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SyrienPutin und Erdogan wollen Situation in Idlib "normalisieren"

Türkei und Russland setzen Kooperation trotz Differenzen fort

© AP
 

Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan haben vereinbart, sich für eine "Normalisierung" der Situation in der umkämpften syrischen Rebellenbastion Idlib einzusetzen. "Die Situation in der Deeskalationszone Idlib bereitet uns und unseren türkischen Partnern ernste Sorgen", sagte Putin am Dienstag nach einem Treffen mit Erdogan in Moskau.

Sie hätten daher "zusätzlich gemeinsame Schritte" vereinbart, um die Situation zu "normalisieren". Erdogan und Putin hatten im vergangenen September im russischen Sotschi eine Waffenruhe zwischen Rebellen und Regierungstruppen in Idlib vereinbart. Durch das Abkommen wurde eine damals drohende Offensive von Machthaber Bashar al-Assad abgewendet, doch wurde die Vereinbarung nie komplett umgesetzt. Seit Ende April gehen die Assad-Truppen mit Unterstützung der russischen Luftwaffe wieder verstärkt gegen die überwiegend islamistischen Rebellen vor.

Die jüngste Offensive hat die tiefen Differenzen zwischen der Türkei und Russland offen gelegt. Auch wenn sie sich seit Anfang 2017 gemeinsam für eine militärische Deeskalation und eine politische Lösung in Syrien einsetzen, stehen sie doch auf verschiedenen Seiten in dem Konflikt. Während die russische Luftwaffe die syrische Armee bei ihrer Offensive unterstützt, unterstützt die Türkei verschiedene Rebellengruppen in Idlib.

Die Offensive hat auch die türkische Armee zwischen die Fronten gebracht. Einer ihrer Beobachtungsposten zur Überwachung der Waffenruhe in Idlib wurde vergangene Woche von der syrischen Armee eingekreist. "Die Situation ist so kompliziert geworden, dass unsere Truppen im Moment in Gefahr sind", sagte Erdogan in Moskau. Die Türkei werde aber "alle nötigen Maßnahmen ergreifen", um ihre Soldaten zu schützen.

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