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Beste IdeeVan der Bellen warnt EU-Staaten vor "Rückfall in Kleinstaaterei"

Bundespräsident zum 25-Jahr-Jubiläum des EU-Beitritts: Auch die Coronakrise braucht gemeinsame Antworten.

© (c) APA/BUNDESHEER/PETER LECHNER (PETER LECHNER)
 

"Die Europäische Einigung ist die beste Idee, die wir je hatten." Vor 25 Jahren ist Österreich der EU beigetreten. Bei einer Jubiläumsfeier kam Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Donnerstag nicht umhin, die jüngste Erosion des Einigkeitsgedankens, zuletzt in Folge der Coronakrise, zu thematisieren - und er warnte eindringlich: "Es wäre ein unverzeihlicher Fehler, in die Kleinstaaterei zurückzufallen."

Der Bundespräsident beschwor im Haus der Europäischen Union in Wien die "Erfolgsgeschichte" des EU-Beitritts, der Österreich "nachweislich sehr, sehr viel gebracht" habe. Nun stehe man mit der Corona-Pandemie unter dem Eindruck einer der größten Herausforderungen der Nachkriegsgeschichte. Und sie zeige einmal mehr, dass solche Herausforderungen sich nicht innerhalb nationaler Grenzen bewältigen ließen.

Kein europäischer Geist

"Leider hat es am Beginn der Krise mancherorts an europäischem Geist gemangelt", räumte Van der Bellen das Offensichtliche ein. Die Herausforderungen des Wiederaufbaus erforderten aber andere Wege: "Wie kommen wir aus der hohen Arbeitslosigkeit heraus? Wie können wir die drohende soziale Krise gut bewältigen? Welche Art von Globalisierung wollen wir nach der Pandemie?", fragte der Bundespräsident rhetorisch. Und nicht zuletzt: "Wie verhindern wir die schon spürbare Klimakrise, gegen die es keine Impfung geben wird?"

Auf all diese Fragen brauche man gemeinsame Antworten, bekräftigte Van der Bellen. "Und das sind am besten europäische Antworten." Der Bundespräsident verwies auf das erste EU-Corona-Hilfspaket von 540 Milliarden Euro. "Und das ist erst der Anfang. Ein zweites Paket, der 'Recovery Fund', wird gerade verhandelt. Wir brauchen da möglichst ehrgeizige Lösungen."

EU ist nicht perfekt

Abseits der zivilisatorischen Leistung der europäischen Integration erinnerte der gelernte Wirtschaftswissenschafter Van der Bellen aber auch an die offensichtliche Tatsache, "dass wir nur gemeinsam zu so etwas wie einer Welt-Relevanz und Weltpolitikfähigkeit finden können. Jeder einzelne europäische Staat ist zu klein, um gegenüber den großen Mächten wie USA, China oder Russland seine Interessen wahrnehmen zu können. Dazu braucht es unsere Gemeinschaft. Gerade jetzt." Die Europäische Union sei beileibe nicht perfekt, resümierte der Bundespräsident. "Aber wir können sie jeden Tag ein Stück besser machen."

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Danke für Ihr Verständnis.

Plantago
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Ich kann nur warten,

bis der Geisterfahrer die Autobahn verlassen hat.

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Lodengrün
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Auf Leute

wie Dich kann Österreich setzen. Schlichtweg DIE Bereicherung.

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gab65
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in welcher welt

lebt denn der hr. van der bellen? die eu ist schon langen nur mehr auf dem papier existent und wird zu tode verwaltet. (z.b. bananenverordnung) nicht einmal ein einheitliches steuersystem ist präsent (die nova gibt es nur in österreich - weltweit!!). verschiedene komplizierte szenairien für die abrechnung der umsatzsteuern, (wenn dann und wenn dann nicht und wenn dann nicht nicht dann ....) lieferschwellen die kein mensch mehr durchschaut und , unterschiedliches flüchtlingskrisenmanagement, einzig ist man sich über die gehälter in brüssel einig.

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unfassbar
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Das sehen wir ja laufend,

in jeder wirklichen Krise ist die "Kleinstaaterei" tausendmal mehr wert
als die EU....!!!!!!!!!!

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Lodengrün
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Unfassbar

ist der richtige Name. Wünschen wir uns nicht Österreich allein auf breiter Flur.

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ReinholdSchurz
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Da hat er Recht.

Unser Herr Bundespräsident ist ein kluger Mann und er weiß aus seiner Lebenserfahrung wie es war in Österreich vor dem EU Beitritt.
Der Schilling war das doppelte Wert, der Ederer Tausender für jeden Österreicher wurde nur versprochen ( EU Beitritt)
Aber trotzdem ist der große Wirtschaftsraum unsere einzige Chance am Weltmarkt zu überleben, was will das kleine Österreich alleine in der großen kalten und so oft grausamen Welt.
Die Hadgefonds und Money Hunter und Ratingagenturen würden uns zerreißen und aus wäre es mit der Selbstständigkeit🧐🔥🧛🏻‍♂️

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Mezgolits
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... und aus wäre es mit der Selbständigkeit.

Ich meine: Und warum ist es mit Lichtenstein -
noch nicht aus??? Erfinder Mezgolits Draßburg

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Hieronymus01
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@Mezgolits

Noch nie was von Steueroasen gehört?

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limbo17
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Mir war es bei

weitem Lieber als er STILL war und nicht überall seinen Senf dazu gab!

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gerr
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Jeder einzelne europäische Staat ist zu klein, um gegenüber den großen Mächten wie USA, China oder Russland seine Interessen wahrnehmen zu können.

Das stimmt nicht. Höchstens gegenüber den USA, aber wenn man nicht will, will man nicht. Die EU hatte Russland, zusammen mit der USA übrigens immer ausgegrenzt.
Und dann sagen Leute, Russland gehört nicht zur Europa.
In dem Fall sagt van der Bellen einen Mist.
Da tut er immer so auf Österreich, Österreich und dann das.
Aus der Corona-Krise ein Politikum zu machen und für die EU zu werben ist eigentlich verwerflich.
Abgesehen davon funktioniert es nicht, wenn man eine überstaatliche Institution hat, die alle Interesse aller "zu kleinen Staaten gegenüber den großen..." blablabla. Wie soll das gehen? Die Staaten haben schon Schwierigkeiten ihre Interessen innerhalb zu vertreten.
Es gibt ohnehin nur mehr den Weg zurück und zwar ziemlich weit, weil Vorwärts führt in den Abgrund. Zu oft falsch abgebogen.
Wenn die EU die beste Idee war die Ihr je hattet, dann gute Nacht. Aber das versteht er nicht. Da ist das Denken offensichtlich gegrenzt. Abgekupfert und verdreht.

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Lodengrün
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Unser Herr BP irrt

die Kleinstaaterei hat schon begonnen. Jeder kocht sein Süppchen und die Kleinen werden dann von den Großen zerrieben. Jetzt kommt der Vergleich mit der Schweiz und wie stark wir in den Nischenprodukten wären. Schweiz hat wirtschaftlich ganz andere Schwerpunkte und die Nischen werden uns auch nicht retten. Androsch hat liegt da schon richtig dass Europa zum Appendix von China verkommt.

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tubaman58
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Grenzen auf,

am besten noch heute - keine Reisewarnungen sondern Hotspotswarnungen, die könnte man bestimmt gebietsmäßig in eine EU-Corona-APP integrieren - Tourismus und EU wären dann vielleicht gerettet.
Unsere Nachbarn SLO, H, CZ, SK, D, CH, FL und auch HR haben den Corona-Virus im Griff und sogar Italien hat viele Gebiete in denen kaum Gefahr ausgeht.
Zerfällt die EU, dann erleben wir wahrscheinlich eine noch viel größere Katastrophe.

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rontin
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Corona Rückgang nur wegen Kleinstaaterei ...

... die Epidemie konnte nur eingedämmt werden, weil endlich mal jeder dort blieb wo er wohnt und sein sollte und nicht dauernd in der Gegend herumfährt ... offene Grenzen wären dzt. eine Katastrophe ... wie kann man das nicht sehen ...

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gerr
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Die Eu-Corona-App.

Bestimmt. Die sagt einem dann auch, wann man aufstehen muss und was man heute essen soll.

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tubaman58
12
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gerr

Aufwachen, wenn den ganzen Tag schläfst und in der Nacht einen Bürger nach dem anderen reinschiebst, dann ist sie für dich eh gut.

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tubaman58
4
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Entschuldigung,

wollte nicht gemein sein, aber der Kommentar mit aufstehen und essen hat mich kurz emotional werden lassen.

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