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Zahl der Toten bei Luftangriff im Jemen auf 119 gestiegen

Bei dem Luftangriff der arabischen Militärkoalition im Norden des Jemen am Dienstag sind nach UNO-Angaben 119 Menschen getötet worden, unter ihnen 22 Kinder. Zudem seien bei dem Angriff auf einen Markt in der Provinz Haja 47 Menschen verletzt worden, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Donnerstag mit. Zuvor hatten Rettungskräfte von 41 Toten und 35 Verletzten gesprochen.

 

Der angegriffene Markt befindet sich in Khamis in der von Rebellen kontrollierten Region Mastaba. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte den Angriff und rief die Konfliktparteien auf, "ihre internationalen Verpflichtungen vollständig einzuhalten". Dazu gehöre auch, auf die Grundsätze von "Vorsorge und Verhältnismäßigkeit" zu achten.

Die arabische Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens fliegt seit rund einem Jahr Luftangriffe im Jemen. Seitdem wurden in dem Konflikt nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 6200 Menschen getötet, zu einem großen Teil Zivilisten.

Sechs im Jemen aktive Hilfsorganisationen - darunter Ärzte der Welt, Handicap International und Care - sprachen am Donnerstag in Paris in einem gemeinsamen "Alarmruf" von einer "vergessenen humanitären Krise". Inmitten "allgemeiner Gleichgültigkeit" versinke der Jemen im "Chaos". Sie verwiesen auf tausende Tote, Verletzte und Amputierte, die zerstörte Infrastruktur, Unterernährung und Anti-Personenminen.

Laut den Ärzten der Welt sind 15 Millionen Menschen stark hilfsbedürftig, darunter 2,5 Millionen Binnenflüchtlinge und 250.000 nach Dschibuti und Somalia geflohene Jemeniten. Krankheiten wie Typhus seien auf dem Vormarsch. Die sechs Organisationen fordern in ihrer Erklärung eine "sofortige Waffenruhe" als Voraussetzung für humanitäre Hilfe.

Die Luftangriffe der von Saudi-Arabien geführten Koalition richten sich gegen die schiitischen Houthi-Rebellen und ihre Verbündeten in der Armee, die Anfang vergangenen Jahres die Hauptstadt Sanaa und andere Städte erobert und Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi zur Flucht nach Saudi-Arabien gezwungen hatten. Die Militärkoalition will die Houthi-Rebellen zurückdrängen und Hadi ermöglichen, an die Macht zurückzukehren.

Nachdem die arabische Koalition im Sommer auch Bodentruppen in den Jemen entsandte, gelang es den Regierungskräften, die Hafenstadt Aden zurückzuerobern und die Rebellen zurückzudrängen. Dennoch kontrollieren diese weiter die Hauptstadt Sanaa und den Norden des Landes. Militante Islamisten nutzten den Konflikt, um im Süden weitere Gebiete in ihre Gewalt zu bringen.

Menschenrechtsgruppen werfen der Militärkoalition immer wieder vor, bei ihren Luftangriffen nicht genug zum Schutz von Zivilisten zu tun. Laut einer Gruppe von UNO-Experten verstießen mehr als hundert Angriffe gegen internationales Recht.

Kommentare (2)

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eztpecfi62heutbyd5jc4hzzgpxatc0v
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Krieg ist immer auch Mord an Unschuldigen

Religiös-fanatische Diktaturen dominieren die arabische Welt. Es wäre die mindeste Verpflichtung für die industrialisierte Welt, mit allen Kriegstreibern keine Waffen-gegen-Öl-Geschäfte zu machen. Leider ist das nur ein frommer Wunsch.

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hermannsteinacher
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Und solchen Mördern bietet Österreich in Wien

ein Propagandazentrum.

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