Sierra LeoneDie ersten Wahlen nach der Ebola-Krise

Die Bürger im westafrikanischen Sierra Leone wählen am Mittwoch erstmals seit der verheerenden Ebola-Epidemie einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament.

Wahlkampf in Sierra Leone
Wahlkampf in Sierra Leone © (c) APA/AFP
 

Die Bürger im westafrikanischen Sierra Leone wählen am Mittwoch erstmals seit der verheerenden Ebola-Epidemie einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament. Bei der Abstimmung bewerben sich 16 Kandidaten um das Amt des Staatschefs. Sie versprechen, das Land in eine bessere Zukunft zu führen. Wahlberechtigt sind rund 3,2 Millionen Menschen.

Die Wahllokale sollen von 8 bis 18.00 Uhr (MEZ) geöffnet sein. Die Wirtschaft des Landes brach in Folge der Ebola-Epidemie von 2014 bis 2016 um ein Viertel ein, der Staat wurde um Jahre zurückgeworfen. Fast 4000 Menschen starben. Sierra Leone gehört einem UN-Index zufolge zu den zehn ärmsten Ländern der Welt.

Experten rechnen mit einem Kopf-an-Kopf Rennen. Die besten Chancen werden Samura Kamara (67) von der Regierungspartei APC und Julius Maada Bio (53) vom Oppositionsbündnis SLPP eingeräumt. Ein dritter Kandidat, Kandeh Yumkella (58), wird vermutlich genügend Stimmen bekommen, um die beiden Favoriten in eine Stichwahl zu zwingen. Diese soll, wenn nötig, zwei Wochen nach Bekanntgabe der Endergebnisse des ersten Urnengangs stattfinden. Der bisherige Präsident Ernest Bai Koroma darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Bei der Abstimmung werden auch die 132 Parlamentsmandate neu vergeben.

 

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