Die Dreiparteienkoalition war noch keine 72 Stunden alt, da knirschte es bereits im Gebälk. Um das Budget zu sanieren, hatte Finanzminister Markus Marterbauer eine Sonderabgabe für Energieerzeuger in Höhe von 200 Millionen Euro ins Spiel gebracht. Der Vorstoß stieß nicht nur bei der ÖVP, sondern auch im roten Wien auf wenig Zustimmung, ist doch die Bundeshauptstadt der größte Gas-Kraftwerksbetreiber des Landes. Heftige Telefonate folgten. Anders als in den letzten Monaten von Türkis und Grün, wo innerkoalitionäre Differenzen gern nach außen getragen wurden, hielten ÖVP, SPÖ und Neos diesmal den Ball flach. Einen handfesten Krach gleich zum Auftakt - die Koalition wäre nach einer Woche endgültig unten durch.
Architekt des Kompromisses
Ohne Koordinatoren wäre die Koalition bald erledigt
Der ideologische Spagat zwischen ÖVP, SPÖ und Neos ist bisweilen ein gewaltiger. Ohne Koordinatoren wäre das Regierungsvorhaben zum Scheitern verurteilt.
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