Gegen MaßnahmenTausende in Bregenz, Salzburg und Linz auf der Straße

Nach einer weiteren Großdemonstration am Samstag in Wien zogen am Sonntag mehrere Demonstrationen durch Städte im ganzen Land. In Bregenz sind tausende Menschen zusammengekommen, in Waidhofen an der Ybbs lediglich 100.

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In Bregenz gingen am Sonntag tausende Menschen auf die Straße.
In Bregenz gingen am Sonntag tausende Menschen auf die Straße. © APA/DIETMAR STIPLOVSEK
 

Eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Bregenz hat Sonntagnachmittag einen großen Zulauf gefunden. Rund 9.000 Menschen nahmen daran teil, sagte eine Polizeisprecherin der APA. Die Demo - sie war am späten Nachmittag noch im Gange - verlief bisher "ohne besondere Vorkommnisse". Auch viele Familien und auffallend viele junge Menschen befanden sich unter den Teilnehmern.

"Nie wieder Diktatur", "Mein Körper - Meine Entscheidung", "Eure Politik macht uns Angst" - so lauteten einige der Slogans auf den Transparenten. Der Demonstrationszug startete beim Festspielhaus, führte anschließend durch die Innenstadt auch zum Landhaus und soll schließlich wieder beim Festspielhaus enden. Eine große Demonstration zog am Sonntag auch durch Graz. 771 Anzeigen war die Bilanz nach der Demo am Samstag in Wien.

In Salzburg und Linz haben sich am Sonntag rund 4.500 bzw. etwa 1.000 Menschen zu Protesten versammelt. Während sich in Salzburg nach drei Kundgebungen ein "Spaziergang" mit 4.500 Menschen in der Altstadt bildete, waren es am Linzer Martin-Luther-Platz gegen 15.00 Uhr etwa 1.000 Menschen, die gegen die Impfpflicht und Corona-Maßnahmen demonstrierten. Auch sie sollten sich noch in Bewegung setzen. Vorerst verlief alles friedlich, erfuhr die APA von der jeweiligen Polizei.

In Linz endete die Demonstration am späten Nachmittag, es gab 32 Anzeigen, davon 28 wegen fehlender FFP2-Maske, drei wegen Ordnungsstörung und eine wegen Verletzung des Anstands.

Kleine Demos auch in Niederösterreich

Kleinere Demonstrationen gab es auch in Niederösterreich. Etwa 600 Teilnehmer haben sich am Sonntagnachmittag zu einer "Demo für die Freiheit" in St. Pölten eingefunden, zu der auch die FPÖ aufgerufen hatte. Polizeisprecher Heinz Holub-Friedreich berichtete auf Anfrage von einem friedlichen Verlauf. Es habe vorerst eine Festnahme und einige Anzeigen gegeben.

Die Demonstranten hatten sich beim Klangturm im Regierungsviertel versammelt. In der Folge war ein Marsch durch die Stadt vorgesehen. Enden sollte die für 3.500 Personen angemeldete Kundgebung an ihrem Ausgangsort.

Kundgebungen gegen die Corona-Maßnahmen haben am Sonntag in Niederösterreich auch in Amstetten und in Waidhofen a.d. Ybbs stattgefunden. 500 bzw. 100 Teilnehmer wurden laut Polizei gezählt. In Amstetten gab es eine vorübergehende Festnahme und einige Anzeigen. Den Verlauf der Kundgebung in Waidhofen a.d. Ybbs bezeichnete Holub-Friedreich als ruhig.

Kommentare (10)
ichbindermeinung
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wenn Pflicht, dann in allen 27 EU-Ländern

wenn, dann muß diese Pflicht wegen der EU-Gleichbehandlung in allen 27 EU-Ländern gleichermaßen gelten u. nicht EU nsympathisch und EU ngleich nur für die Bürger in Österreich

owlet123
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Noch einmal:

EU-Gleichbehandlubg bedeutet nicht, dass alle Länder dieselben Gesetze haben. Z.B. gibt es in Deutschland schon länger eine Massernimpfpflicht, in vielen anderen EU-Ländern nicht, das hat nichts mit Gleichbehandlung zu tun. Gleichbehandlung: Ein Deutscher darf in Österreich nicht anders behandelt werden wie ein Österreich/Italiener...Hat der Deutsche hier einen Wohnsitz, gilt die Impfpflicht auch für ihn.

schandopr
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demos

" Wenn ich nur aufhören könnt!" ist das Hauptproblem der Spaziergänger, denn es häufen sich auch in unserem Dorf die ungeimpften Toten und die Teilgeimpften sind auch oft krank, denn sie haben oft genug mit Ungeimpften zu tun und werden immer wieder angesteckt. Die große Anzahl der Impfverweigerer sind, wenn es sie erwischt, die, die die Mutationen fördern werden und die Pandemie wohl noch lange am Laufen halten. Und das freut ja so Manche, die sich einfach nicht ohne Gesichtsverlust umpolen können. Besonders traurig finde ich die Belästigung unserer Helfer in diesen Einrichtungen, die für unser Überleben verantwortlich sind. Auch der Ruf: Wir sind das Volk! - ist im Grunde lächerlich und dumm, und vor allem undemokratisch. Es gibt genug Diktaturen und jeder/e hat das Recht dorthin zu ziehen.

Henry44
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"Nie wieder Diktatur"

Leute, die solche Slogans auf Tafeln schreiben oder rufen sollten z.B. nach Weißrussland fahren und dort protestieren, damit sie eine wirkliche Diktatur kennenlernen.

Auch Putins Russland könnte nachhaltigen Anschauungsunterricht einer vergleichsweise etwas milderen Diktatur bieten.

samro
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"mein koerper meine entscheidung"

aber auf der intensiv darf dann ploetzlich jeder fuer euch entscheiden?

Pelikan22
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Ein neuer Sport?

Polizisten verprügeln? Autos beschädigen? Diebstähle in den Geschäften? Alles erlaubt!

749cb4e099d4e9aec12ec22f0619f7b1
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?

Gibt es noch normale Menschen in Österreich.? So eine Dummheit das Protetieren!

himmel17
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Corona-Lover

Liebes Virus, ich zeig dir, wie unzerstörbar ich bin! Ich bin mein eigener Todesengel!

RonaldMessics
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Kickl ist der HOFNARR

Bedeutung HOFNARR:
Die Aufgabe eines Hofnarren war dabei nicht primär die Belustigung des Hofes, sondern die Provokation und Irritation. Seine Stellung außerhalb der am Hofe geltenden Normen erlaubte ihm „Narrenfreiheit“ und machte den Hofnarren so zu einer „Institution zulässiger Kritik“
>
Und jene die hier Protestieren sind seine Gefolgschaft, auch Trittbrettfahrer genannt.

zlatorog
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So viele Menschen

verwechseln seuchenhygienisch notwendige Maßnahmen mit staatlichem Terror und Diktatur. Ich hatte das Bildungsniveau in Österreich ursprünglich weit höher eingeschätzt.