Frau Haderlap, Sie geben eher selten Interviews. Gibt es einen Grund für die Zurückhaltung?
MAJA HADERLAP: Als ich noch am Theater war, war es Teil meiner Arbeit, mich diskutierend zu erklären. Und auch später, nach dem Erscheinen von „Engel des Vergessens“, habe ich die Debatte mitgetragen, die der Roman im Land angestoßen hat. Das Annehmen einer öffentlichen, kulturpolitischen Rolle gehört zu den Aufgaben einer Autorin über das Schreiben hinaus. Aber es ist fordernd.