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Luftfahrt Kerosinsteuer würde Klimagasausstoß drücken

Bei teureren Tickets würde weniger geflogen, so die Annahme der EU-Kommission.

Kondensstreifen am Himmel
Kondensstreifen am Himmel sollten weniger werden © (c) APA/dpa/Federico Gambarini
 

Eine europäische Steuer auf Flugbenzin könnte den Kohlendioxid-Ausstoß aus der Luftfahrt laut einer Studie um elf Prozent drücken, weil Tickets teurer würden und weniger Leute das Flugzeug nähmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der EU-Kommission, die der Verband Transport & Environment am Montag veröffentlichte.

Die Kommission wollte sich dazu nicht äußern. Eine Sprecherin bestätigte aber, man prüfe in mehreren Studien, ob Energiesteuern zum Erreichen von EU-Umwelt- und Klimazielen beitragen könnten. Angepackt werden könnte dies frühestens nach der Europawahl.

Reduktion um elf Prozent

Die wichtigsten Erkenntnisse der vom T&E ins Internet gestellten Studie: Würde die traditionelle Steuerbefreiung für Kerosin abgeschafft, dann würden Flugtickets im Durchschnitt um zehn Prozent teurer. Das würde die Nachfrage durch Passagiere um elf Prozent drücken, was auch elf Prozent der Jobs und der Wertschöpfung in der Luftfahrtbranche kosten könnte. Um ebenfalls elf Prozent würde der Ausstoß von Kohlendioxid zurückgehen.

Unterm Strich würde die Steuer Wirtschaft und Beschäftigung aber laut Studie nicht schaden. So heißt es: "Die höheren Finanzeinnahmen würden die negativen Effekte auf Beschäftigung und Wertschöpfung vollständig wettmachen, was die Auswirkungen auf Beschäftigung und Bruttoinlandsprodukt vernachlässigbar macht."

Wegen der stark steigenden Anzahl der Flugreisen wächst der Ausstoß von Kohlendioxid aus Flugzeugen. Kerosin ist bis heute steuerfrei. Die Luftfahrtbranche lehnt eine Kerosinsteuer ab.

Kommentare (6)

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100Hallo
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Abzocke

Verbietet alle Flüge. Mal sehen was die Touristikzentren sagen. Genauso auf der Inntalautobahn. Sobald IGL erforderlich ist Grenzen zu, weil nicht einzusehen ist dass der österreichische Autofahrer nur die Nachteile der schon längst bezahlten Autobahn zu tragen hat.

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wjs13
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CO2- und Kerosinsteuer

nichts als asoziale Abzocke, gezielt gegen den ärmeren Teil der Bevölkerung

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weinsteirer
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ein jeder kann zur problemlösung beitragen

z.b. wenn man weniger fliegt!

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UHBP
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Kerosinsteuer macht sinn

Aber vor der Wahl werden die Rechten Politiker wohl geschlossen dagegen sein und dir rechten Wähler machen sich darüber keine eigenen Gedanken. Warum auch?

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paulrandig
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Vorher bitte ums Streamen kümmern!

Streamen aus dem Netz hat mittlerweile einen beinahe doppelt so großen ökologischen Fußabdruck wie der gesamte Passagier-Luftverkehr (aktuelle französische Studie). Doch die Kerosinsteuer ist ein beharrliches Gespenst, während immer noch Milliarden in den Breitbandausbau gesteckt werden, damit jeder alles und überall streamen kann.
Da werden doch tatsächlich Youtube-Playlists gestreamt um im Hintergrund Musik zu hören! Das ist in etwa so, als würde ich jede einzelne Person im Straßenverkehr per eigenem Doppeldeckerbus von Türe zu Türe karren. Auch die KLZ springt auf den Zug auf und streamt Videobeiträge automatisch, wenn man das nicht extra in den Präferenzen ausschaltet.
Ich verstehe schon, warum man das nicht anpackt, denn die Hauptbetroffenen sind ausgerechnet die künftigen Wählerinnen und Wähler. Aber genau denen traue ich es zu, das am ehesten zu verstehen, denn genau die engagieren sich noch für das Ökosystem.

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hbratschi
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klingt schön,...

...wird aber wie alle diese vorschläge von den lobbyisten verhindert werden. raus aus dem flieger rein ind die eisenbahn, wär mmn ein brauchbarer ansatz. aber solange fliegen im gegensatz zum zug fahren unverschämt billig ist, wird das nix. verdreck ma lieber weiter die luft, mir ham ja genug...

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