Vom Winter war auch an diesem Jahreswechsel weit und breit nichts zu spüren und zu sehen. Der vor exakt einem Jahr aufgestellte Temperaturrekord an einem Neujahrstag in der 256-jährigen Messgeschichte (18,8 Grad in Köflach 2022) wurde heuer schon wieder übertroffen. Bis auf ungewöhnliche 19,7 Grad kletterte die Temperatur in Puchberg am Schneeberg.

Somit lauten die Top 5 der Höchstwerte an einem 1.1. nun um die Neuzugänge aktualisiert:

  • 19,7 Grad in Puchberg am Schneeberg (2023)
  • 19,5 Grad in Gutenstein/Mariahilfberg (2023)
  • 18,8 Grad in Köflach (2022)
  • 18,7 Grad in Weitra (2023)
  • 18,2 Grad in Feldkirch (2023)

Schon am Silvestertag wurden in der Region bis zu 18,3 Grad erreicht - somit endete das Jahr so außergewöhnlich und mit Rekorden, wie es begonnen hatte.

Darüber hinaus haben einige Stationen am Neujahrstag 2023 einen absoluten Temperaturrekord für Jänner aufgestellt:

  • Puchberg am Schneeberg, Gutenstein/Mariahilfberg, Weitra, Lilienfeld/Tarschberg, Litschau, Rax Bergstation (Niederösterreich)
  • Schmittenhöhe, Obertauern, Kolomansberg (Salzburg)
  • Wolfsegg, Reichenau im Mühlkreis (Oberösterreich)
  • Fraxern (Vorarlberg)

Nur zaghafte Abkühlung

Fragte Entertainer Rudi Carrell einst "Wann wird's mal endlich wieder Sommer?", so könnte man diese Frage derzeit 1:1 auf den Winter ummünzen. Zumindest vorerst bleibt es aber noch ausgesprochen mild und Neuschnee ist abseits des Hochgebirges nicht wirklich in Sicht.

Am Montag liegt über den Niederungen und einigen Tälern zäher Nebel und Hochnebel, sonst scheint die Sonne mit nur dünnen, hohen Wolken. Erst in den späteren Abendstunden ziehen im Westen Wolken auf. Frühtemperaturen: minus zwei bis plus sieben Grad, Tageshöchstwerte: je nach Nebel oder Sonne vier bis 15 Grad.

Am Dienstag wird es mit Störungsdurchzug von Westen her meist stark bewölkt bis bedeckt, nur im Norden und Osten zeigt sich ab Mittag zeitweise länger die Sonne. Im Westen regnet es von der Früh weg ein wenig, tagsüber breitet sich der leichte Niederschlag vor allem entlang des Berglands ostwärts aus. Die Schneefallgrenze liegt meist zwischen 1500 und 1800 Meter Seehöhe. Frühtemperaturen: minus ein bis plus sieben Grad, Tageshöchsttemperaturen: vier bis elf Grad.

Trüb und nebelig beginnt auch der Mittwoch. In den meisten Landesteilen setzt sich die Sonne tagsüber dann aber durch und nur noch einzelne Nebelzonen wie etwa in den Becken im Süden oder auch stellenweise im östlichen Flachland bleiben beständig.  Frühtemperaturen: minus drei bis plus drei Grad, Tageshöchstwerte: etwa drei bis zwölf Grad.

Sehr windiges Wetter wird am Donnerstag erwartet. Reste einer Front bringen noch stärkere Bewölkung und vor allem entlang der Alpennordseite öfters Regen oder zumindest einige Schauer. Die Schneefallgrenze pendelt um 1600 Meter Seehöhe. Im östlichen Flachland werden nur einzelne Regenschauer erwartet und zwischendurch zeigt sich immer wieder kurz die Sonne. Auch im Süden und Südosten ist es beständiger. Frühtemperaturen: minus fünf bis plus sieben Grad, Tageshöchstwerte: meist fünf bis zwölf Grad plus.

Sehr mild wird wieder der Freitag: Mit der abziehenden Front gibt es vor allem im Norden und Osten immer wieder Wolken, aber nur noch vereinzelt kurze Schauer. Häufiger kommt schließlich die Sonne heraus. Es bleibt windig, im Donauraum weht weiterhin lebhafter bis kräftiger Westwind. Mit der Durchmischung der Luftschichten durch den Wind ist es tagsüber erneut sehr mild. Frühtemperaturen: minus fünf bis plus acht Grad, Tageshöchsttemperaturen: vier bis 15 Grad.