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Geht Plassnik nach Washington?

Die Spekulationen über die Zukunft der ehemaligen ÖVP-Außenministerin Ursula Plassnik nehmen kein Ende.

© APA
 
ÖVP-Außenministerin Ursula Plassnik war aus Protest gegen die EU-Linie der SPÖ überraschend zurückgetreten und gehört der neuen Großen Koalition nicht mehr an. Rund um Noch-Ministerin brodelt nun die Gerüchteküche. Es heißt, sie soll Botschafterin in Washington werden. Andere sehen sie als EU-Kommissarin.

Vorerst Sitz im Nationalrat. Plassnik selbst hält sich vorerst noch bedeckt. Was sie beruflich in Zukunft machen wird, ließ Plassnik nach ihrem Rücktritt offen und betonte am Sonntagabend, sie habe diese Entscheidung erst in den letzten Stunden getroffen. Sie nimmt vorerst wie ihre ehemaligen ÖVP-Regierungskollegen Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und Finanzminister Wilhelm Molterer ihr Mandat im Nationalrat an. "Ich bin angelobte Abgeordnete im österreichischen Parlament", so Plassnik Sonntagabend.

Rücktritt aus Protest. Plassnik trat aus Unzufriedenheit über den bei den Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ vereinbarten EU-Kompromiss zurück. "Das, was heute zwischen den Parteiobleuten vereinbart wurde, ist aus meiner Sicht nicht hinreichend in puncto Klarheit", sagte Plassnik am Sonntagabend vor Journalisten. Sie hätte sich für die Dauer der Legislaturperiode einen Verzicht der SPÖ auf die Forderung nach Volksabstimmungen über wichtige EU-Verträge gewünscht.
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