SyrienTajani plädiert für diplomatische Bemühungen

"Europa muss eine stärkere Rolle im Mittelmeerraum spielen", sagt der Präsident des EU-Parlaments. Der italienische Ex-Premier Silvio Berlusconi verlangt, man solle Russland nicht als Gegner betrachten.

Berlusconi, Tajani © APA/AFP/SEBASTIEN BOZON
 

Der EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat für diplomatische Bemühungen und für ein sofortige Ende der Gewalt in Syrien plädiert. Gegen den Einsatz von Chemiewaffen müsse man sich wehren, die Hoffnung, sei jedoch, dass es zu keinem weiteren militärischen Eingreifen in Syrien kommen werde.

"Wir können nur hoffen, dass Europa und die UNO in dieser Situation eine einschneidender Rolle spielen können", so Tajani im Interview mit der italienischen Tageszeitung "Quotidiano Nazionale" (Sonntagsausgabe). "Wir werden dafür arbeiten, damit die Stimme Europas lauter wird und damit Europa eine immer stärkere Rolle im Mittelmeerraum spielen kann", sagte Tajani, der der konservativen Forza Italia von Ex-Premier Silvio Berlusconi angehört.

In einem Schreiben an die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" betonte Berlusconi, dass Italien so schnell wie möglich eine funktionsfähige Regierung brauche, die im Syrien-Konflikt eine Vermittlerrolle zwischen USA, Russland und EU spielen könne. "Man muss Lösungen finden, die ein weiteres Eskalieren der Situation in Syrien vermeiden können. Daher braucht Italien so rasch wie möglich eine funktionsfähige Regierung", schrieb Berlusconi.

Die Regierung Assad sei eine Diktatur, der Einsatz von Chemiewaffen müsse unbedingt verhindert werden. Russland dürfe in dieser Lage jedoch nicht als Gegner, sondern als strategischer Partner betrachtet werden.

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