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Nächste Schritte im LockdownDas sind die Szenarien für Österreichs Schulen

Vom Offenhalten aller Schulen, ausgenommen die Oberstufen, bis hin zur kompletten Schließung reichen die Alternativen - die neuen Maßnahmen liegen vermutlich irgendwo in der Mitte.

© APA/Helmut Fohringer
 

Zu den umstrittensten Möglichkeiten bei einer weiteren Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gehört die Schließung von Schulen. Seit knapp zwei Wochen sind bereits die AHS-Oberstufen, Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BMHS) und Berufsschulen im Distance Learning. Im Anschluss mögliche Szenarien für den weiteren Schulbetrieb ab nächster Woche.

BETRIEB WIE BISHER: In den vergangenen Tagen haben sich zahlreiche Stimmen gegen eine weitere Schließung von Schulen ausgesprochen. Insofern wäre es möglich, dass an Volksschulen, Mittelschulen und AHS-Unterstufen weiter im Präsenzbetrieb unterrichtet wird - eventuell ergänzt um Maßnahmen wie eine Ausweitung der Maskenpflicht, gestaffelte Beginnzeiten oder die komplette Verlagerung des Turnunterrichts ins Freie.

UMSTELLUNG AUF DISTANCE LEARNING: Mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen wäre die praktisch entgegengesetzte Option die Umstellung auf Distance Learning wie im ersten Lockdown im Frühjahr an allen Schulen. Dann würden auch die jüngeren Kinder daheimbleiben. Das würde aber nicht gleich ab Montag gelten - wie an den Oberstufen gäbe es eine Art Übergangstag, etwa um Sachen nach Hause zu transportieren.

PRÄSENZBETRIEB FÜR VOLKSSCHULEN, DISTANCE LEARNING FÜR ZEHN-BIS 14-JÄHRIGE: Möglich wäre aber auch eine Trennung nach Alter. Für die Volksschulen würde das weiteren Präsenzbetrieb bedeuten, für die Mittelschulen und AHS-Unterstufen einen Wechsel ins Distance Learning. Begründen könnte man dies einerseits damit, dass Fernunterricht bei älteren Kinder einfacher umzusetzen ist und die registrierten Infektionszahlen in dieser Altersgruppe höher sind. Gegenargument: In der jüngsten Dunkelzifferstudie an Schulen waren keine Unterschiede bei den Infektionen zwischen den Altersgruppen festzustellen.

SCHICHTBETRIEB: Das bedeutet wie bereits Ende des vergangenen Schuljahrs eine Teilung der Klassen in zwei Gruppen, die sich dann tageweise beim Präsenzunterricht abwechseln. An den Tagen daheim wären dann Hausübungen zu absolvieren. So würden weniger Schüler in der Schule sein und größere Abstände in den Klassen eingehalten werden können. Zuletzt hatte sich vor allem die Lehrer-Gewerkschaft dafür stark gemacht.

"GELINDERE" MASSNAHMEN: Eine Ausdünnung der Schülerzahl könnte aber auch durch andere Maßnahmen erreicht werden. Das Bildungsministerium brachte zuletzt Möglichkeiten wie eine Art freiwilliges Homeschooling in die Corona-Kommission ein - dabei könnten Schüler, die vom Klassenlehrer bzw. Klassenvorstand die Erlaubnis dazu bekommen, ganz oder tageweise daheimbleiben. Für die anderen Schüler gäbe es Präsenzunterricht. Nachteil: Damit hätte man keine Kontrolle, wie viele diese Möglichkeit auch wirklich in Anspruch nehmen. Ebenfalls eine Maßnahme zur Ausdünnung der Schülerzahl und Verringerung von Schülerkontakten wäre die Nutzung der Turnsäle für den Unterricht oder die Verlagerung des Unterrichts in nahe gelegene außerschulische Räumlichkeiten - sollen dafür Klassen in zwei Gruppen getrennt werden, bräuchte es aber entweder zusätzliche Lehrer oder den Einsatz der Zweitlehrer (etwa an Volksschulen). Weniger Schülerkontakte in den öffentlichen Verkehrsmitteln würden auch durch je nach Schule gestaffelte Beginn- oder Schulschlusszeiten entstehen.

Kommentare (11)
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Michaela
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Distance Learning

Ich denke, dass Distance Learning nicht die beste Lösung ist. Es kann den Unterricht nicht ersetzen oder den möglichen Lockdown überbrücken. Stundenlang am PC sitzen....?
Wenn die Kinder schon zu Hause bleiben sollen, dann sollten sie schulfrei haben, auch um Kinder und Eltern nicht zusätzlich zu belasten( Homeoffice und Homeschooling ist mega belastend für alle Beteiligten)
Es gäbe genügend „zukünftige“ Ferien, an denen dann die Schulen geöffnet sein könnten. Warum „muss“ man in Zeiten wie diesen am Feriensystem festhalten?Und was ist mit Samstagen? Früher sind wir doch auch am Samstag in die Schule gegangen....

BernddasBrot
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Schichtbetrieb

wird in einigen deutschen Bundesländern bereits erfolgreich praktiziert. Kindergärten und Volksschulen allerdings sind davon nicht betroffen , zumal sich nach deutschen Erkenntnissen, die Ergebnisse bei diesen Gruppen sich pö a pö verbessern.....

tatina80
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Ich wäre für Schichtbetrieb..

Bei 25 Kindern in der Klasse ist es gar nicht mal so schlecht, nur die Hälfte jeweils für ein paar Tage in der Schule zu haben. So ist viel intensiveres Arbeiten möglich, vor allem mit Kindern, die noch Defizite vom letzten Lockdown haben.

regiro
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Ich kann leider nicht

nachvollziehen, was hier intensiver gelernt wird.
Es kann ja nur der halbe Stoff von der Lehrkraft gelehrt werden, die zweite Hälfte entweder von den Eltern - Selbsterarbeitung im Alter zw 6 u 14 ist schwierig. Die Erfahrung im frühjahr zeigt, dass die Woche / Tage daheim als Ferienwoche empfunden wurde.

imechtawossogn
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Als Ferienwoche......

kann ichs absolut nicht bezeichnen....unsere Kinder hatten weit mehr zuhause zu erledigen, als sie in der selben Zeit im normalen Schulbetrieb machen/gemacht hätten.
Klass - noch dazu wenn beide Eltern in systemerhaltenden Berufen arbeiten.

tatina80
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Es gibt ja..

..nicht nur Erarbeitungsphasen, sondern auch Übungsphasen. Das Erarbeiten geht mit weniger Kindern schneller voran, das geschieht ausschließlich in der Schule. Übungsphasen passend zum Erarbeiteten finden im Anschluss zuhause statt.

AndiK
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Ja genau,

die Kinder sind dann nur die halbe Zeit in der Schule und lernen dafür doppelt so viel.
Logisch oder?

tatina80
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Ich habe nie geschrieben...

Dass die Kinder doppelt so viel lernen! Ich habe geschrieben, dass intensiveres Lernen möglich ist. Nicht immer ist die Menge entscheidend!!

AndiK
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Stimmt!

Hauptsache man lernt intensiv dass 1 x 1 eins ist, wieviel 2 x 1 ist, ist dann ja schon nicht mehr so wichtig ;-)

delanyinspiron6400
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Da spricht

eindeutig jemand, der keine Ahnung vom Unterrichten hat und nur schlechte Stimmung verbreiten will. Das kann nämlich jeder, also danke für nichts. 🤦🏻‍♀️

tatina80
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Ich finde...

Leider den Emoji nicht, der sich aufs Hirn klatscht...