Das Ende des Traumurlaubs auf den Malediven hätte sich die gebürtige Kärntnerin Desiree Hribernik beim Abflug anders vorgestellt. Eigentlich hätten sie und ihr Partner bereits vor zwei Tagen wieder in Österreich landen sollen. Doch der Krieg in Nahost, der während ihres Urlaubs ausgebrochen ist, verhinderte die geplante Rückreise. Diese wäre von Malé über Dubai nach Wien gegangen, doch bereits am Mittwoch erfolgte die Stornierung. „Wir konnten dann zum Glück bei unserem Resort unseren Aufenthalt verlängern und haben das für drei Nächte getan, ohne zu wissen, wann es genau wie weitergeht – da wir das Hotel über ein Reisebüro gebucht haben, wurde unsere Verlängerung sogar von diesem übernommen, worüber wir sehr dankbar sind“, erzählt die Grazerin.

Die Emirates hätten sie erst eineinhalb Tagen nach der Flugstornierung erreichen können, dem Paar wurde eine Flugverbindung am heutigen Samstag angeboten - mit einer Umsteigezeit von 19 Stunden in Dubai. „Hätten wir diese Flüge nicht angenommen, wäre der nächste Flug erst am 15. März möglich gewesen“, berichtet Hribernik. Auch wenn Bekannte zu Hause meinten, es gäbe schlimmere Orte als auf den Malediven festzusitzen. „Auch wir waren natürlich dieser Meinung. Trotzdem hat man ein ungutes Gefühl, nicht zu wissen, wann man nach Hause kann.“

Direktflüge um Tausende Euro

Da Alternativflüge direkt nach Europa aus Kostengründen („Ein Direktflug am Sonntag nach Zürich hätte pro Person 4000 Euro gekostet“) nicht infrage gekommen sind, haben sich die beiden Steirer entschieden, den Flug über Dubai anzutreten. „Es fühlt sich schon eigenartig und beängstigend an, bewusst in ein Gebiet mit der höchsten Warnstufe zu fliegen“, erzählt die 32-Jährige.

Blick in den Flughafen
Blick in den Flughafen © Hribernik

Gut am Flughafen in Dubai angekommen, fühle sie sich nun aber sehr sicher. „Für uns war im Vorhinein klar, dass wir den Flughafen nicht verlassen werden, außer es geht nicht anders und unser Flug am Sonntag wird doch noch storniert“, sagt sie. Die Situation am Flughafen, in dessen Nähe es erst vor wenigen Stunden eine Explosion gegeben hat, sei angespannt. „Auch die Crew im Flieger kam uns angespannter vor. Und es ist auch spannend zu sehen, dass aktuell nur Flieger der Emirates hier stehen und keine Maschinen anderer Fluglinien“.

Hoffnung auf Rückflug am Sonntag

Ob es am Sonntag für Hribernik und ihren Partner nach Österreich geht, ist unklar. Auch am Samstag gab es immer wieder Meldungen der Teil- oder Kompletteinstellung des Flugbetriebs. . Aktuell steht der Flug noch am Plan, wurde jedoch bereits eine Stunde vorverlegt. „Wir haben uns aber alle Infos selbst beschafft, denn am Flughafen gibt es keinerlei Extra-Informationen“, sagt die Grazerin.