Im Grunde geben sie den Furz der Populisten als ihre eigene Meinung weiter, jämmerlich....

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zyni
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Versuchen Sie sinnerfassend

zu lesen. Dann werden Sie zustimmen, es sind Fakten. Sie konzentrieren sich mehr auf Nebensächlichkeiten. Sie sind ein echter Schlaumeier, wenn Sie „Zyni“ so interpretieren 😉

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5d659df496fc130dbbac61f384859822
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@zyni

Dir ist hoffentlich klar, dass trotz Schließung der Grenzen weiterhin Millionen von Menschen nach Europa kommen wollen. Und wenn es legal nicht geht, dann eben illegal! das wird so lange bleiben, wie in Afrika für diese Menschen die wirtschaftliche Grundlage zum Überleben fehlt. Und mit jedem sich illegal aufhaltendem Mensch, steigt das Risiko, dass er mangels Perspektiven kriminell wird. Das Problem gehört vor Ort gelöst, sprich: Wirtschaftshilfe für Afrika, die diesen namen auch verdient. Das kostet nur wenig mehr, als die Aufwendungen für eine nicht vollständig funktionierende Abschottung.

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zyni
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Sie sehen es nach meiner

Meinung richtig. Die Umstände bzw. Ausbeutung der betroffenen Länder sind unerträglich. Ich verstehe die Menschen, die Angebote der Schlepper annehmen und sich auf den Weg machen.

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5d659df496fc130dbbac61f384859822
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Kurz ist der übelste Taktierer

von allen! Seine Absicht ist klar - bis zum 20.September wird er versuchen jede Lösung zu torpedieren nur um am Gipfel in Wien besonders gut dazustehen, sollte dort wirklich eine Einigung erreicht werden. Dass bis dahin jede Menge an Flüchtlingen weiter im Mittelmeer absaufen, wird offensichtlich in Kauf genommen. Abstoßend!!

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Lodengrün
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Und niemand

zieht den Schleppern vor Ort das Handwerk. Die gleichen in Art und Größe fast schon Reiseunternehmen. Und solche agieren unerkannt? Nicht wirklich

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voit60
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vielleicht gefällt gewissen Rechtspopulisten

die Situation mit den Flüchtlingen sehr gut, damit können sie, die sonst nichts zum bieten haben, die jeweilige Grenzschließung anbieten.

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zyni
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.... und die NGOs,

die es grundsätzlich gut meinen, werden von den Schleppern missbraucht. Ein perfektes System.

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Lodengrün
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Er ist der Meister

des Flossenquetschens. Seine Themen sind stets gleich und schal wie gestandenes Wasser. Auf alle Fälle ist er sich nicht bewusst das er mit seinem Ausscheren mit genossen wie Orban zum Untergang der EU beiträgt. Mit einem Thema das keines mehr ist. Mit was könnte er sonst reüssieren? Mit seinem geilo-mobil?

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BernddasBrot
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Volker Bouffier

bei Maybrit Illner......Die Forderung der EU Außengrenzen - Schließung ist ja nachvollziehbar....allerdings müsste es von einer EU Exekutive gemacht werden und die einzelnen Staaten lehnen das ab , weil es IHR Hoheitsgebiet ist......eine Realisierung scheitert bereits hier , so der Ministerpräsident von Hessen weiter.....

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SoundofThunder
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Wenn Sie Flüchtlinge zurück weisen die schon in einem anderen EU-Land ...

.... registriert worden sind werden die Griechen,die Malteser und Italiener keine Flüchtlinge mehr registrieren und sie einfach ziehen lassen. Eine billigere Lösung gibt es für die nicht. Schlechte Idee.

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d265a3640f947e31a66995d9a852b2b3
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wenn z.b die Griechen merken das es kein Durchwinken

mehr nach Deutschland gibt, werden sie auch endlich beginnen die EU aussen grenzen zu schließen

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voit60
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Ein super Egoismus von euch Rechten

Geht uns ja nichts an die Aussengrenzen, wir sind ja Binnenländer, und somit nie betroffen. Passt wunderbar zu dir Kärntner Landgraf

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Mein Graz
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@earlofcarinthia

Die EU hat über 13.000 km Außengrenze. Wie willst die "schließen"?

Einen Zaun drum herum bauen, auch im Meer?

OMG, immer diese realitätsfernen Aussagen!

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1804591reit
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Wer ist hier realtitätsfern?

Bei den Möglichkeiten, die es gäbe wenn man nur wollte und die Kräfte ein wenig bündeln würde, wären sogar diese Längen an Außengrenzen zu sichern. Griechenland hat z. B. ein sehr mächtiges Militär, das Gott sein Dank nicht gegen den Erzfeind Türkei notwendig ist, könnte also locker mit seinen Schiffen Schlepperboote wieder zurückschleppen ohne dass nur ein Schuss fallen müsste. Es gehört einfach einmal eine klare Position her, die auch wirklich gewollt ist und was offensichtlich auch die Mehrheit in der EU so fordert - siehe Wahlergebnisse der letzten Wahlen.

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Mein Graz
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@1804591reit

Die EU-Außengrenze kann m.E. niemals "dicht" sein, es wird immer einen Weg geben, den die Schlepper finden.
Deinen Glaube, dass Schleppen unterbunden werden kann ohne einen einzigen Schuss, teile ich nicht. Schlepper nehmen keine Rücksicht auf Menschenleben, weder bei Flüchtlingen noch bei denen, die sie aufhalten wollen.

Dass Griechenland sein Militär nicht gegen die Türkei einsetzen muss, könnte sich - je nach Willen des türkischen Sultans - schnell ändern, und Griechenland muss die EU gegen die Türkei verteidigen, nicht nur sich selbst.

So lange Menschen flüchten müssen, weil sie ums Überleben kämpfen, wird es Flucht geben - und eben einen Weg finden.
Das Grundübel muss bekämpft werden:
Es kann nicht sein, dass die sg. 1. Welt Afrika ausbeutet und in Saus und Braus lebt! Hilfe vor Ort ist notwendig.

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schadstoffarm
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Öhrl

die teure Lehrstunde des Dr. Haider war vergebens aber nicht umsonst ! Ausschließlich auf Selbstläufer wie Überfremdung, Umvolkung, Ortstafeln konzentrieren und dieweil das Wagerl gegen die Wand fahren. Aber angeblich ist ja Wiederholung die Quintessenz der Pädagogik.

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