Kontrollen in KiefersfeldenÖsterreicher fühlte sich durch Grenzkontrolle provoziert und fuhr Leitkegel um

Die Entschuldigung folgte sogleich - doch zuvor hatte sich ein Pendler aus Österreich offenbar durch die Grenzkontrollen provoziert gefühlt. Er fuhr absichtlich gegen einen Verkehrskegel.

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Einen solchen Kegel wollte der Mann an der Grenze mit seinem Pkw verschieben © APA/AFP/CHRISTOF STACHE
 

Ein Pendler aus Österreich ist an der Tiroler Grenze zu Deutschland in Kiefersfelden im Landkreis Rosenheim absichtlich gegen Verkehrskegel (Pylonen) gefahren - weil er sich nach eigener Aussage durch die Kontrollen an der Grenze provoziert fühlt. Der 48-Jährige habe die Begrenzungen mit seinem Auto verschieben wollen, damit der Verkehr an der Grenzkontrolle schneller fließe, teilte die deutsche Polizei am Mittwoch mit. Der Mann muss mit einer Anzeige rechnen.

Bei den Maßnahmen in Kiefersfelden handle es sich laut Polizei um stichprobenartige Einreisekontrollen. Sie stehen nicht im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. An der Stelle gebe es eine Geschwindigkeitsbegrenzung von zehn Kilometern pro Stunde.

"Bei einer anschließenden Kontrolle zeigte sich der Fahrer völlig uneinsichtig und aggressiv", so die Polizei. Der Mann habe bei dem Vorfall am Dienstagabend gedroht, auch in Zukunft jegliche Grenzmarkierungen umzufahren. Nach einiger Zeit habe er sich jedoch bei den Polizisten entschuldigt. Gegen den Mann, der in Österreich lebt und in Deutschland arbeitet, wird nun wegen Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.

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