Mit heiserer Stimme hat sich US-Präsident Joe Biden erstmals nach seiner Coronainfektion bei einem öffentlichen Termin aus der häuslichen Isolation zu Wort gemeldet. "Ich fühle mich viel besser als ich klinge", sagte Biden zu Beginn eines virtuellen Treffens mit seinem Wirtschaftsteam, bei dem er aus dem Weißen Haus zugeschaltet war, am Freitagnachmittag (Ortszeit). Der 79-Jährige war am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Seine Sprecherin Karine Jean-Pierre und der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Ashish Jha, versicherten bei einer Pressekonferenz, dass Bidens Symptome nach wie vor mild seien und es ihm besser gehe. 17 Kontaktpersonen seien nach Bekanntwerden der Infektion identifiziert und informiert worden. Biden lasse ausrichten, dass er weiterhin acht Stunden oder länger am Tag arbeite. Er wolle die Amerikaner auch daran erinnern, die Pandemie weiterhin ernst zu nehmen und sich impfen zu lassen.

Behandlung läuft laut Ärzten zufriedenstellend

Zuvor hatte Präsidentenarzt Kevin O'Connor mitgeteilt, die Behandlung des US-Präsidenten verlaufe zufriedenstellend. "Seine Symptome haben sich gebessert", hieß es in einem Schreiben, das das Weiße Haus veröffentlichte. Biden habe am Vorabend leicht erhöhte Temperatur gehabt, die nach Behandlung mit Acetaminophen aber wieder gesunken sei. Biden habe weiterhin eine laufende Nase, fühle sich müde und huste gelegentlich. Seine Werte seien normal. Er werde weiterhin mit dem Covid-19-Medikament Paxlovid behandelt.